SewingTini
28. Februar 2020 carpe diem

Bienenwachstücher – meine Erfahrungen

Schon eine ganze Weile sieht man immermal wieder Beiträge über selbst gemachte Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhalte- oder Alufolie. Da auch fast überall davon berichtet wird, dass man diese ganz einfach und schnell selbst machen kann, war auch ich irgendwann neugierig genug. Ende August 2019 habe ich mir also Bienenwachspellets bei afs bestellt.

Die Herstellung der Bienenwachstücher

Ich habe direkt meinen ersten Versuch gestartet, selbst Bienenwachstücher zu machen. Eigentlich waren diese als Geschenk für ein Augustgeburtstagskind gedacht. Am Tag vorher hab ich also Stoffe rausgesucht und losgelegt.

Ich habe mich zuerst für die „einfache“ Variante entschieden, die ich im Netz auch mit am meisten gefunden habe. Das Stück Stoff auf Backpapier legen, mit den Pellets bestreuen, eine weitere Lage Backpapier drauf und mit dem Bügeleisen die Pellets schmelzen und verteilen.
Klingt super easy und scheint für viele so auch zu funktionieren aber bei mir hat das so einfach nicht geklappt. Das Bienenwachs ließ sich nur sehr schlecht verteilen. Ich hatte immer noch ganz viele Stellen, die noch gar kein Wachs abbekommen haben. Auch dann „einfach“ nochmal Pellets drüber streuen und Weiterbügeln hat mich nicht an ein gewünschtes Ergebnis gebracht. Nicht mal zum selbst verwenden, wäre ich so zufrieden gewesen. An Verschenken war aber gleich schon mal gar nicht zu denken. Es war auch schon eine ziemliche Sauerei, da viel Wachs an den Seiten herausgelaufen ist.

Bienenwachstuch aus weißem Stoff verfärbt sich gelb

Des Weiteren habe ich festgestellt, dass sich weiße und andere helle Stoffe nicht so gut zum Bienenwachstuch eignen. Sie sehen einfach irgendwie dreckig und nicht schön aus. Dass es zu einer gelbliche Verfärbung kommt, war mir ja klar, aber dass diese mich so stört hätte ich nicht gedacht.

Der zweite Versuch

Nun gut, es gab also im August kein kleines Extra in Form von Bienenwachstüchern zum eigentlichen Geburtstagsgeschenk dazu. Es hat dann aber auch noch mal einen guten Monat gedauert, bis ich mich an einen weiteren Versuch gewagt habe. Anfang Oktober stand der nächste Geburtstag an, zu dem ich gerne Bienenwachstücher verschenken wollte. Also in „alter“ Tradition einen Tag vorher beschlossen, die Sache noch einmal anzugehen :).

Diesmal habe ich das Bienenwachs zuerst geschmolzen und das flüssige Wachs mit einem Pinsel auf die Baumwolltücher gestrichen. Dies funktioniert alleine auch noch nicht so perfekt, dass alle Stellen gleichmäßig benetzt sind. Ein anschließendes Bügeln zwischen Backpapier, auch gerne mehrere Tücher gleichzeitig, funktioniert dann aber ganz gut. Falls man das Gefühl hat, dass man ein Tuch mit zu viel Wachs bestrichen kann, kann man auch ein noch nicht bestrichenes Baumwolltuch mit in das Backpapiersandwich legen. Das Tuch nimmt überschüssiges Wachs gut auf.

Die Produktion der Bienenwachstücher

Ich war beim zweiten Versuch auch gleich schon optimistischer, so dass ich vorher 4 Sets à 4 Tüchern in unterschiedlichen Größen zugeschnitten habe. Die Produktion lief soweit ganz gut, man sollte nur auf ein paar Sachen achten. Da das Wachs auch schnell wieder fest wird, sammelt sich nach und nach immer mehr Wachs am Pinsel. Ich konnte es aber durch etwas längeres Tauchen des Pinsel im flüssigen Wachs ganz gut unter Kontrolle halten. Dafür eignet sich ein schmaleres, höheres Gefäß ganz gut.

Umso länger man die selben beiden Blätter Backpapier verwendet, umso mehr Wachs bleibt auch an diesen hängen. Da diese das Wachs nicht aufsaugen, verteilt es sich immer mehr und man muss am Rand sehr aufpassen, dass es dort nicht auf das Bügelbrett läuft. Ich habe das Backpapier zwischendurch komplett auskühlen lassen und das darauf festgewordene Wachs abgezogen. Ich habe die Wachsstücke einfach zurück in meinen Schmelztopf geworfen und in den nächsten Runde wieder aufgeschmolzen.

Wenn man mit dem Bügeln fertig ist, sollte man das Tuch schnell vom Backpapier bzw. den anderen Tüchern lösen. Einmal zu lange gewartet, gibt es Stellen, die nicht so schön aussehen und man bügelt noch einmal nach ;). Aber Vorsicht: im ersten Moment sind diese sehr heiß. Ich habe meine Tücher zum Auskühlen anschließend auf Kuchengitter gelegt. Der Wäscheständer soll aber auch ganz gut funktionieren ;).

Mein Ergebnis

Nun habe ich soviel geschrieben und ungewohnter Weise so wenig Bilder dabei. Hier also nun die „volle Ladung“ meiner bisherigen Bienenwachstücher.

Bienenwachstücher Sets
Banderole von Alles-für-Selbermacher
Set 1
Set 3
Set 4
Bienenwachstücher Set 2
Hamburger Liebe – Dutch Love
Bienenwachstücher Set 2
Größenvergleich

Wir benutzen sie nun eine Weile und ich finde sie machen ihren Job hervorragend. Selbst angeschnittenes Baguette, eingewickelt in ein Bienenwachstuch, bleibt 2 Tage frisch. Halbe Zwiebeln landen regelmäßig im Bienenwachstuch im Kühlschrank und auch Dips in Schalen ohne Deckel bekommen eine Haube aus Bienenwachstuch. Einfrieren im Tuch muss ich noch ausprobieren. Habt ihr da schon Erfahrungen gemacht?

Ein paar weitere Größen und evtl. auch noch runde Tücher mag ich bald noch machen und ich brauche auch wieder ein paar Tücher im Set auf Vorrat zum Verschenken.

Welche Größen sind bei Euch am meisten in Gebrauch? Und wofür verwendet ihr eure Bienenwachstücher?

Bienenwachstücher - meine Erfahrungen

Cricut Meet & Greet

Gestern war ich beim Cricut Meet & Greet Event in Frankfurt. Cricut Europe ist gerade auf Promo Tour durch Europa und das Deutschland Event fand im Marriott Hotel in Frankfurt statt. Ich hatte das Event auf Facebook entdeckt und war gleich interessiert. Da sich Mr. T bereit erklärt hatte, mich zu begleiten, habe ich kurzerhand die „Tickets“ gebucht und das Ganze dingfest gemacht ;).

In der Matrix

Der Konferenzraum im Marriott hieß Matrix und als wir dort ankamen, standen schon einige Plotterbegeisterte wartend im Foyer. Wir haben uns dazugesellt und auf den Einlass gewartet.

In der Matrix ging es dann mit der Begrüßung durch Glenn, dem Head of Cricut Europe, und einer Einführung von Ashish, dem CEO, zur Marke Cricut los. Sehr interessant, wie sie auf den Plotter kamen und was ihre „Mission“ ist. Schönes Design, qualitative Verarbeitung und einfache Bedienung spielen dabei eine große Rolle.

Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt

Neben Miriam von Plottertante, die für das Publikum alles auf deutsch übersetzt hat, waren auch Thorsten von Kreativplotter und Melanie von Ruhrplottkind mit von der Partie. Schon irgendwie spannend, alle mal persönlich zu erleben, auch wenn sich keine richtige Gelegenheit zum direkten Gespräch ergeben hat.

Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt
Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt

Cricut Infusible Ink

Nach den Transferpressen war Infusible Ink das nächste Thema. Darauf hatte ich mich schon gefreut. Infusible Ink ist quasi eine Art Sublimationsdruck. Es gibt „Folien“ in verschiedenen Farben und Mustern, die mit dem Plotter geschnitten und anschließend entgittert werden können. Diese „Folien“ bestehen aus mehreren Lagen, u.a. Tinte, Klebeschicht, Papier und Transferfolie. Durch die Übertragung der Tinte mit einer Transferpresse bei hohen Temperaturen wird die Tinte gasförmig und zieht sozusagen in das Gewebe oder die Oberfläche ein. Dadurch gibt es keine spürbaren Kanten, wie bei Flex- oder Flockfolien. Die Farben sind sehr kräftig, auch wenn die Folien selbst eher matt wirken und da sich die Tinte mit dem Gewebe verbindet ist der Druck beständiger und verblasst auch beim Waschen nicht.

Man kann Infusible Ink aber leider nicht auf reiner Baumwolle nutzen. Es benötigt einen (hohen) Polyester Anteil. Es gibt daher auch Shirts, Taschen und Untersetzer von Cricut, die genau auf die Infusible Ink Sheets abgestimmt sind, um beste Ergebnisse zu erzielen. Aber auch Produkte, die man für Sublimationsdruck von anderen Firmen kaufen kann, sollten funktionieren. Es wird nur eben nicht garantiert, dass das Ergebnis dann immer zufriedenstellend ist.

Alternative zu den Sheets

Zusätzlich gibt es aber auch noch Infusible Ink Stifte, mit denen man auf Papier für Laserdrucker malen oder schreiben kann. Auch diese Bilder werden dann mittels Transferpresse übertragen. Man sollte nur aufpassen, da wie bei anderen Heat Transfer Folien auch, das Motiv beim Übertragen gespiegelt wird. Also wenn man Freihand Motive erstellen möchte, müsste man Schriften gespiegelt darstellen. Einfacher ist es, wenn man zum Schreiben dann gleich den Plotter die Arbeit machen lässt.

Ziemlich faszinierend finde ich bei Infusible Ink, dass man auch mehrere Schichten nacheinander auftragen kann. So kann man zum Beispiel erst einen Untergrund in einem hellen Farbverlauf und danach ein Blumenmuster in schwarz weiß aufbringen. Die Blumen sind dann statt in weiß in buntem Farbverlauf gefärbt. Auch kann man die „Folien“ und die Stifte kombinieren und weiße Flächen der Infusible Ink Sheets ausmalen und dann auf das entsprechende Medium aufbringen.

kreative Pause

Nach der Info zu den neuen Infusible Ink Produkten, gab es eine Pause mit leckerem Essen und der Möglichkeit sich über die Werkzeuge des Maker Plotters, den Transferpressen und Infusible Ink zu informieren. Die Pressen durfte man auch direkt selbst testen.

leckerer Nachtisch

Ich habe es in der Pause, in der wir uns hauptsächlich mit Ward von Cricut unterhalten hatten, nur an den Stand mit den kleinen Versionen der Easy Press geschafft. Ich habe zum einen mit der Mini einen Filzuntersetzer mit Flexfolie erstellt und zum anderen mit der Small einen Keramikuntersetzer mit Infusible Ink verschönert. Und obwohl ich vorher wusste, dass die eher matt aussende Folie nach dem Übertragen auf den Untersetzer deutlich kräftiger wirken wird, war ich schon sehr positiv überrascht von den tollen Farben.

Easy Press Mini
Flexfolie auf Filz
Infusible Ink auf Keramikuntersetzer

Die Pause war eigentlich gar nicht so kurz, aber trotzdem ganz schnell vorbei und es ging weiter im Programm.

Cricut Design Space

Nach der Pause hat Sabien von Cricut die Desktop Version von Design Space, der Software für die Cricut Plotter, vorgestellt. Diese ist erst seit kurzem verfügbar und soll u.a. auch einige Ladeprobleme der Online Version verringern und generell das Arbeiten damit schneller machen. Außerdem ist man so natürlich auch nicht auf eine Internetverbindung angewiesen.

Zur Software konnte man dann auch direkt Fragen stellen. Es wird auf jeden Fall bald eine vollständige(re) Übersetzung ins deutsche geben und auch an zusätzlichen Funktionen wird gearbeitet. Auch wenn für die weiteren Funktionen keine Aussage gemacht wurde, wann das passieren wird. Denn Cricut ist es wichtig, nicht einfach eine neue Funktion zur Verfügung zu stellen, sondern dass diese auch einfach umzusetzen ist – für alle, nicht nur für Designer und Computer Profis.

Cricut Meet & Greet

Danach ging es auch nahtlos in die Q&A Session über, in der jeder generelle Fragen zu den Cricut Produkten stellen konnte. Die Kunden werden bei Cricut auch nicht als Kunden sondern Mitglieder verstanden. Und deshalb kann man sich auch jeder Zeit mit Problemen an die Mitarbeiter vom „Member Care“ wenden. Telefonsupport gibt es zwar momentan nur in englisch, aber den Chat gibt es schon auf deutsch!

Verlosung

Den krönenden Abschluss des Meet & Greets machte eine Verlosung von 9 Preisen. Neben 5 Materialpaketen, gab es auch 2x die Easy Press, einen Explore Air und den Maker jeweils mit Zubehör zu gewinnen. Niemals hätte ich gedacht, dass Ashish am Ende die gelbe #67 aus dem Lostopf zieht. Ich bin immer noch ganz geflashed. Der Heimweg per Zug war dann etwas anstrengend *lach*. Der Maker wiegt nämlich ganz schön was. Zum Glück hatte mich Mr. T begleitet und konnte tragen helfen. Vielen Dank! 🙂

Cricut Gewinn

Heute habe ich dann mal ein Foto gemacht und das meiste danach gleich ausgepackt. Neben dem Plotter gab es noch weitere Werkzeuge dazu. Ein Set zum Entgittern mit Haken, Spatel, Pinzette, Schere und Rakel braucht man zum Plotten immer.
Mit dem Scoring Wheel kann man Papier und Pappe falzen und das Double Scoring Wheel kann man für stärke Materialien wie Karton verwenden. Mit der Engraving Tip kann man Plexiglas, Metall oder Leder gravieren –> das mag ich auf jeden Fall mal ausprobieren und bin schon sehr gespannt. Zum Schneiden gab es Holographic-Vinylfolie in 3 Farben dazu. Die schimmert total schön :).

Material für Infusible Ink durfte natürlich auch nicht fehlen. Dabei sind 2 Sheets in schwarz und schwarz/weiß mit Blumenmuster, 2 Stifte Sets, runde Keramikuntersetzer und ein Stoffbeutel aus Polyester. Außerdem gab es noch das BrightPad dazu, ein LightPad, das z.B. das Entgittern oder Paper Piecing vereinfachen kann. Und last but not least das Cricut Maskottchen in Kobaltblau. Also wirklich ein Mega Set!

Und ihr?

Ich kann es immer noch gar nicht so richtig glauben. Da fährt man zum Feierabend nach Frankfurt, um „nur mal zu gucken“ und kommt mit einem brandneuen Plotter mitsamt Zubehör, das das Plotterherz höher schlagen lässt, nach Hause. Einfach so :O. Vielen Dank an Cricut für diesen tollen Abend und einem Finale, das mich ziemlich umgehauen hat.

So und nun ihr Lieben, sagt mal: kennt ihr die Marke Cricut schon? Interessiert es euch, mehr Infos zu den Plottern, der Easy Press oder Infusible Ink zu bekommen? Ich habe jetzt erstmal einiges zum Ausprobieren, versuche aber gerne Eure Fragen zu beantworten.

Cricut Meet & Greet

Sew Sweetness – Minikins, die Jetset Cinched Bag

Als ich noch in einem Probeplott Team war, war ich auf der Suche nach kleinen, schnellen Projekten. Ich wollte mal schnell was nähen können, um die getesteten Plotts schön in Szene zu setzen. Dabei bin ich im letzten Jahr über die Minikins von Sara von Sew Sweetness gestossen. Ich war ganz angetan von den schönen Täschchen und generell den Nähprojekten, sodass ich nicht lange überlegt und das Set gekauft habe. Hier habe ich Euch das allererste Täschchen – eine Bellevue Pouch – gezeigt. Schon damals hatte ziemlich mit dem Schaumstoff zu kämpfen, vor allem am Reißverschluss. Als zweites Projekt sollte es dann eine Jetset Cinched Bag werden.

Die richtige Verstärkung für die Jetset Cinched Bag

Sara verwendet fast in jedem ihrer Projekte eine Schaumstoffeinlage und so habe ich auch in der Jetset Cinched Bag wieder damit gearbeitet, diesmal allerdings mit Soft and Stable von By Annie’s. Das Kosmetiktäschchen hat richtig viel Spaß gemacht, auch wenn ich schon manchmal einen Knoten im Hirn hatte ;). Und ich habe im Inneren gefühlt etwas zu viel Stoff, macht aber nix.
Mit dem Soft and Stable bin ich schon deutlich besser zurecht gekommen als mit dem kaschierten Schaumstoff von der ersten Pouch. Allerdings musste ich auch keine Reißverschlussnaht auf dem Schaumstoff absteppen ;). Nur mit der Rundung am Boden hatte ich durch die Dicke des Schaumstoffs etwas mehr zu Kämpfen. Dafür verleiht er dem Täschchen auch ganz ohne Inhalt einen tollen Stand.

Jetset Cinched Bag - Minikins
Jetset Cinched Bag - Minikins

Das Netz im Inneren der Jetset Cinched Bag ist super praktisch und hat für den ein oder anderen Urlaub schon die Besten Dienste geleistet. Mit umgestülpten Rand kommt man übrigens überall wunderbar dran und kann die Tasche ganz dekorativ im Bad stehen lassen.

Sew Sweetness - Minikins, die Jetset Cinched Bag

Nur das mit dem schnellen Projekt hat sich nicht so ganz bewahrheitet *lach*. Die Stoffwahl, aus den Tula Pink Allstars, war schnell gemacht und der passende Unistoff auch schnell gefunden. Das Absteppen des Außenstoffs ging auch noch recht flott. Es sind allerdings doch ein paar mehr Nähschritte als gedacht und ich musste immer ganz genau aufpassen, was ich machen soll. Ich mag die Anleitungen von Sew Sweetness soweit eigentlich ganz gerne, aber es fordert doch etwas mehr Konzentration wie normal :).

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit kaschiertem Schaumstoff? Nehmt ihr eine bestimmte Marke am Liebsten oder habt ihr einen guten Ersatz, auf den ihr lieber zurückgreift? Oder kennt ihr einfach einen tollen Trick, der das Verarbeiten erleichtert? Ich werde wohl noch etwas damit testen müssten, denn ich mag den Stand und die Haptik schon sehr gerne.

Sew Sweetness - Minikins, die Jetset Cinched Bag

Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

Im März 2015 hielt ich zum ersten Mal eine Sew Together Bag in meinen Händen. Es war beim Bloggertreffen nach dem ersten Tag der Creativa und sie gehörte Marlies. Ja genau, Marlies von g‘mach in Oberbayern, die noch im gleichen Jahr den Deutschen Sew Along startete. Und obwohl ich den Schnitt schon eine Zeit lang besaß, hatte ich doch noch zu viel Respekt davor. Immer mal wieder wollte ich das Projekt angehen, doch dann kam jedesmal etwas dazwischen ;).

Ende Oktober 2014 war ich zum ersten Mal mit Katharina auf der Kreativwelt und habe dort 5 Designs der Birch Farm Stoffe von Joel Dewberry gekauft. Ich glaube es waren meine ersten Fatquarter, die ich jemals gekauft habe. Klar war, dass ich etwas besonderes daraus nähen wollte, es hat allerding etwas gedauert bis feststand, dass daraus eine Sew Together Bag werden soll. Und bis zur Umsetzung dauerte es nochmal solange *griens*.

Stoffauswahl -Birch Farm

Im Januar letzten Jahres habe ich dann ganz gemütlich mit dem Projekt „meine Sew Together Bag“ angefangen. Und gemütlich ist da wirklich nicht übertrieben. Ich habe mir mit jedem Schritt Zeit gelassen – ganz nach dem Motto „sew slow“. Welcher Stoff kommt wohin, welche Reißverschlüsse verwende ich, welche interfacings verwende ich und bleibt die Außenseite schlicht oder nicht. Über Tage hinweg habe ich mich Stück für Stück mit den Vorbereitungen beschäftigt. In der Zeit nähen andere das ganze Ding fertig *lach*. Aber es hat Spaß gemacht und war genau das richtige Tempo.

Auswahl der richtigen Vlieseinlage

Was mich etwas stutzig machte war, dass eigentlich jede „deutsche“ Sew Together Bag mit Volumenvlies genäht wurde, obwohl es die Originalanleitung gar nicht so vorsieht. Ich mag Volumenvlies in kleineren Täschchen nicht unbedingt so sehr und habe mich daher zumindest fürs Innenleben dagegen entschieden und mit G700 verstärkt, was dem im Original empfohlenen Pelltex F101 auch am nächsten kommt. Nur außen habe ich dann doch Volumenvlies genommen, aber auch nur da ich meine Außenseite quilten wollte.

Gequiltet habe ich in einfachen geraden Linien, da konnte ich mich gut an dem grafischen Muster orientieren und mein Label hat dann sogar perfekt in eines der Rechtecke gepasst. Tja, und dann ging es an das Zusammensetzen der Innentaschen. Langsam und gemächlich…

Sew Together Bag - Innenleben

Ich habe das richtig genossen und weiß gar nicht, warum ich eigentlich solch einen Respekt vor der Sew Together Bag hatte. Etwas länger hatte ich überlegt, ob ich Nadelkissen und Nähnadelaufbewahrung einnähen möchte. Letztendlich habe ich mich aber doch für beides entschieden und das war auch gut so :).

Sew Together Bag Innenleben
Sew Together Bag Innenleben

Das „Schlimmste“ war für mich das Binding, was ich damals noch mit der Maschine angenäht habe. Das sieht nicht überall schön aus und war wahrscheinlich auch nicht unbedingt der einfachere Weg *lach*. Schneller ging es wahrscheinlich schon, doch nach meinem Quilt würde ich das Binding bei einer nächsten Sew Together Bag auf jeden Fall per Hand annähen. Wer hätte gedacht, dass ich das einmal sagen würde ;).

Die fertige Sew Together Bag

Ich bin selbst ganz hin und weg von meiner Sew Together Bag und ganz verliebt in die Stoffe. Ich bin wirklich froh, Stoffe aus einer Serie genommen zu haben. Da passt eben einfach alles schon von vorne herein zusammen. Und die Kombi mit dem bronzefarbenen Reissverschlüssen gefällt mir auch ausgesprochen gut :).

Sew Together Bag
Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies
Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

Aufbewahrt werden in meiner STB übrigens meine Hexies, bzw. genauer die Stoffe, Schablonen, schon geheftete (also geklebte) Hexies und alles an Zubehör, was ich für das laufende Projekt brauche. Wie so viele Werke, ist auch das Hexieprojekt schon ziemlich lang im Gange und braucht wohl auch noch etwas *kicher*. Aber solange sind sie ja bestens aufgehoben und genug Platz ist da ja auch allemal.

STB gefüllt mit Hexies
STB gefüllt mit Hexies
Sew Together Bag gefüllt mit Hexies

Ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzte Sew Together Bag war. Genauso sicher ist allerdings, dass es sicher auch noch eine Weile dauert, bis dies geschieht ;).
Und wie sieht das bei Euch aus? Habt ihr schon eine Sew Together Bag genäht und wenn ja, wofür nutzt ihr sie?

Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag

mein Weg zum 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt 2017

Im Jahr 2017 habe ich es gewagt und habe mein erstes großes Patchworkprojekt begonnen – ein eigener Quilt. Mit Hilfe der 6 Köpfe und zusammen mit vielen anderen Bloggern und Kreativen auf Instagram und Facebook habe ich Monat für Monat einen Block genäht und vieles dazugelernt. Dank der großartigen Anleitungen der 6 Köpfe mit vielen Tipps habe ich jede Herausforderung gemeistert. Dabei war der ein oder andere Block, vor dem ich riesigen Respekt hatte, im Nachhinein gar nicht so schwer.

Nun waren zum Ende des Jahres zwar 12 Blöcke fertig, aber noch einige Entscheidungen zu treffen. Die Überlegungen, welches Sashing und welches Binding ich machen möchte haben dann auch noch ein paar Monate gedauert. Da meine Stoffe der Blöcke schon so wahnsinnig wild waren, war klar, dass ich einen unifarbenen Stoff für das Sashing brauche. Ich habe mich letztendlich für ein khakigrün – ganz genau für „dried moss“ von PureElements entschieden. Das Bindung habe ich aus Resten der Amy Butler Stoffen zusammengestückelt, auch wenn das erst anders geplant war.

Nach 10 Monaten Pause ging es endlich weiter

Anfang Oktober letzten Jahres ging es dann endlich mit dem Sashing weiter. Das Zuschneiden ging dank meinem Stripology Ruler ganz flott und auch das Zusammennähen des Tops war auf einmal schnell erledigt. Auf Instagram habe ich mein „work in progress“ sogar gepostet. Und obwohl ich den Grünton für das Top ganz sorgfältig ausgewählt hatte, war ich mir gar nicht mehr sicher, ob es die richtige Entscheidung war. Das bin ich ehrlich gesagt immer noch nicht. Das eigentliche „Problem“ ist allerdings gar nicht (nur) die Farbe, aber dazu komme ich später nochmal kurz.

Sashing zuschneiden mit dem Stripology Ruler
Binding Stoffauswahl

fertiges Binding

Auch das Zuschneiden und Bügeln des Bindings und sogar das Quilten gingen gut voran. Innerhalb von weniger als 2 Wochen war alles soweit, dass „nur noch“ das Binding angenäht werden musste. Ja und davor hatte ich dann gleich noch mehr Respekt als vor dem Quilten. Ein größeres Problem daran war auch, dass ich wirklich nicht gerne per Hand nähe. Meine Erfahrungen Schrägband oder auch Einfassband im geraden Fadenverlauf mit der Maschine anzunähen verrieten mir allerdings, dass ich mir meinen Quilt wahrscheinlich eher „versaue“ wenn ich zur schnellen Variante greife.

Binding Annähen wip
Binding Annähen wip
erstes Einkuscheln

Bei einem Treffen mit der lieben Katharina von greenfietsen Mitte Oktober habe ich dann alle meine merkwürdigen *lach* Fragen gestellt und mir zeigen lassen, auf was man beim Binding-Nähen von Hand achten sollte. Ein kleiner Kniff für den Fadenanfang und generelle Tipps zum Annähen des Bindings haben mir sehr geholfen, genauso wie die Tipps zur richtigen Nadel. Das macht nämlich einen riesigen Unterschied und ich hatte früher auch einfach keine guten Handnähnadeln. Mittlerweile finde ich das nämlich gar nicht mehr so wild. Und nach ein paar Abenden Einkuscheln unter dem Quilt und gleichzeitigem Annähen des Bindings war es vollbracht. Mein erster eigener Quilt <3.

erster Teaser

Ist mein Quilt eigentlich ein Quilt?

Ganz „klassisch“ ist mein Quilt wahrscheinlich aus mehreren Gründen nicht. Ich habe für meine Couchdecke auf das klassische Quiltsandwich verzichtet und nur ein kuscheliges Plüsch als Rückseitenstoff verwenden. Ganz ohne Vlies in der Mitte. Das war für die Lagen des Quiltsandwichs definitiv etwas einfacher. Dafür musste ich beim Binding ganz schön aufpassen, dass ich das Plüsch wirklich komplett durchsteche. Zum einen war es nicht ganz einfach, da es durch die längeren Fasern manchmal so wirkte, als wäre ich durch und sich beim Ziehen am Faden dann herausstellte, dass dieser sich nur im langen Flor verfangen hat. Zum anderen aber auch da hinter dem Plüsch direkt die Vorderseite kam, und ich so acht geben musste, dass ich nicht komplett durch alle Lagen durchsteche. Ein Vlies in der Mitte hätte hier einiges einfacher gemacht…. vermute ich zumindest und berichte dann nach meiner nächsten Decke ;).

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding im Sonnenlicht
mein 6 Köpfe 12 Blöcke 2017 Samplerquilt im Sonnenlicht

Na und das Quilting sind nur einfache Linien, die ich durch die diagonale Mitte der Blöcke habe laufen lassen. Zusätzlich wollte ich noch jeweils bei einem drittel diagonale Linien nähen und habe nicht bedacht, dass dafür die Breite des Sashings nicht passt, um beim nächsten Block an der richtigen Stelle zu landen.Gewundert habe ich mich beim Anzeichen zwar schon, dass eigentliche Problem aber noch nicht erkannt. Also habe ich es dann einfach passend gemacht *kicher*. Einige Linien sind daher auch alles andere als gerade und es gibt immermal ziemliche Ecken. Aber hey, Versuch macht kluch ;). Dadurch, dass sich bei einem richtigen Quiltsandwich durch das Quilting nochmal eine Art 3D Effekt ergibt, was ich total mag, empfinde ich auch hier meine Variante wieder weniger „richtig“. Natürlich halten meine Quiltlinien die beiden Seiten zusammen, aber der zusätzliche Effekt, der einen Quilt optisch nochmal verändert, der fehlt mir ein bisschen.

mein Fazit

Was ich auf jeden Fall gelernt habe ist, dass es für mich viel schöner ist, wenn man einen (ruhigen) Hintergrundstoff für alle Blöcke nimmt und diese dann auch für das Sashing nutzen kann. Damit wirkt so ein Quilt meiner Meinung nach viel harmonischer. Man hat dann nicht 12 „Kästen“ die alle eher unabhängig voneinander auf einer Decke gelandet sind *lach*. Das ist auch der Grund, warum ich mit meinem Sashing nicht so ganz zufrieden bin. Es ist sehr dunkel und passt nicht ganz so gut, wie ich gedacht hatte. Wenn ich in den Blöcken einen einheitlichen Hintergrundstoff verwendet hätte, wäre dieser sicherlich heller geworden. Höchstwahrscheinlich hätte ich einen Türkiston verwendet und das wäre noch mehr meins gewesen.

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding am Boden

Das wurde mir auch bei meinem Herringbone Kissen nochmal sehr deutlich. Ein paar unifarbene Streifen in türkis und hellblau machen alles viel freundlicher und es passt einfach so gut zu den Amy Butler Stoffen. Türkis passt besser zu mir und harmoniert für mich einfach besser mit den Stoffen als das khakigrün.

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt mit Herringbone Kissen
mein 6 Köpfe – 12 Blöcke Samplerquilt mit Herringbone Kissen

Ich liebe meine Decke trotzdem und vielleicht auch gerade deswegen sehr und nutze sie auch fast jeden Tag. Im Nachhinein würde ich eben einiges anders machen, aber das gehört nun einmal auch dazu. Für mich sind die Amy Butler Stoffe absolute Lieblingsstoffe, von denen manche nun vollständig aufgebraucht sind. Außerdem ist meine erste Decke eines meiner aufwendigsten Projekte überhaupt!

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding auf der Couch

Und auch wenn die Genauigkeit, die man zum Patchworken braucht, nicht immer so ganz mein Ding ist, bin ich wirklich happy mit meinem Werk. Ich hätte am Anfang auch nicht gedacht, dass ich überhaupt das Ganze Jahr durchhalte. Ich bin schon sehr stolz auf meine Decke und mag hier den 6 Köpfen nochmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen! Vielen lieben Dank an Dorthe, Katharina, Andrea, Verena, Nadra und Gesine für Eure Anleitungen und die vielen Tipps zum Patchworken und Quilten!

Wird es einen weiteren Quilt geben?

Es hat zwar wirklich lange gedauert hat, bis meine Decke fertig war, trotzdem ist die zweite für den Schatz in Planung und irgendwie freu ich mich doch schon wieder auf die Herausforderung – der Skill Builder wird genau das tun und dafür sorgen, dass ich meine patchwork skills weiter ausbauen kann. Luft nach oben ist da noch reichlich *zwinker*.

So ihr Lieben, was sagt ihr zu meinem Samplerquilt? Was hättet ihr anders gemacht und welche Erfahrungen habt ihr mit Eurem ersten Quilt gemacht?

mein Weg zum 6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt 2017

mein Herringbone Kissen à la greenfietsen

Nun lag mein Blog mehr als ein Jahr im Dornröschenschlaf und hat auf den passenden „Prinzen“ gewartet, der ihm wieder Leben einhaucht. Zum Glück war meine „Sleeping Beauty“ nicht zu 100 Jahren Schlaf verdonnert. Aber 410 Tage sind ja auch mehr als genug! Die Rolle des „Prinzen“ hat in meinem Stück Katharina von greenfietsen übernommen :).

Herring Bone Kissen von greenfietsen
Herringbone Kissen nach einer Anleitung von greenfietsen

Seit gestern gibt es nämlich ein neues ebook von ihr und ich durfte es vorab schon einmal testen. Es ist ein Patchwork Kissen im Herringbone Muster und ist sowohl für Anfänger als auch erfahrene Patchworker prima geeignet. Da ich Chevron liebe, war ich sofort dabei; auch wenn es dann auch erst mal etwas gedauert hat, bis ich losgelegt habe :).

die größte „Herausforderung“

Am Längsten hat bei mir mal wieder die Stoffwahl bzw. eigentlich mehr das Zuschneiden gedauert. Da ich von meinem 2017er Quilt noch Streifen vom Bindung übrig hatte, stand schnell fest, dass ich ein passendes Kissen zu meiner Decke nähen möchte. Nun mussten nur genug Streifen mit passender Größe zugeschnitten werden und da ich nicht mehr viel von den gemusterten Stoffen übrig hatte, habe ich mit einfarbigen Streifen ergänzt.

Auch die Entscheidung in welcher Reihenfolge die Streifen liegen sollen, hat bei mir nochmal etwas Zeit beansprucht *lach*, aber das Nähen geht Dank der detaillierten Anleitung ganz einfach und auch recht flott von der Hand.

Herringbone Kissen von greenfietsen
40x60cm Kissenhülle mit Reissverschluss

Ich freu mich sehr über mein neues Kissen, in dem ich die letzten 2 Streifen eines absoluten Lieblingsstoffes von Amy Butler vernäht habe. Wenn ihr nun auch gerne ein Herringbone Kissen nähen wollt, dann kann ich Euch die Anleitung von Katharina nur empfehlen. Für ein paar mehr Details schaut ihr am Besten erst noch bei ihrem Blogbeitrag und/oder der eBook Beschreibung vorbei. Danach könnt ihr bei Etsy oder Makerist shoppen gehen und dann kann es auch schon mit der Stoffwahl losgehen :). Viel Spaß dabei!

mein Herringbone Kissen à la greenfietsen

Gypsy Bag – meine neue Alltagstasche

Die liebe Kathrin von Traumzauber hatte vor ein paar Wochen mal wieder zum Probenähen aufgerufen und da ich ihren Stil und ihre „Art“ zu arbeiten sehr mag und schätze, habe ich mich doch gleich mal beworben. Im ersten Teaser hat man noch nicht viel erahnen können, aber ich war mir sicher, dass mir die Tasche gefallen wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Probegenäht werden wollte die Gypsy Bag – eine Beuteltasche mit langen Trägern, zu der prima Unterteilungen und Borten aller Art passen. Hier sind im Schnitt auch gleich eine ganze Menge Möglichkeiten enthalten. Neben 3 Teilungen der Haupttasche, gibt es auch eine Aufsatztasche mit passendem Riegel und Laschen für die Seiten, die man verwenden kann oder eben auch nicht ;). Ganz wie man mag.

Gypsy Bag Traumzauber

Da meine Gypsy Bag meine neue Jeden-Tag-Tasche werden sollte, ist sie im Design eher sehr schlicht ausgefallen. Ich wollte auf jeden Fall Kunstleder verwenden. Und so habe ich in den ersten Tagen die Laschen für die Seiten bestickt. Bestickt? Ja, denn man hat sogar die Möglichkeit den Schnitt gleich mit den passenden Stickdateien zu kaufen und dort sind für die Laschen und den Riegel gleich schon passende Dateien dabei. Aber auch eine Blume für die Taschenfront ist im Set enthalten. Ich habe mich allerdings für die Summer-Circles von Kathrin entschieden und damit meine Front bestickt.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Damit war dann auch klar, dass ich keine Aufsatztasche nähen werde und so nur hinten die kleine Reissverschluss Tasche dazukommt. Tja, und dann hat mich eine fiese Erkältung erwischt und mich ans Bett bzw. die Couch gefesselt. 5 Tage war ich ziemlich komplett ausgeknockt und ans Nähen war nicht so richtig zu denken. Damit war dann auch schnell klar, dass generell nicht mehr viele Verzierungen oder aufwendigere Stickereien etc. dazukommen werden.

Gypsy Bag Traumzauber

So habe ich mich in kleinen Stücken vorgearbeitet, was Dank der tollen Beschreibung überhaupt kein Problem ist. Es dauert auch am längsten, sich zu entscheiden was man alles nähen möchte. Gypsy Bag mit oder ohne Boden, in welcher Größe überhaupt und wie soll der Träger werden – es gibt wirklich viele Varianten. Ich habe die Maxi Variante mit Boden genäht und die Tasche ist wirklich groß. Aber ich mag das, gerade für auf die Arbeit! So geht locker eine 1,5L Flasche Wasser, das Frühstück und im Herbst auch noch das Strickjäckchen, dass man Mittags doch nicht mehr braucht, in die Tasche. Und dann noch eine ganze Menge mehr *lach*.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Innen habe ich einen blau/gelben Paisleystoff verwendet und nach Anleitung Aufsatztaschen genäht, die ich mir in passender Breite abgesteppt habe. Die seitlichen Laschen habe ich mit bronzefarbenen Taschenzubehör mit dem Träger verbunden. Und am Träger habe ich mir durch Druckknöpfe die Möglichkeit offen gehalten, diesen noch zu verstellen bzw. auszutauschen. Auch der Träger mit Verstellmöglichkeiten ist in der Anleitung enthalten.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Ach so, habe ich schon verraten, dass meine Stickereien auf der Aussentasche und den seitlichen Lachen aus glow-in-the-dark Garn sind? Nein? Dann schaut mal, auch in der Nacht sollte meine Tasche so also nicht zu übersehen sein. =D

Gypsy Bag Traumzauber

Alle, die sich gerne noch ein paar buntere, verspieltere Versionen anschauen mögen, schauen am Besten mal auf Kathrins Facebook-Seite vorbei. Das eBook mit und ohne Stickmuster in 4 Größen gibt es momentan noch auf dawanda (ich aktualisiere die links sobald sie mir bekannt sind).

Gypsy Bag Traumzauber

So und nun sagt mal, seid ihr eher für kleine, große oder riesige Taschen zu haben?

verlinkt bei TT – Taschen und Täschchen, HoT und den dienstagsdingen

Laptoptasche aus Kork und Kunstleder

Nach 8 Jahren war es für Mr. T Zeit für einen neuen Laptop. Und da die gekaufte Laptoptasche nicht so gut bei ihm ankam, habe ich angeboten, ihm eine zu nähen. Eigentlich eh schon frech, dass er da nicht auch gleich dran gedacht hat *lach*. Nur das Material musste er selbst aussuchen.

Kork Laptoptasche

Entschieden hat er sich für Kork und braunes Kunstleder. Da das Kunstleder sehr dünn war, habe ich vorgeschlagen, dass ich es mit kaschiertem Schaumstoff „verstärke“ und somit absteppe. Da ich wusste, dass er das gerne mag, war ich auch nicht allzu überrascht, dass er die Idee gut fand. Hach, aber mittlerweile mag ich so abgesteppte Stoffe ja auch sehr, schaut das nicht toll aus?

gestepptes Kunstleder

Na gut, der Rest der Laptoptasche ist sehr schlicht gehalten. Innen habe ich ein Velourleder vernäht und einziges „Täschchen“ das gewünscht war, war eine Einsteckmöglichkeit für einen USB Adapter. Ich wusste erst nicht so Recht, wie ich das kleine Fach umsetzen soll, da der Adapter sehr hoch und scharfkantig ist. Mr. T wollte einfach ein Stück aufgenähtes Gummiband und so im Nachhinein finde ich die Lösung doch ganz gut. Verschlossen wird die Tasche mit einem Klettverschluss (seitlich zwei Stücke wäre allerdings etwas besser gewesen).

Kork Laptoptsche

Tja, nur war die Laptoptasche am Ende dann doch noch nicht so stabil, wie ich mir das gewünscht hätte. Also habe ich ein Stück Decovil I zugeschnitten und dann ging der Kampf los *lach*. Erst war das Stück doch noch ein kleines bisschen zu breit und zu lang war es auch. Also musste es wieder raus, wurde gekürzt und dann musste das Teil ja auch wieder durch die Wendeöffnung rein. Puh, ich sag Euch das war gar nicht so leicht. Aber wir haben den Kampf gewonnen und es hat sich gelohnt. Die Tasche ist nun schön stabil und Schatz ist zufrieden :).

Kork Laptoptasche

Die Kombi Kork und abgestepptes Kunstleder gefällt mir sehr gut und darf zu Sew corklicious, TT – Taschen und Täschchen, HoT und den Dienstagsdingen.

Laptoptasche aus Kork und Kunstleder

It’s tea time – ein mug rug für den Schreibtisch

Schon seit 2011 besitze ich die schöne Stickdatei TeaTime von Huups (Design by Jolijou). Nun endlich habe ich auch mal einen TeaTime mug rug für mich gestickt. Ich hatte bisher nur mal Tassenuntersetzer aus der coffeebreak Serie für mich gemacht und einen TeaTime mug rug verschenkt, aber das konnte ja nun wirklich nicht so bleiben. Ich habe mir sowieso vorgenommen, mal mehr von den Dateien zu verwenden, die ich schon besitze. Ganz egal, ob Schnittmuster, Plott- oder Stickdatei.

TeaTime mug rug jolijou

Neue Linkparty

Na und dann war Katjas neue Linkparty der endgültige Anstoß, dass das mit dem Sticken nun endlich mal wieder was geworden ist. Ich wollte gerne bei der ersten Runde von „Du für Dich am Donnerstag“ mit dabei sein und habe mich am frühen Abend also nach einem noch „machbaren“ Projekt umgeschaut. Und dann sind mir die Mug Rugs eingefallen. Wir sind nämlich auf der Arbeit in ein neues Laborgebäude gezogen und haben dort auch im Bürobereich Schreibplätze. Endlich kann ich die Tasse Tee oder Kaffee direkt auf den Schreibtisch stellen und ich genieße das sehr. Aber genau dafür brauche ich eben auch noch den passenden Tassenteppich.

TeaTime mug rug jolijou

Tja, nur habe ich leider den Stoff nicht komplett eingespannt und der Stoff hat sich dadurch leicht verzogen :/. So schlimm ist es zum Glück nicht, aber hach, das wurmt mich doch ein kleines bisschen. Kennt ihr das oder seid ihr da ganz relaxed? Naja, es hat mir eben auch gezeigt, dass ich mich ruhig auch mal wieder mehr mit dem Sticken beschäftigen darf *lach*. Allerdings habe ich für den mug rug einfach schnell in die Restekiste gegriffen und da waren die Stücke einfach nicht groß genug, um sie noch komplett in den Rahmen zu spannen. Sowas rächt sich dann hinterher ganz schnell.

TeaTime mug rug jolijou

Nun darf mein neuer TeaTime mug rug noch zu den anderen Werken bei der Premiere von „Du für Dich am Donnerstag“. Seid ihr auch dabei?

It's tea time - ein mug rug für den Schreibtisch

Welcome WordPress – bye bye Blogspot

So, hallo ihr Lieben. Auf Instagram habe ich es heute morgen schon gleich früh gepostet. Ich habe die dsgvo zum Anlass genommen, mit meinem Blog zu WordPress zu ziehen. Auch auf blogspot hätte ich ein paar Anpassungen machen müssen und hey, dann kann man sich doch gleich noch ein kleines bisschen *hust* mehr Arbeit machen ;).

Hier und da hakt es noch ein klein wenig. Ich muss eigentlich auch alle posts noch einmal überarbeiten und manchmal fehlt dann doch mal ein Bild ganz. Außerdem möchte mein Archiv-Tool, die Zeitreise durch meinen blog, noch nicht so wie ich.

Das Design

Hach, und wenn dann die ganzen Design-Entscheidungen nicht so schwierig wären. Klar war, dass ich etwas schlichter werden will, aber mit Wiedererkennungswert. Ich mag blogs, auf deren Startseite die kompletten posts aufgelistet sind lieber als die mit Auszügen aus den posts. Aber es gibt schon auch nette Möglichkeiten mit Magazinvorschauen (wie z.B. bei meinen aktuellen Beiträgen).

Was soll in die Sidebar und findet man sich gut zurecht? Muss man zuviel klicken oder scrollen und was macht man als Leser lieber? *lach* Ihr seht ich habe mir es nicht leicht gemacht und probiere auch noch ein bisschen aus. Aber wenn ihr mögt, dürft ihr mir gerne verraten, was Euch besonders gut gefällt oder was vielleicht doch noch unübersichtlich ist. Klar sind Geschmäcker da verschieden, aber ich finde es schon interessant, welche Tools als nützlich angesehen werden und welche ihr überflüssig findet.

Es war einmal…

So sah übrigens mal mein blogspot Blog aus. Für alle, die neu hier sind oder die schon vergessen haben, wie es einmal war. Alles etwas verspielter, ganz schön türkis und vielleicht auch etwas kreativer? Ich mochte mein altes Design, aber ich mag den neuen Look sehr und hoffe, Euch gefällt es auch.

Sewingtini auf blogspot

Worauf ich hier verzichtet habe sind zum einen meine Linkparty-Sammlungs-Seite und auch meine eigene Linkarty: sew corklicious. Bei den Linkpartys fallen momentan ja so einige weg und das aktuell halten ist einfach auch Aufwand. Bei Katja von Nähfrosch gibt es aber z.B. tolle Linkpartys, die auch bleiben werden! Tja, und meine eigene Linkparty. Hier muss ich mich erstmal noch schlau machen, wie das jetzt genau mit der dsgvo und inlinkz ist und ob es „Sew Corklicious“ hier weiter geben wird oder nicht. Ich danke auf jeden Fall allen, die bisher daran teilgenommen haben und hoffe selbst, dass ich sie bald hier wieder starten kann!

update 26.5.18: ja, ich weiß, das ging schnell *lach*. Aber ich habe gute Neuigkeiten: meine Recherche hat ergeben, dass Inlinkz sehr wohl dsgvo konform ist. Es gibt beim Verlinken nun einen zusätzlichen Haken, den man setzen muss und stimmt damit den Bestimmungen und der Datenschutzerklärung von inlinkz zu. Also hier der link: Sew corklicious. Viel Spaß beim Nähen von Kork und anschließendem Verlinken ;).

Chance nutzen

Da in den letzten Tagen leider sehr viele schöne und lieb-gewonnene Blogs auf privat geschaltet wurden, ist die Bloggerwelt gefühlt ein ganzes Stück kleiner geworden :(. Ich hoffe sehr, dass viele sich ein bisschen Zeit nehmen und die Datenschutzverordnung nicht nur als lästig sehen, sondern auch als Chance. Ja ich weiß, das Thema ist etwas lästig aber ja auch nicht einfach nur schlecht. Ich habe es nun eher als Anstoß gesehen, mal etwas frischen Wind auf meinen blog zu bringen. Dabei ist es auch egal, ob blogspot (da tut sich ja seit heute auch was), WordPress oder ganz woanders. Auf ein paar Sachen muss man eben etwas achten und Spaß macht es auch nicht immer. Ich habe zum Teil auch ganz schön geflucht. Aber es hat ja doch geklappt. Na, und wenn ich das geschafft habe, dann schafft ihr das auch!

səʊɪŋ ti:ni

Meine „Blogbeschreibung“ ist etwas ungewöhnlich ausgefallen, aber ich habe mich schon sehr gefreut, dass sie wohl doch ins Auge sticht. Zumindest, wenn man weiß worum es geht ;). Wer mit der Lautschrift unter meinem Blogtitel nichts anzufangen weiß, dem kann ich nur den fantastischen Artikel von Katharina auf greenfietsen empfehlen! Ich denke, dann wird es klar. Die Idee dazu kommt übrigens von meinem Schatz. Und ich habe so immer eine Erinnerung an wunderschöne Momente mit lieben Nähbloggern ganz oben auf dem Blog.

Und nun raus mit der Sprache, wie gefällt es Euch und wie sind Eure Pläne, falls ihr momentan pausiert?

Welcome Wordpress - bye bye Blogspot