SewingTini
5. April 2020 carpe diem

Cricut Maker – cut different

Ich möchte Euch heute gerne den Cricut Maker vorstellen und darüber berichten, was dieser so alles kann und wo der Unterschied zu den hier (noch) etwas bekannteren Silhouette Plottern ist.

Der erste Kontakt

2016 waren wir in Florida im Urlaub und ich habe dort natürlich die Chance genutzt und war in den beiden großen Bastel und Hobby Shops: Joann und Michaels. Dort sind sogar Mr. T in der Papier-Bastel Abteilung die Cricut Plotter aufgefallen. Das dürften damals noch andere Modelle (vermutlich der Explore Air) gewesen sein. Er fand es gut, dass man dort über ein Drehrad schon die häufigsten Materialien auswählen kann und auch das Aussehen und das Zubehör ist uns direkt ins Auge gesprungen. Danach habe ich mich aber eine Weile nicht mehr um die Cricut Plotter „gekümmert“.

Letztes Jahr habe ich in verschiedenen Plotter- und Bastelgruppen immer wieder gesehen, dass sich jemand den Cricut Maker gekauft hat. Ganz oft noch als Import aus UK oder den Niederlanden, etwas später dann auch von deutschen Shops. Mehr als einmal habe ich überlegt, ob ich nicht auch so einen haben möchte ;). Gelobt wurde ganz oft das Schnittbild und mich reizten auch einige Tools, die mein Silhouette Plotter nicht hat.

Ende November war es dann soweit und ich habe den Black Friday Deal genutzt und mir meinen Maker gekauft. Ich habe auch gleich etwas Zubehör dazugekauft *Überraschung* und war sehr gespannt, ob es wirklich einen Unterschied zum „Alten“ gibt.

mein Cricut Maker

mein Cricut Maker

Schon beim Auspacken merkt man den ersten Unterschied zu anderen Herstellern. Irgendwie ist alles sehr hochwertig und fast schon edel verpackt. In einer Pappbox befinden sich 2 schwarze Umschläge „open me first“ und „Materials for your first project“. Darin findet sich dann eine Anleitung zum Anschließen des Makers und eben Material für ein erstes Projekt. Neben einem schwarzen Fineliner, ist eine weiße Klappkarte, ein Stück hellblauer Karton und ein Stück bunte Webware dabei. Der Plotter selbst kommt außerdem mit einem Messer (dem Finepoint Blade) und einer Rollschneideklinge. 2 Schneidematten sind auch dabei: die Blaue ist eine leicht klebende Schneidematte (für Papierarbeiten) und die rosafarbene Schneidematte eine speziell für Stoffe.

Das Zubehör für das erste Projekt mit dem Cricut Maker

Kleinigkeiten, die den Unterschied machen (können)

Schon das Öffnen des Plotters ist ein kleines Highlight. Nur durch kurzes Tippen oder Hochschieben des Deckels öffnet sich dieser von ganz alleine und löst dabei auch den Mechanismus zum Öffnen der vorderen Klappe aus. Außerdem ist alles sehr edel und hochwertig verarbeitet. Bilder sagen hier mehr als Worte. Ich hoffe ich konnte es wenigstens ein bisschen einfangen:

Cricut Maker Opening
Cricut Maker Opening
Cricut Maker Opening
Cricut Maker Opening

Ich habe auch mal eine kleine Animation erstellt. So 100% fängt zwar auch diese die „Magie“ nicht ein, aber ein bisschen Bewegung bringt doch ein bisschen Abwechslung in diesen langen Blogpost ;). p.s.: das Schließen funktioniert übrigens nicht automatisch.

Cricut Maker - cut different

Features

Nicht zu übersehen ist, dass der Maker 2 Halterungen für unterschiedliche Tools hat. Dabei ist die linke Halterungen für Stifte und die Rechte für (verschiedene) Messer gedacht. Durch das Öffnen der Klemmen lassen sich die Tools ganz einfach austauschen.

Nicht sofort ersichtlich ist die Leiste, in der man sein Tablet oder Smartphone stellen kann. Unter der Mattenführung gibt es die Möglichkeit einige der Tools zu verstauen. Da man für das Standard Messer – dem Finepoint Blade – keinen kompletten Ersatz braucht, wenn dieses verschlissen ist, sondern nur die Klinge wechseln muss, gibt es sogar einen kleinen Magneten, an dem man die Ersatzklingen befestigen kann. Es ist also alles bestens durchdacht. Tools, die man jederzeit griffbereit haben möchte kann man in den zwei Fächern links am Plotter aufbewahren. Auch hier wurde mitgedacht: das hintere Fach ist tiefer, für die Stifte oder Entgitterwerkzeuge, und das vordere ist flacher und hat Schaumstoff im Boden, für die sichere Aufbewahrung der Messer.

Fach unter dem Cricut Maker

Das erste Projekt

Das erste Projekt, an dem sozusagen die Bedienung der Software und des Makers gezeigt wird, ist eine Karte, die sowohl gemalte als auch geschnitten Elemente enthält und auf die man sogar noch ein Stück Stoff kleben kann, wenn man das möchte. Man wird Schritt für Schritt durch die einzelnen Arbeitsschritte geführt und hält am Ende seine erste Karte in der Hand. Gerade für Plotterneulinge ist das natürlich total super, aber auch wenn man einen anderen Hersteller gewohnt war, hilft das enorm. Es zeigt sich auch sehr schnell, dass die Software deutlich anders funktioniert. Und wie so oft, hat das seine Vor- aber auch einige Nachteile. Aber darauf komme ich in einem späteren Post mal detaillierter zu sprechen.

Mein erstes Projekt mit dem Cricut Maker
Die erste Karte
Die erste Karte
Anleitung in Design Space
Die erste Karte

Einige der Tools für den Cricut Maker

Je nachdem, für was man seinen Plotter benutzen möchte, gibt es unterschiedliche Werkzeuge. Diese möchte ich Euch nochmal etwas genauer zeigen. Ich habe oben schon erwähnt, dass beim Gerät selbst sowohl die Fine Point Blade, die Rollschneideklinge als auch ein Fineliner dabei waren. Auch schon angedeutet habe ich, dass die beiden Halterung für unterschiedliche Werkzeuge gedacht sind. Starten wir nun mit den Tools für die linke Halterung:

Marker und Pens

In die linke Halterung des Makers passen hauptsächlich die Stifte, die es passend dazu gibt. Diese Stifte gibt es in unterschiedlichen Farben und Stärken. Der mitgelieferte Stift ist ein schwarzer Finepoint Pen mit der Stärke 0.4. Also ein schwarzer Fineliner. Bei den „normalen“ Stiften gibt es zusätzlich noch Glitter Gel Pens, Gel Pens und Metallic Marker. Da ich bisher nur den schwarzen Fine Point Pen habe, ist das folgende Foto etwas unspektakulär ;).

Fine Point Pen

Fabric Pen

Direkt mitbestellt hatte ich mir auch den Fabric Pen. Fast jeder, der näht, hat einen auswaschbaren Markierstift zu Hause, mit dem man Passermarken o.ä. direkt auf dem Stoff anzeichnen kann. Einen solchen in hellblau mit der Stärke 1.0 gibt es auch für den Cricut Maker. Zusammen mit der Rollschneideklinge eröffnen sich für das Nähen damit ganz neue Möglichkeiten. Hier aber erst mal ein weiterer einsamer Stift:

Fabric Pen

Infusible Ink Pens

Es gibt seit Mitte letzten Jahres (in den USA) bzw. Anfang diesen Jahres (in Europa) die Infusible Ink Produkte von Cricut. Hier hatte ich Euch schonmal ein bisschen was dazu erzählt, ich plane aber auch noch einen extra Post zu dem Thema. Da man mit Hilfe der Infusible Ink Stifte und Laserdruckerpapier gezeichnete Designs auf polyesterhaltige Oberflächen transferieren kann, unterscheiden sich die Stifte in der reinen Anwendung zwar nicht von den normalen Pens oder dem Markierstift für Stoffe, doch hinterher sind die Möglichkeiten irgendwie beeindruckender.

Aber ich möchte den Rahmen hier nicht sprengen. Die Infusible Ink Pens gibt es in 2 Sets à 5 Stück: Basic und Neon und diese jeweils in 2 Stärken: 0.4 und 1.0. Da ich die Basics in 0.4 und die Neon in 1.0 gewonnen habe und mir anschließend noch die Basics in 1.0 gekauft habe, ist das Bild der Infusible Ink Pens auch deutlich gefüllter als die beiden vorherigen :).

Infusible Ink Pens

Scoring Pen – Der Falzstift

Zusätzlich zu den anderen Stiften gibt es einen Falzstift, mit dem man Falzlinien auf Papier ziehen kann. Falzlinien helfen einem bei Karten oder Boxen die „Knick“linien sauber zu falten. Von anderen Plotter-Herstellern kennt man, dass solche Falzlinien durch perforierte Linien, die man schneidet, umgesetzt werden. Die wirklich gefalzten Linien werden meist jedoch etwas schöner, da man von außen nicht sieht, dass die Kanten mit dem Plotter erstellt wurden.

Scoring Pen

Soweit mir bekannt ist, war es das auch für die Werkzeuge des linken Halters. Kurz und knapp, ist der linke Halter also für alle Arten von Stiften. Gut, alle Arten ist leicht übertrieben. Ich habe bisher tatsächlich nur Stifte von Cricut ausprobiert. Es gibt wohl Möglichkeiten Stifte von anderen Herstellern, die gleich dick sind direkt oder dünnere Stifte mit Hilfe eines Adapters zu verwenden. Wie gut dies funktioniert, muss ich bei Gelegenheit noch testen.
Kommen wir nun zu der rechten Halterung und einer ganzen Menge mehr Möglichkeiten.

Fine Point Blade

Die Fine Point Blade ist das Standard Messer für den Cricut Maker. Es ist das Messer, das man zum Schneiden von allen dünnen bis mittleren Materialien, wie z.B. Papier, Bastelkarton, Vinyl, Flex- und Flockfolie nimmt. Das Messer besteht aus der Messerhalterung (in silber oder gold) und der Klinge. Ist eine Klinge verschlissen, muss man nur die Klinge ersetzen. Dazu kann man den kleinen Stift oben an der Halterung reindrücken und unten die Klinge vorsichtig herausnehmen. Die neue Klinge einzusetzen ist noch einfacher, da diese durch die Hilfe eines Magneten nach oben in die Halterung gezogen wird.

Fine Point Blade

Bonded Fabric Blade

Man kann auch mit Bügeleinlage verstärkte Stoffe schneiden. Dafür gibt es das Bonded Fabric Blade. Genau wie bei einer Stoffschere, die man nicht für Papier nimmt, empfiehlt es sich auch ein Messer nur für Stoffe zu verwenden. Damit man dieses von der normalen Fine Point Blade unterscheiden kann, ist es genauso wie die Schneidematte für Stoffe, rosafarben. Falls man kein extra Housing kaufen mag, kann man die Bonded Fabric Blades aber auch in der Fine Point Blade Halterung verwenden. (den genauen Unterscheid der beiden Klingen, falls es diesen gibt, konnte ich noch nicht herausfinden *grübel*).

Deep Point Blade

Für dickere Materialien gibt es das Deep Point Blade. Dieses kann Materialien bis ca. 1,5mm Dicke schneiden. Deep ist hier also auch relativ ;). Aber es ist so möglich z.B. Wellpapier, weiches Leder, Stempelmaterial und Moosgummi zu schneiden. Das Deep Point Blade hat eine schwarze Halterung und die Klingen sind aus einem härteren Stahl und haben einen 60°C Winkel (statt 45°C bei den Fine Point Blades). Es ist nicht möglich die Klingen der beiden anderen Messer in der schwarzen Halterung bzw. auch nicht, die deep Point Klinge in den goldenen, silbernen oder rosafarbenen Halterungen zu nutzen!

Rotary Blade – Rollschneideklinge

Der Maker kommt direkt mit der „normalen“, glatten Rollschneideklinge. Mit dieser Klinge kann man Baumwollwebware, dünne Stoffe wie Tüll oder Organza, aber auch Kunstleder, Snappap oder Vlieseline schneiden. Eigentlich alle Arten von Stoffen ;): Es ist keine Verstärkung wie beim Bonded Fabric Blade nötig! Das Rotary Blade ist also ein Rollschneider, der durch den Plotter geführt wird. Man könnte nun zum Beispiel Schnittmusterteile die kleiner als 29x58cm (11.5″x23″) sind mit dem Plotter schneiden lassen und Dank des Fabric Markers sogar vorher wichtige Markierungen wie Passermarken auch vom Maker anzeichnen lassen.
Hier ist allerdings zu beachten, dass die Rollschneideklinge einen kleinen Überschnitt hat (was Dank Nahtzugabe meist nicht schlimm ist) und dass vor allem Webware beim Abziehen von der klebenden Schneidematte am Rand ein bisschen ausfranst. Auch sollten die Kurven nicht zu eng und damit ein zu schneidendes Objekt nicht kleiner als ca. 2cm sein. Je nach Projekt ist das aber trotzdem eine ziemlich coole Sache, wie ich finde :D.

Rotary Blade

Knife Blade

Für Schnitte in dickere und „dichtere“ Materialien gibt es das Knife Blade. So kann man z.B. auch Balsaholz (bis 2,4mm), festes Leder (bis 200g/m3), Spanplatten (Cricut Chipboard bis 2mm), Wellpappe (bis 2,4mm) oder Moosgummi (bis 3mm) schneiden.

Quick Swap Tools

Last but not least gibt es noch das Quick Swap Housing, an das man unterschiedliche „Spitzen“ ansetzen kann. Diese Quick Swap Tips sind alle einzeln oder mit einer Halterung verfügbar. Man braucht so nur eines dieser Tools mit Halterung zu kaufen und kann dann die anderen Tips einzeln erwerben. Der Austausch der verschiednen Spitzen ist auch super einfach. Ähnlich wie bei den Fine Point Blades gibt es oben an der Halterung einen kleinen Stift, den man drückt. So kann man die installierte Spitze unten abnehmen. Die neue Spitze wird einfach drauf gesteckt und rastet durch kleine Bolzen in der Halterung ein. Die folgenden Varianten gibt es (bisher):

Scoring Wheel / Double Scoring Wheel

Zusätzlich zu dem Scoring Stylus gibt es noch diese beiden Falzwerkzeuge. Das Scoring Wheel und das Double Scoring Wheel werden statt im linken Stiftehalter im rechten Messerhalter verwendet und es gibt zusätzlich zum Falzwerkzeug für Papier und andere dünne Materialien eben auch das double Scoring Wheel für dickere Materialien wie z.B. (Well)Pappe oder sicken Karton.

Scoring Wheel
Perforation Blade

Für gestrichelte Schnittlinien gibt es die Perforation Blade. So kann man obwohl in der Software eine gerade Schnittlinie angegeben ist, trotzdem eine perforierte Linien schneiden lassen. Neben Falzlinien, die man so abbilden könnte, kann man aber vor allem Abreisszettel oder eine Klappe zum aufreissen auf einer Karte oder in einer Box gestalten.

Wavy Blade

Mit dieser wellenförmigen Rollschneideklinge kann man neben Papier z.B. auch Stoffe mit einem Wellenrand ausschneiden. Für meine nächsten Bienenwachstücher habe ich den Cricut Maker meine Baumwollwebware zuschneiden lassen. Diese Stoffstücke sehen aus, als hätte ich sie mit der ZickZack Schere zugeschnitten :).

Wavy Blade
Debossing Tip – Feinprägespitze

Mit dem Debossing Tip kann man Papier und Pappe prägen. Selbst veganes Leder und Kunstleder soll funktionieren.

Engraving Tip – Gravurspitze

Mit dieser Spitze kann man Leder, eloxiertes Aluminium, Edelstahl und Plexiglas (bis jeweils max. 2,4mm Dicke) gravieren.

Engraving Tip

Unterschiede zu den Silhouette Plottern

Den Cricut Maker mit dem Silhouette Cameo 3 zu vergleichen ist ein bisschen wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Es gibt mittlerweile den Cameo 4, für den es ähnliche Tools wie für den Maker gibt. Ob diese ähnlich gut, besser oder schlechter schneiden kann und will ich hier gar nicht beurteilen.

Design und Bedienung

Zur generellen Verarbeitung des Plotters und der Messer macht der Cricut Maker den deutlich höhenwertigen Eindruck. Das spiegelt sich aber auch ganz klar im Preis wider. Dafür ist man mit dem Silhouette Cameo gefühlt sowohl mit der Software als auch mit alternativen Werkzeugen oder Stiften (also von anderen Herstellern) deutlich flexibler. Es kommt daher immer mal so ein bisschen der Vergleich zwischen Apple und Windows oder iOs und Android auf ;). Das zeigte sich auch bei dem Meet & Greet von Cricut ein bisschen. Die Firma Cricut legt schon sehr viel Wert darauf den Kunden ein schönes Design zu bieten. Noch wichtiger ist allerdings, dass die Geräte und die Software von jedem bedient werden kann. Das bringt aber eben auch manchmal Einschränkungen (v.a. für erfahrenere Plotterbegeisterte) mit sich. Auch hier kann man parallelen zu Apple nicht ganz verleugnen.

Ein wie ich finde, ziemlich wichtiger Aspekt ist, dass der Maker deutlich leiser ist als die Silhouette Plotter. Der Cameo 4 soll ja sogar nochmal um einiges lauter sein und schon der Cameo 3 konnte sich nun wirklich nicht leise nennen. Das Geräusch vom Cricut Maker ist da wesentlich angenehmer und sein Schnittbild wirklich super sauber!

mein Fazit

Mir persönlich gefällt das Design von Cricut besser, ich habe ein besseres Gefühl bei der Verarbeitung der Geräte und finde auch den Aufbau der Software in einigen Dingen wirklich sehr gut! Da dieses Thema sehr umfangreich ist, werde ich dazu einen eigenen Post schreiben.

Da ich mit dem Maker nun auch einige Materialien verarbeiten kann, die der Cameo 3 nicht schneiden konnte, habe ich tatsächlich auch einen Mehrwert mit meinem neuen Plotter. Ohne darauf jetzt schon genauer einzugehen, gefällt mir auch besonders, dass ich mobil sowohl vom Tablet als auch dem Smartphone arbeiten kann. Die Software teilt die zu schneidenden Teile automatisch nach Farben sortiert auf. Die Schnitteinstellungen werden durch das ausgewählte Material voreingestellt (bringt Vor – und Nachteile mit sich). Bei der Verwendung von Cricut Materialien ist man so aber besonders schnell im Starten des Schneidevorgang und braucht dazu wenig technisches Verständnis.

Wer selbst Motive erstellen möchte, kommt im Design Space von Cricut früher oder später aber wahrscheinlich an seine Grenzen. Allerdings gibt es genug (kostenlose) Software die man nutzen kann, um die Designs vorzubereiten und dann im Maker zu nutzen.

Kennt ihr den Maker schon? Wenn ja, was findet ihr besonders gut? Was vermisst ihr vielleicht? Wenn nicht, habt ihr Fragen zum Gerät oder Wünsche für zukünftige posts? Lasst es mich gerne wissen.

Cricut Maker - cut different

Bienenwachstücher – meine Erfahrungen

Schon eine ganze Weile sieht man immermal wieder Beiträge über selbst gemachte Bienenwachstücher als Ersatz für Frischhalte- oder Alufolie. Da auch fast überall davon berichtet wird, dass man diese ganz einfach und schnell selbst machen kann, war auch ich irgendwann neugierig genug. Ende August 2019 habe ich mir also Bienenwachspellets bei afs bestellt.

Die Herstellung der Bienenwachstücher

Ich habe direkt meinen ersten Versuch gestartet, selbst Bienenwachstücher zu machen. Eigentlich waren diese als Geschenk für ein Augustgeburtstagskind gedacht. Am Tag vorher hab ich also Stoffe rausgesucht und losgelegt.

Ich habe mich zuerst für die „einfache“ Variante entschieden, die ich im Netz auch mit am meisten gefunden habe. Das Stück Stoff auf Backpapier legen, mit den Pellets bestreuen, eine weitere Lage Backpapier drauf und mit dem Bügeleisen die Pellets schmelzen und verteilen.
Klingt super easy und scheint für viele so auch zu funktionieren aber bei mir hat das so einfach nicht geklappt. Das Bienenwachs ließ sich nur sehr schlecht verteilen. Ich hatte immer noch ganz viele Stellen, die noch gar kein Wachs abbekommen haben. Auch dann „einfach“ nochmal Pellets drüber streuen und Weiterbügeln hat mich nicht an ein gewünschtes Ergebnis gebracht. Nicht mal zum selbst verwenden, wäre ich so zufrieden gewesen. An Verschenken war aber gleich schon mal gar nicht zu denken. Es war auch schon eine ziemliche Sauerei, da viel Wachs an den Seiten herausgelaufen ist.

Bienenwachstuch aus weißem Stoff verfärbt sich gelb

Des Weiteren habe ich festgestellt, dass sich weiße und andere helle Stoffe nicht so gut zum Bienenwachstuch eignen. Sie sehen einfach irgendwie dreckig und nicht schön aus. Dass es zu einer gelbliche Verfärbung kommt, war mir ja klar, aber dass diese mich so stört hätte ich nicht gedacht.

Der zweite Versuch

Nun gut, es gab also im August kein kleines Extra in Form von Bienenwachstüchern zum eigentlichen Geburtstagsgeschenk dazu. Es hat dann aber auch noch mal einen guten Monat gedauert, bis ich mich an einen weiteren Versuch gewagt habe. Anfang Oktober stand der nächste Geburtstag an, zu dem ich gerne Bienenwachstücher verschenken wollte. Also in „alter“ Tradition einen Tag vorher beschlossen, die Sache noch einmal anzugehen :).

Diesmal habe ich das Bienenwachs zuerst geschmolzen und das flüssige Wachs mit einem Pinsel auf die Baumwolltücher gestrichen. Dies funktioniert alleine auch noch nicht so perfekt, dass alle Stellen gleichmäßig benetzt sind. Ein anschließendes Bügeln zwischen Backpapier, auch gerne mehrere Tücher gleichzeitig, funktioniert dann aber ganz gut. Falls man das Gefühl hat, dass man ein Tuch mit zu viel Wachs bestrichen kann, kann man auch ein noch nicht bestrichenes Baumwolltuch mit in das Backpapiersandwich legen. Das Tuch nimmt überschüssiges Wachs gut auf.

Die Produktion der Bienenwachstücher

Ich war beim zweiten Versuch auch gleich schon optimistischer, so dass ich vorher 4 Sets à 4 Tüchern in unterschiedlichen Größen zugeschnitten habe. Die Produktion lief soweit ganz gut, man sollte nur auf ein paar Sachen achten. Da das Wachs auch schnell wieder fest wird, sammelt sich nach und nach immer mehr Wachs am Pinsel. Ich konnte es aber durch etwas längeres Tauchen des Pinsel im flüssigen Wachs ganz gut unter Kontrolle halten. Dafür eignet sich ein schmaleres, höheres Gefäß ganz gut.

Umso länger man die selben beiden Blätter Backpapier verwendet, umso mehr Wachs bleibt auch an diesen hängen. Da diese das Wachs nicht aufsaugen, verteilt es sich immer mehr und man muss am Rand sehr aufpassen, dass es dort nicht auf das Bügelbrett läuft. Ich habe das Backpapier zwischendurch komplett auskühlen lassen und das darauf festgewordene Wachs abgezogen. Ich habe die Wachsstücke einfach zurück in meinen Schmelztopf geworfen und in den nächsten Runde wieder aufgeschmolzen.

Wenn man mit dem Bügeln fertig ist, sollte man das Tuch schnell vom Backpapier bzw. den anderen Tüchern lösen. Einmal zu lange gewartet, gibt es Stellen, die nicht so schön aussehen und man bügelt noch einmal nach ;). Aber Vorsicht: im ersten Moment sind diese sehr heiß. Ich habe meine Tücher zum Auskühlen anschließend auf Kuchengitter gelegt. Der Wäscheständer soll aber auch ganz gut funktionieren ;).

Mein Ergebnis

Nun habe ich soviel geschrieben und ungewohnter Weise so wenig Bilder dabei. Hier also nun die „volle Ladung“ meiner bisherigen Bienenwachstücher.

Bienenwachstücher Sets
Banderole von Alles-für-Selbermacher
Set 1
Set 3
Set 4
Bienenwachstücher Set 2
Hamburger Liebe – Dutch Love
Bienenwachstücher Set 2
Größenvergleich

Wir benutzen sie nun eine Weile und ich finde sie machen ihren Job hervorragend. Selbst angeschnittenes Baguette, eingewickelt in ein Bienenwachstuch, bleibt 2 Tage frisch. Halbe Zwiebeln landen regelmäßig im Bienenwachstuch im Kühlschrank und auch Dips in Schalen ohne Deckel bekommen eine Haube aus Bienenwachstuch. Einfrieren im Tuch muss ich noch ausprobieren. Habt ihr da schon Erfahrungen gemacht?

Ein paar weitere Größen und evtl. auch noch runde Tücher mag ich bald noch machen und ich brauche auch wieder ein paar Tücher im Set auf Vorrat zum Verschenken.

Welche Größen sind bei Euch am meisten in Gebrauch? Und wofür verwendet ihr eure Bienenwachstücher?

Bienenwachstücher - meine Erfahrungen

Cricut Meet & Greet

Gestern war ich beim Cricut Meet & Greet Event in Frankfurt. Cricut Europe ist gerade auf Promo Tour durch Europa und das Deutschland Event fand im Marriott Hotel in Frankfurt statt. Ich hatte das Event auf Facebook entdeckt und war gleich interessiert. Da sich Mr. T bereit erklärt hatte, mich zu begleiten, habe ich kurzerhand die „Tickets“ gebucht und das Ganze dingfest gemacht ;).

In der Matrix

Der Konferenzraum im Marriott hieß Matrix und als wir dort ankamen, standen schon einige Plotterbegeisterte wartend im Foyer. Wir haben uns dazugesellt und auf den Einlass gewartet.

In der Matrix ging es dann mit der Begrüßung durch Glenn, dem Head of Cricut Europe, und einer Einführung von Ashish, dem CEO, zur Marke Cricut los. Sehr interessant, wie sie auf den Plotter kamen und was ihre „Mission“ ist. Schönes Design, qualitative Verarbeitung und einfache Bedienung spielen dabei eine große Rolle.

Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt

Neben Miriam von Plottertante, die für das Publikum alles auf deutsch übersetzt hat, waren auch Thorsten von Kreativplotter und Melanie von Ruhrplottkind mit von der Partie. Schon irgendwie spannend, alle mal persönlich zu erleben, auch wenn sich keine richtige Gelegenheit zum direkten Gespräch ergeben hat.

Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt
Cricut Meet & Greet im Marriott Hotel Frankfurt

Cricut Infusible Ink

Nach den Transferpressen war Infusible Ink das nächste Thema. Darauf hatte ich mich schon gefreut. Infusible Ink ist quasi eine Art Sublimationsdruck. Es gibt „Folien“ in verschiedenen Farben und Mustern, die mit dem Plotter geschnitten und anschließend entgittert werden können. Diese „Folien“ bestehen aus mehreren Lagen, u.a. Tinte, Klebeschicht, Papier und Transferfolie. Durch die Übertragung der Tinte mit einer Transferpresse bei hohen Temperaturen wird die Tinte gasförmig und zieht sozusagen in das Gewebe oder die Oberfläche ein. Dadurch gibt es keine spürbaren Kanten, wie bei Flex- oder Flockfolien. Die Farben sind sehr kräftig, auch wenn die Folien selbst eher matt wirken und da sich die Tinte mit dem Gewebe verbindet ist der Druck beständiger und verblasst auch beim Waschen nicht.

Man kann Infusible Ink aber leider nicht auf reiner Baumwolle nutzen. Es benötigt einen (hohen) Polyester Anteil. Es gibt daher auch Shirts, Taschen und Untersetzer von Cricut, die genau auf die Infusible Ink Sheets abgestimmt sind, um beste Ergebnisse zu erzielen. Aber auch Produkte, die man für Sublimationsdruck von anderen Firmen kaufen kann, sollten funktionieren. Es wird nur eben nicht garantiert, dass das Ergebnis dann immer zufriedenstellend ist.

Alternative zu den Sheets

Zusätzlich gibt es aber auch noch Infusible Ink Stifte, mit denen man auf Papier für Laserdrucker malen oder schreiben kann. Auch diese Bilder werden dann mittels Transferpresse übertragen. Man sollte nur aufpassen, da wie bei anderen Heat Transfer Folien auch, das Motiv beim Übertragen gespiegelt wird. Also wenn man Freihand Motive erstellen möchte, müsste man Schriften gespiegelt darstellen. Einfacher ist es, wenn man zum Schreiben dann gleich den Plotter die Arbeit machen lässt.

Ziemlich faszinierend finde ich bei Infusible Ink, dass man auch mehrere Schichten nacheinander auftragen kann. So kann man zum Beispiel erst einen Untergrund in einem hellen Farbverlauf und danach ein Blumenmuster in schwarz weiß aufbringen. Die Blumen sind dann statt in weiß in buntem Farbverlauf gefärbt. Auch kann man die „Folien“ und die Stifte kombinieren und weiße Flächen der Infusible Ink Sheets ausmalen und dann auf das entsprechende Medium aufbringen.

kreative Pause

Nach der Info zu den neuen Infusible Ink Produkten, gab es eine Pause mit leckerem Essen und der Möglichkeit sich über die Werkzeuge des Maker Plotters, den Transferpressen und Infusible Ink zu informieren. Die Pressen durfte man auch direkt selbst testen.

leckerer Nachtisch

Ich habe es in der Pause, in der wir uns hauptsächlich mit Ward von Cricut unterhalten hatten, nur an den Stand mit den kleinen Versionen der Easy Press geschafft. Ich habe zum einen mit der Mini einen Filzuntersetzer mit Flexfolie erstellt und zum anderen mit der Small einen Keramikuntersetzer mit Infusible Ink verschönert. Und obwohl ich vorher wusste, dass die eher matt aussende Folie nach dem Übertragen auf den Untersetzer deutlich kräftiger wirken wird, war ich schon sehr positiv überrascht von den tollen Farben.

Easy Press Mini
Flexfolie auf Filz
Infusible Ink auf Keramikuntersetzer

Die Pause war eigentlich gar nicht so kurz, aber trotzdem ganz schnell vorbei und es ging weiter im Programm.

Cricut Design Space

Nach der Pause hat Sabien von Cricut die Desktop Version von Design Space, der Software für die Cricut Plotter, vorgestellt. Diese ist erst seit kurzem verfügbar und soll u.a. auch einige Ladeprobleme der Online Version verringern und generell das Arbeiten damit schneller machen. Außerdem ist man so natürlich auch nicht auf eine Internetverbindung angewiesen.

Zur Software konnte man dann auch direkt Fragen stellen. Es wird auf jeden Fall bald eine vollständige(re) Übersetzung ins deutsche geben und auch an zusätzlichen Funktionen wird gearbeitet. Auch wenn für die weiteren Funktionen keine Aussage gemacht wurde, wann das passieren wird. Denn Cricut ist es wichtig, nicht einfach eine neue Funktion zur Verfügung zu stellen, sondern dass diese auch einfach umzusetzen ist – für alle, nicht nur für Designer und Computer Profis.

Cricut Meet & Greet

Danach ging es auch nahtlos in die Q&A Session über, in der jeder generelle Fragen zu den Cricut Produkten stellen konnte. Die Kunden werden bei Cricut auch nicht als Kunden sondern Mitglieder verstanden. Und deshalb kann man sich auch jeder Zeit mit Problemen an die Mitarbeiter vom „Member Care“ wenden. Telefonsupport gibt es zwar momentan nur in englisch, aber den Chat gibt es schon auf deutsch!

Verlosung

Den krönenden Abschluss des Meet & Greets machte eine Verlosung von 9 Preisen. Neben 5 Materialpaketen, gab es auch 2x die Easy Press, einen Explore Air und den Maker jeweils mit Zubehör zu gewinnen. Niemals hätte ich gedacht, dass Ashish am Ende die gelbe #67 aus dem Lostopf zieht. Ich bin immer noch ganz geflashed. Der Heimweg per Zug war dann etwas anstrengend *lach*. Der Maker wiegt nämlich ganz schön was. Zum Glück hatte mich Mr. T begleitet und konnte tragen helfen. Vielen Dank! 🙂

Cricut Gewinn

Heute habe ich dann mal ein Foto gemacht und das meiste danach gleich ausgepackt. Neben dem Plotter gab es noch weitere Werkzeuge dazu. Ein Set zum Entgittern mit Haken, Spatel, Pinzette, Schere und Rakel braucht man zum Plotten immer.
Mit dem Scoring Wheel kann man Papier und Pappe falzen und das Double Scoring Wheel kann man für stärke Materialien wie Karton verwenden. Mit der Engraving Tip kann man Plexiglas, Metall oder Leder gravieren –> das mag ich auf jeden Fall mal ausprobieren und bin schon sehr gespannt. Zum Schneiden gab es Holographic-Vinylfolie in 3 Farben dazu. Die schimmert total schön :).

Material für Infusible Ink durfte natürlich auch nicht fehlen. Dabei sind 2 Sheets in schwarz und schwarz/weiß mit Blumenmuster, 2 Stifte Sets, runde Keramikuntersetzer und ein Stoffbeutel aus Polyester. Außerdem gab es noch das BrightPad dazu, ein LightPad, das z.B. das Entgittern oder Paper Piecing vereinfachen kann. Und last but not least das Cricut Maskottchen in Kobaltblau. Also wirklich ein Mega Set!

Und ihr?

Ich kann es immer noch gar nicht so richtig glauben. Da fährt man zum Feierabend nach Frankfurt, um „nur mal zu gucken“ und kommt mit einem brandneuen Plotter mitsamt Zubehör, das das Plotterherz höher schlagen lässt, nach Hause. Einfach so :O. Vielen Dank an Cricut für diesen tollen Abend und einem Finale, das mich ziemlich umgehauen hat.

So und nun ihr Lieben, sagt mal: kennt ihr die Marke Cricut schon? Interessiert es euch, mehr Infos zu den Plottern, der Easy Press oder Infusible Ink zu bekommen? Ich habe jetzt erstmal einiges zum Ausprobieren, versuche aber gerne Eure Fragen zu beantworten.

Cricut Meet & Greet

Sew Sweetness – Minikins, die Jetset Cinched Bag

Als ich noch in einem Probeplott Team war, war ich auf der Suche nach kleinen, schnellen Projekten. Ich wollte mal schnell was nähen können, um die getesteten Plotts schön in Szene zu setzen. Dabei bin ich im letzten Jahr über die Minikins von Sara von Sew Sweetness gestossen. Ich war ganz angetan von den schönen Täschchen und generell den Nähprojekten, sodass ich nicht lange überlegt und das Set gekauft habe. Hier habe ich Euch das allererste Täschchen – eine Bellevue Pouch – gezeigt. Schon damals hatte ziemlich mit dem Schaumstoff zu kämpfen, vor allem am Reißverschluss. Als zweites Projekt sollte es dann eine Jetset Cinched Bag werden.

Die richtige Verstärkung für die Jetset Cinched Bag

Sara verwendet fast in jedem ihrer Projekte eine Schaumstoffeinlage und so habe ich auch in der Jetset Cinched Bag wieder damit gearbeitet, diesmal allerdings mit Soft and Stable von By Annie’s. Das Kosmetiktäschchen hat richtig viel Spaß gemacht, auch wenn ich schon manchmal einen Knoten im Hirn hatte ;). Und ich habe im Inneren gefühlt etwas zu viel Stoff, macht aber nix.
Mit dem Soft and Stable bin ich schon deutlich besser zurecht gekommen als mit dem kaschierten Schaumstoff von der ersten Pouch. Allerdings musste ich auch keine Reißverschlussnaht auf dem Schaumstoff absteppen ;). Nur mit der Rundung am Boden hatte ich durch die Dicke des Schaumstoffs etwas mehr zu Kämpfen. Dafür verleiht er dem Täschchen auch ganz ohne Inhalt einen tollen Stand.

Jetset Cinched Bag - Minikins
Jetset Cinched Bag - Minikins

Das Netz im Inneren der Jetset Cinched Bag ist super praktisch und hat für den ein oder anderen Urlaub schon die Besten Dienste geleistet. Mit umgestülpten Rand kommt man übrigens überall wunderbar dran und kann die Tasche ganz dekorativ im Bad stehen lassen.

Sew Sweetness - Minikins, die Jetset Cinched Bag

Nur das mit dem schnellen Projekt hat sich nicht so ganz bewahrheitet *lach*. Die Stoffwahl, aus den Tula Pink Allstars, war schnell gemacht und der passende Unistoff auch schnell gefunden. Das Absteppen des Außenstoffs ging auch noch recht flott. Es sind allerdings doch ein paar mehr Nähschritte als gedacht und ich musste immer ganz genau aufpassen, was ich machen soll. Ich mag die Anleitungen von Sew Sweetness soweit eigentlich ganz gerne, aber es fordert doch etwas mehr Konzentration wie normal :).

Wie sind denn Eure Erfahrungen mit kaschiertem Schaumstoff? Nehmt ihr eine bestimmte Marke am Liebsten oder habt ihr einen guten Ersatz, auf den ihr lieber zurückgreift? Oder kennt ihr einfach einen tollen Trick, der das Verarbeiten erleichtert? Ich werde wohl noch etwas damit testen müssten, denn ich mag den Stand und die Haptik schon sehr gerne.

Sew Sweetness - Minikins, die Jetset Cinched Bag

Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

Im März 2015 hielt ich zum ersten Mal eine Sew Together Bag in meinen Händen. Es war beim Bloggertreffen nach dem ersten Tag der Creativa und sie gehörte Marlies. Ja genau, Marlies von g‘mach in Oberbayern, die noch im gleichen Jahr den Deutschen Sew Along startete. Und obwohl ich den Schnitt schon eine Zeit lang besaß, hatte ich doch noch zu viel Respekt davor. Immer mal wieder wollte ich das Projekt angehen, doch dann kam jedesmal etwas dazwischen ;).

Ende Oktober 2014 war ich zum ersten Mal mit Katharina auf der Kreativwelt und habe dort 5 Designs der Birch Farm Stoffe von Joel Dewberry gekauft. Ich glaube es waren meine ersten Fatquarter, die ich jemals gekauft habe. Klar war, dass ich etwas besonderes daraus nähen wollte, es hat allerding etwas gedauert bis feststand, dass daraus eine Sew Together Bag werden soll. Und bis zur Umsetzung dauerte es nochmal solange *griens*.

Stoffauswahl -Birch Farm

Im Januar letzten Jahres habe ich dann ganz gemütlich mit dem Projekt „meine Sew Together Bag“ angefangen. Und gemütlich ist da wirklich nicht übertrieben. Ich habe mir mit jedem Schritt Zeit gelassen – ganz nach dem Motto „sew slow“. Welcher Stoff kommt wohin, welche Reißverschlüsse verwende ich, welche interfacings verwende ich und bleibt die Außenseite schlicht oder nicht. Über Tage hinweg habe ich mich Stück für Stück mit den Vorbereitungen beschäftigt. In der Zeit nähen andere das ganze Ding fertig *lach*. Aber es hat Spaß gemacht und war genau das richtige Tempo.

Auswahl der richtigen Vlieseinlage

Was mich etwas stutzig machte war, dass eigentlich jede „deutsche“ Sew Together Bag mit Volumenvlies genäht wurde, obwohl es die Originalanleitung gar nicht so vorsieht. Ich mag Volumenvlies in kleineren Täschchen nicht unbedingt so sehr und habe mich daher zumindest fürs Innenleben dagegen entschieden und mit G700 verstärkt, was dem im Original empfohlenen Pelltex F101 auch am nächsten kommt. Nur außen habe ich dann doch Volumenvlies genommen, aber auch nur da ich meine Außenseite quilten wollte.

Gequiltet habe ich in einfachen geraden Linien, da konnte ich mich gut an dem grafischen Muster orientieren und mein Label hat dann sogar perfekt in eines der Rechtecke gepasst. Tja, und dann ging es an das Zusammensetzen der Innentaschen. Langsam und gemächlich…

Sew Together Bag - Innenleben

Ich habe das richtig genossen und weiß gar nicht, warum ich eigentlich solch einen Respekt vor der Sew Together Bag hatte. Etwas länger hatte ich überlegt, ob ich Nadelkissen und Nähnadelaufbewahrung einnähen möchte. Letztendlich habe ich mich aber doch für beides entschieden und das war auch gut so :).

Sew Together Bag Innenleben
Sew Together Bag Innenleben

Das „Schlimmste“ war für mich das Binding, was ich damals noch mit der Maschine angenäht habe. Das sieht nicht überall schön aus und war wahrscheinlich auch nicht unbedingt der einfachere Weg *lach*. Schneller ging es wahrscheinlich schon, doch nach meinem Quilt würde ich das Binding bei einer nächsten Sew Together Bag auf jeden Fall per Hand annähen. Wer hätte gedacht, dass ich das einmal sagen würde ;).

Die fertige Sew Together Bag

Ich bin selbst ganz hin und weg von meiner Sew Together Bag und ganz verliebt in die Stoffe. Ich bin wirklich froh, Stoffe aus einer Serie genommen zu haben. Da passt eben einfach alles schon von vorne herein zusammen. Und die Kombi mit dem bronzefarbenen Reissverschlüssen gefällt mir auch ausgesprochen gut :).

Sew Together Bag
Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies
Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

Aufbewahrt werden in meiner STB übrigens meine Hexies, bzw. genauer die Stoffe, Schablonen, schon geheftete (also geklebte) Hexies und alles an Zubehör, was ich für das laufende Projekt brauche. Wie so viele Werke, ist auch das Hexieprojekt schon ziemlich lang im Gange und braucht wohl auch noch etwas *kicher*. Aber solange sind sie ja bestens aufgehoben und genug Platz ist da ja auch allemal.

STB gefüllt mit Hexies
STB gefüllt mit Hexies
Sew Together Bag gefüllt mit Hexies

Ich bin mir sicher, dass dies nicht meine letzte Sew Together Bag war. Genauso sicher ist allerdings, dass es sicher auch noch eine Weile dauert, bis dies geschieht ;).
Und wie sieht das bei Euch aus? Habt ihr schon eine Sew Together Bag genäht und wenn ja, wofür nutzt ihr sie?

Sew Together Bag zur Aufbewahrung meine Hexies

verlinkt bei Du für Dich am Donnerstag

mein Weg zum 6 Köpfe – 12 Blöcke Quilt 2017

Im Jahr 2017 habe ich es gewagt und habe mein erstes großes Patchworkprojekt begonnen – ein eigener Quilt. Mit Hilfe der 6 Köpfe und zusammen mit vielen anderen Bloggern und Kreativen auf Instagram und Facebook habe ich Monat für Monat einen Block genäht und vieles dazugelernt. Dank der großartigen Anleitungen der 6 Köpfe mit vielen Tipps habe ich jede Herausforderung gemeistert. Dabei war der ein oder andere Block, vor dem ich riesigen Respekt hatte, im Nachhinein gar nicht so schwer.

Nun waren zum Ende des Jahres zwar 12 Blöcke fertig, aber noch einige Entscheidungen zu treffen. Die Überlegungen, welches Sashing und welches Binding ich machen möchte haben dann auch noch ein paar Monate gedauert. Da meine Stoffe der Blöcke schon so wahnsinnig wild waren, war klar, dass ich einen unifarbenen Stoff für das Sashing brauche. Ich habe mich letztendlich für ein khakigrün – ganz genau für „dried moss“ von PureElements entschieden. Das Bindung habe ich aus Resten der Amy Butler Stoffen zusammengestückelt, auch wenn das erst anders geplant war.

Nach 10 Monaten Pause ging es endlich weiter

Anfang Oktober letzten Jahres ging es dann endlich mit dem Sashing weiter. Das Zuschneiden ging dank meinem Stripology Ruler ganz flott und auch das Zusammennähen des Tops war auf einmal schnell erledigt. Auf Instagram habe ich mein „work in progress“ sogar gepostet. Und obwohl ich den Grünton für das Top ganz sorgfältig ausgewählt hatte, war ich mir gar nicht mehr sicher, ob es die richtige Entscheidung war. Das bin ich ehrlich gesagt immer noch nicht. Das eigentliche „Problem“ ist allerdings gar nicht (nur) die Farbe, aber dazu komme ich später nochmal kurz.

Sashing zuschneiden mit dem Stripology Ruler
Binding Stoffauswahl

fertiges Binding

Auch das Zuschneiden und Bügeln des Bindings und sogar das Quilten gingen gut voran. Innerhalb von weniger als 2 Wochen war alles soweit, dass „nur noch“ das Binding angenäht werden musste. Ja und davor hatte ich dann gleich noch mehr Respekt als vor dem Quilten. Ein größeres Problem daran war auch, dass ich wirklich nicht gerne per Hand nähe. Meine Erfahrungen Schrägband oder auch Einfassband im geraden Fadenverlauf mit der Maschine anzunähen verrieten mir allerdings, dass ich mir meinen Quilt wahrscheinlich eher „versaue“ wenn ich zur schnellen Variante greife.

Binding Annähen wip
Binding Annähen wip
erstes Einkuscheln

Bei einem Treffen mit der lieben Katharina von greenfietsen Mitte Oktober habe ich dann alle meine merkwürdigen *lach* Fragen gestellt und mir zeigen lassen, auf was man beim Binding-Nähen von Hand achten sollte. Ein kleiner Kniff für den Fadenanfang und generelle Tipps zum Annähen des Bindings haben mir sehr geholfen, genauso wie die Tipps zur richtigen Nadel. Das macht nämlich einen riesigen Unterschied und ich hatte früher auch einfach keine guten Handnähnadeln. Mittlerweile finde ich das nämlich gar nicht mehr so wild. Und nach ein paar Abenden Einkuscheln unter dem Quilt und gleichzeitigem Annähen des Bindings war es vollbracht. Mein erster eigener Quilt <3.

erster Teaser

Ist mein Quilt eigentlich ein Quilt?

Ganz „klassisch“ ist mein Quilt wahrscheinlich aus mehreren Gründen nicht. Ich habe für meine Couchdecke auf das klassische Quiltsandwich verzichtet und nur ein kuscheliges Plüsch als Rückseitenstoff verwenden. Ganz ohne Vlies in der Mitte. Das war für die Lagen des Quiltsandwichs definitiv etwas einfacher. Dafür musste ich beim Binding ganz schön aufpassen, dass ich das Plüsch wirklich komplett durchsteche. Zum einen war es nicht ganz einfach, da es durch die längeren Fasern manchmal so wirkte, als wäre ich durch und sich beim Ziehen am Faden dann herausstellte, dass dieser sich nur im langen Flor verfangen hat. Zum anderen aber auch da hinter dem Plüsch direkt die Vorderseite kam, und ich so acht geben musste, dass ich nicht komplett durch alle Lagen durchsteche. Ein Vlies in der Mitte hätte hier einiges einfacher gemacht…. vermute ich zumindest und berichte dann nach meiner nächsten Decke ;).

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding im Sonnenlicht
mein 6 Köpfe 12 Blöcke 2017 Samplerquilt im Sonnenlicht

Na und das Quilting sind nur einfache Linien, die ich durch die diagonale Mitte der Blöcke habe laufen lassen. Zusätzlich wollte ich noch jeweils bei einem drittel diagonale Linien nähen und habe nicht bedacht, dass dafür die Breite des Sashings nicht passt, um beim nächsten Block an der richtigen Stelle zu landen.Gewundert habe ich mich beim Anzeichen zwar schon, dass eigentliche Problem aber noch nicht erkannt. Also habe ich es dann einfach passend gemacht *kicher*. Einige Linien sind daher auch alles andere als gerade und es gibt immermal ziemliche Ecken. Aber hey, Versuch macht kluch ;). Dadurch, dass sich bei einem richtigen Quiltsandwich durch das Quilting nochmal eine Art 3D Effekt ergibt, was ich total mag, empfinde ich auch hier meine Variante wieder weniger „richtig“. Natürlich halten meine Quiltlinien die beiden Seiten zusammen, aber der zusätzliche Effekt, der einen Quilt optisch nochmal verändert, der fehlt mir ein bisschen.

mein Fazit

Was ich auf jeden Fall gelernt habe ist, dass es für mich viel schöner ist, wenn man einen (ruhigen) Hintergrundstoff für alle Blöcke nimmt und diese dann auch für das Sashing nutzen kann. Damit wirkt so ein Quilt meiner Meinung nach viel harmonischer. Man hat dann nicht 12 „Kästen“ die alle eher unabhängig voneinander auf einer Decke gelandet sind *lach*. Das ist auch der Grund, warum ich mit meinem Sashing nicht so ganz zufrieden bin. Es ist sehr dunkel und passt nicht ganz so gut, wie ich gedacht hatte. Wenn ich in den Blöcken einen einheitlichen Hintergrundstoff verwendet hätte, wäre dieser sicherlich heller geworden. Höchstwahrscheinlich hätte ich einen Türkiston verwendet und das wäre noch mehr meins gewesen.

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding am Boden

Das wurde mir auch bei meinem Herringbone Kissen nochmal sehr deutlich. Ein paar unifarbene Streifen in türkis und hellblau machen alles viel freundlicher und es passt einfach so gut zu den Amy Butler Stoffen. Türkis passt besser zu mir und harmoniert für mich einfach besser mit den Stoffen als das khakigrün.

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt mit Herringbone Kissen
mein 6 Köpfe – 12 Blöcke Samplerquilt mit Herringbone Kissen

Ich liebe meine Decke trotzdem und vielleicht auch gerade deswegen sehr und nutze sie auch fast jeden Tag. Im Nachhinein würde ich eben einiges anders machen, aber das gehört nun einmal auch dazu. Für mich sind die Amy Butler Stoffe absolute Lieblingsstoffe, von denen manche nun vollständig aufgebraucht sind. Außerdem ist meine erste Decke eines meiner aufwendigsten Projekte überhaupt!

6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt Binding auf der Couch

Und auch wenn die Genauigkeit, die man zum Patchworken braucht, nicht immer so ganz mein Ding ist, bin ich wirklich happy mit meinem Werk. Ich hätte am Anfang auch nicht gedacht, dass ich überhaupt das Ganze Jahr durchhalte. Ich bin schon sehr stolz auf meine Decke und mag hier den 6 Köpfen nochmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen! Vielen lieben Dank an Dorthe, Katharina, Andrea, Verena, Nadra und Gesine für Eure Anleitungen und die vielen Tipps zum Patchworken und Quilten!

Wird es einen weiteren Quilt geben?

Es hat zwar wirklich lange gedauert hat, bis meine Decke fertig war, trotzdem ist die zweite für den Schatz in Planung und irgendwie freu ich mich doch schon wieder auf die Herausforderung – der Skill Builder wird genau das tun und dafür sorgen, dass ich meine patchwork skills weiter ausbauen kann. Luft nach oben ist da noch reichlich *zwinker*.

So ihr Lieben, was sagt ihr zu meinem Samplerquilt? Was hättet ihr anders gemacht und welche Erfahrungen habt ihr mit Eurem ersten Quilt gemacht?

mein Weg zum 6 Köpfe - 12 Blöcke Quilt 2017

mein Herringbone Kissen à la greenfietsen

Nun lag mein Blog mehr als ein Jahr im Dornröschenschlaf und hat auf den passenden „Prinzen“ gewartet, der ihm wieder Leben einhaucht. Zum Glück war meine „Sleeping Beauty“ nicht zu 100 Jahren Schlaf verdonnert. Aber 410 Tage sind ja auch mehr als genug! Die Rolle des „Prinzen“ hat in meinem Stück Katharina von greenfietsen übernommen :).

Herring Bone Kissen von greenfietsen
Herringbone Kissen nach einer Anleitung von greenfietsen

Seit gestern gibt es nämlich ein neues ebook von ihr und ich durfte es vorab schon einmal testen. Es ist ein Patchwork Kissen im Herringbone Muster und ist sowohl für Anfänger als auch erfahrene Patchworker prima geeignet. Da ich Chevron liebe, war ich sofort dabei; auch wenn es dann auch erst mal etwas gedauert hat, bis ich losgelegt habe :).

die größte „Herausforderung“

Am Längsten hat bei mir mal wieder die Stoffwahl bzw. eigentlich mehr das Zuschneiden gedauert. Da ich von meinem 2017er Quilt noch Streifen vom Bindung übrig hatte, stand schnell fest, dass ich ein passendes Kissen zu meiner Decke nähen möchte. Nun mussten nur genug Streifen mit passender Größe zugeschnitten werden und da ich nicht mehr viel von den gemusterten Stoffen übrig hatte, habe ich mit einfarbigen Streifen ergänzt.

Auch die Entscheidung in welcher Reihenfolge die Streifen liegen sollen, hat bei mir nochmal etwas Zeit beansprucht *lach*, aber das Nähen geht Dank der detaillierten Anleitung ganz einfach und auch recht flott von der Hand.

Herringbone Kissen von greenfietsen
40x60cm Kissenhülle mit Reissverschluss

Ich freu mich sehr über mein neues Kissen, in dem ich die letzten 2 Streifen eines absoluten Lieblingsstoffes von Amy Butler vernäht habe. Wenn ihr nun auch gerne ein Herringbone Kissen nähen wollt, dann kann ich Euch die Anleitung von Katharina nur empfehlen. Für ein paar mehr Details schaut ihr am Besten erst noch bei ihrem Blogbeitrag und/oder der eBook Beschreibung vorbei. Danach könnt ihr bei Etsy oder Makerist shoppen gehen und dann kann es auch schon mit der Stoffwahl losgehen :). Viel Spaß dabei!

mein Herringbone Kissen à la greenfietsen

Gypsy Bag – meine neue Alltagstasche

Die liebe Kathrin von Traumzauber hatte vor ein paar Wochen mal wieder zum Probenähen aufgerufen und da ich ihren Stil und ihre „Art“ zu arbeiten sehr mag und schätze, habe ich mich doch gleich mal beworben. Im ersten Teaser hat man noch nicht viel erahnen können, aber ich war mir sicher, dass mir die Tasche gefallen wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Probegenäht werden wollte die Gypsy Bag – eine Beuteltasche mit langen Trägern, zu der prima Unterteilungen und Borten aller Art passen. Hier sind im Schnitt auch gleich eine ganze Menge Möglichkeiten enthalten. Neben 3 Teilungen der Haupttasche, gibt es auch eine Aufsatztasche mit passendem Riegel und Laschen für die Seiten, die man verwenden kann oder eben auch nicht ;). Ganz wie man mag.

Gypsy Bag Traumzauber

Da meine Gypsy Bag meine neue Jeden-Tag-Tasche werden sollte, ist sie im Design eher sehr schlicht ausgefallen. Ich wollte auf jeden Fall Kunstleder verwenden. Und so habe ich in den ersten Tagen die Laschen für die Seiten bestickt. Bestickt? Ja, denn man hat sogar die Möglichkeit den Schnitt gleich mit den passenden Stickdateien zu kaufen und dort sind für die Laschen und den Riegel gleich schon passende Dateien dabei. Aber auch eine Blume für die Taschenfront ist im Set enthalten. Ich habe mich allerdings für die Summer-Circles von Kathrin entschieden und damit meine Front bestickt.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Damit war dann auch klar, dass ich keine Aufsatztasche nähen werde und so nur hinten die kleine Reissverschluss Tasche dazukommt. Tja, und dann hat mich eine fiese Erkältung erwischt und mich ans Bett bzw. die Couch gefesselt. 5 Tage war ich ziemlich komplett ausgeknockt und ans Nähen war nicht so richtig zu denken. Damit war dann auch schnell klar, dass generell nicht mehr viele Verzierungen oder aufwendigere Stickereien etc. dazukommen werden.

Gypsy Bag Traumzauber

So habe ich mich in kleinen Stücken vorgearbeitet, was Dank der tollen Beschreibung überhaupt kein Problem ist. Es dauert auch am längsten, sich zu entscheiden was man alles nähen möchte. Gypsy Bag mit oder ohne Boden, in welcher Größe überhaupt und wie soll der Träger werden – es gibt wirklich viele Varianten. Ich habe die Maxi Variante mit Boden genäht und die Tasche ist wirklich groß. Aber ich mag das, gerade für auf die Arbeit! So geht locker eine 1,5L Flasche Wasser, das Frühstück und im Herbst auch noch das Strickjäckchen, dass man Mittags doch nicht mehr braucht, in die Tasche. Und dann noch eine ganze Menge mehr *lach*.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Innen habe ich einen blau/gelben Paisleystoff verwendet und nach Anleitung Aufsatztaschen genäht, die ich mir in passender Breite abgesteppt habe. Die seitlichen Laschen habe ich mit bronzefarbenen Taschenzubehör mit dem Träger verbunden. Und am Träger habe ich mir durch Druckknöpfe die Möglichkeit offen gehalten, diesen noch zu verstellen bzw. auszutauschen. Auch der Träger mit Verstellmöglichkeiten ist in der Anleitung enthalten.

Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber Gypsy Bag Traumzauber

Ach so, habe ich schon verraten, dass meine Stickereien auf der Aussentasche und den seitlichen Lachen aus glow-in-the-dark Garn sind? Nein? Dann schaut mal, auch in der Nacht sollte meine Tasche so also nicht zu übersehen sein. =D

Gypsy Bag Traumzauber

Alle, die sich gerne noch ein paar buntere, verspieltere Versionen anschauen mögen, schauen am Besten mal auf Kathrins Facebook-Seite vorbei. Das eBook mit und ohne Stickmuster in 4 Größen gibt es momentan noch auf dawanda (ich aktualisiere die links sobald sie mir bekannt sind).

Gypsy Bag Traumzauber

So und nun sagt mal, seid ihr eher für kleine, große oder riesige Taschen zu haben?

verlinkt bei TT – Taschen und Täschchen, HoT und den dienstagsdingen

Laptoptasche aus Kork und Kunstleder

Nach 8 Jahren war es für Mr. T Zeit für einen neuen Laptop. Und da die gekaufte Laptoptasche nicht so gut bei ihm ankam, habe ich angeboten, ihm eine zu nähen. Eigentlich eh schon frech, dass er da nicht auch gleich dran gedacht hat *lach*. Nur das Material musste er selbst aussuchen.

Kork Laptoptasche

Entschieden hat er sich für Kork und braunes Kunstleder. Da das Kunstleder sehr dünn war, habe ich vorgeschlagen, dass ich es mit kaschiertem Schaumstoff „verstärke“ und somit absteppe. Da ich wusste, dass er das gerne mag, war ich auch nicht allzu überrascht, dass er die Idee gut fand. Hach, aber mittlerweile mag ich so abgesteppte Stoffe ja auch sehr, schaut das nicht toll aus?

gestepptes Kunstleder

Na gut, der Rest der Laptoptasche ist sehr schlicht gehalten. Innen habe ich ein Velourleder vernäht und einziges „Täschchen“ das gewünscht war, war eine Einsteckmöglichkeit für einen USB Adapter. Ich wusste erst nicht so Recht, wie ich das kleine Fach umsetzen soll, da der Adapter sehr hoch und scharfkantig ist. Mr. T wollte einfach ein Stück aufgenähtes Gummiband und so im Nachhinein finde ich die Lösung doch ganz gut. Verschlossen wird die Tasche mit einem Klettverschluss (seitlich zwei Stücke wäre allerdings etwas besser gewesen).

Kork Laptoptsche

Tja, nur war die Laptoptasche am Ende dann doch noch nicht so stabil, wie ich mir das gewünscht hätte. Also habe ich ein Stück Decovil I zugeschnitten und dann ging der Kampf los *lach*. Erst war das Stück doch noch ein kleines bisschen zu breit und zu lang war es auch. Also musste es wieder raus, wurde gekürzt und dann musste das Teil ja auch wieder durch die Wendeöffnung rein. Puh, ich sag Euch das war gar nicht so leicht. Aber wir haben den Kampf gewonnen und es hat sich gelohnt. Die Tasche ist nun schön stabil und Schatz ist zufrieden :).

Kork Laptoptasche

Die Kombi Kork und abgestepptes Kunstleder gefällt mir sehr gut und darf zu Sew corklicious, TT – Taschen und Täschchen, HoT und den Dienstagsdingen.

Laptoptasche aus Kork und Kunstleder

It’s tea time – ein mug rug für den Schreibtisch

Schon seit 2011 besitze ich die schöne Stickdatei TeaTime von Huups (Design by Jolijou). Nun endlich habe ich auch mal einen TeaTime mug rug für mich gestickt. Ich hatte bisher nur mal Tassenuntersetzer aus der coffeebreak Serie für mich gemacht und einen TeaTime mug rug verschenkt, aber das konnte ja nun wirklich nicht so bleiben. Ich habe mir sowieso vorgenommen, mal mehr von den Dateien zu verwenden, die ich schon besitze. Ganz egal, ob Schnittmuster, Plott- oder Stickdatei.

TeaTime mug rug jolijou

Neue Linkparty

Na und dann war Katjas neue Linkparty der endgültige Anstoß, dass das mit dem Sticken nun endlich mal wieder was geworden ist. Ich wollte gerne bei der ersten Runde von „Du für Dich am Donnerstag“ mit dabei sein und habe mich am frühen Abend also nach einem noch „machbaren“ Projekt umgeschaut. Und dann sind mir die Mug Rugs eingefallen. Wir sind nämlich auf der Arbeit in ein neues Laborgebäude gezogen und haben dort auch im Bürobereich Schreibplätze. Endlich kann ich die Tasse Tee oder Kaffee direkt auf den Schreibtisch stellen und ich genieße das sehr. Aber genau dafür brauche ich eben auch noch den passenden Tassenteppich.

TeaTime mug rug jolijou

Tja, nur habe ich leider den Stoff nicht komplett eingespannt und der Stoff hat sich dadurch leicht verzogen :/. So schlimm ist es zum Glück nicht, aber hach, das wurmt mich doch ein kleines bisschen. Kennt ihr das oder seid ihr da ganz relaxed? Naja, es hat mir eben auch gezeigt, dass ich mich ruhig auch mal wieder mehr mit dem Sticken beschäftigen darf *lach*. Allerdings habe ich für den mug rug einfach schnell in die Restekiste gegriffen und da waren die Stücke einfach nicht groß genug, um sie noch komplett in den Rahmen zu spannen. Sowas rächt sich dann hinterher ganz schnell.

TeaTime mug rug jolijou

Nun darf mein neuer TeaTime mug rug noch zu den anderen Werken bei der Premiere von „Du für Dich am Donnerstag“. Seid ihr auch dabei?

It's tea time - ein mug rug für den Schreibtisch