SewingTini
21. August 2018carpe diem

Tinis Plottertutorials – Folge 13 – Schneidematte selbstgemacht

Nun gab es hier über ein Jahr lang kein Tutorial mehr und eigentlich ist es auch gar kein „richtiges“ Tutorial geworden, sondern mehr einige Tipps zu schon bestehenden Anleitungen.
Es gibt wirklich schon viele Tutorials zu diesem Thema und es wird im Prinzip immer sehr ähnlich umgesetzt. Warum ich mich nun überhaupt entschieden habe, das Thema hier nochmal aufzugreifen? Ich habe beim Bloggertreffen in der Nähwelt Flach festgestellt, dass einige Plotterbesitzer davon noch gar nichts gehört haben und zusätzlich habe gleich 3 Sprühkleber getestet und ein paar Kleinigkeiten sind eben doch wieder anders :).

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Aber erst mal von vorn…

Schon eine ganze Weile, also bestimmt eineinhalb Jahre, habe ich immer mal wieder eine Anleitung gesehen, wie man aus Windradfolie eine eigene Schneidematte macht. Immer wieder wurde die durchsichtige 0.4mm dicke Windradfolie empfohlen, die man im Bastelbedarf bekommt. Meistens wird dann mit der Originalmatte als Schablone und einem wasserfesten Marker das Gitter nachgezeichnet und die Zahlen und der Pfeil aufgemalt, das Ganze übrigens von der Rückseite der Matte, die Zahlen also spiegelverkehrt. Danach wird von vorne der Rand der Matte mit Tape abgeklebt und mit einem non-permanent Sprühkleber die Windradfolie in eine selbstklebende Plottermatte umgewandelt (ein schönes Tutorial findet ihr u.a. bei blogohnenamen).


Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Total klasse, wie ich finde, bis auf dass man eben das Raster selbst aufmalen musste, und genau das hat mich immer irgendwie davon abgehalten *lach*. Tja und dann entdeckte ich das Tutorial von Kathrin von himmelgrau zusammen mit einem freebie zum Aufmalen des Rasters mit dem Plotter!
Windradfolie hatte ich sicherheitshalber schon mal zu Hause und sogar gleich 2 Varianten. Beide 0.4mm dick, aber sowohl die durchsichtige als auch die matte Variante.

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Dann habe ich mir die Anleitung von himmelgrau geöffnet und habe Schritt für Schnitt meine eigene Matte erstellt. Wenn ihr auch die Plottdatei zum Malen des Rasters nutzen wollt, schaut Euch das Tutorial auf himmelgrau genau an und arbeitet jeden Schritt ab. Es ist wichtig alle Einstellungen in der Software wie dort beschrieben zu machen, damit hinterher auch das komplette Raster auf die Winradfolie gezeichnet wird!

Ich habe mit einem Universalstiftehalter und einem dünnen Sharpie Marker das Gitter aufzeichnen lassen. Dadurch dass es spiegelverkehrt von hinten aufgemalt wird, sollte man beachten, dass der spätere rechte Rand der Matte schon direkt 1cm Breite hat, wenn man die Windradfolie exakt an der Markierung in den Plotter ziehen lässt. Die andere Seite schneidet man sich entsprechend auf 1cm zurecht und oben und unten wird jeweils ein Rand von 2cm gelassen. Man sollte bei der Größe der Windradfolie beachten, dass oben und unten noch genug Platz für den Rand bleibt. Der Plotter kann sonst die Matte nicht mehr „festhalten“ wenn der Rand unten zu schmal ist (ratet ruhig, warum ich das so genau weiß *lach*).

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Nach dem ein oder anderen Missgeschick hatte ich dann eine 12×12″ und eine 12×8″ Matte aus matter Windradfolie und eine 12×9″ Matte (die Größe war so eigentlich nicht geplant *kicher*) aus durchsichtiger Windradfolie. Rein optisch finde ich die matte Variante viel schöner und man sieht auch nicht so leicht kleine Kratzer auf der Folie. Die matten Folien wirken auf mich irgendwie edler und „professioneller“.

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Anschließend wird der Rand der Matte mit Kreppband abgeklebt und ich habe meine Matten auf dem Balkon in einer Box mit 3 unterschiedlichen Sprühklebern eingesprüht. (da die Matten schon allein durch den Sprühkleber kalt werden und sich leicht wellen, sollte man darauf achten, das Sprühen nicht bei zu kalten Temperaturen zu machen, da das Wellen dann noch verstärkt wird. Nach dem Sprühen direkt wieder bei Zimmertemperatur auf eine glatte Oberfläche legen, damit sie wieder glatt liegen und dort gut trocknen lassen, bevor man das Kreppband wieder abziehen kann).
Verwendet habe ich von Welcon „Sprühkleber wieder lösbar“, von 3M Kreativ Mount „Sprühkleber für jederzeit ablösbare und wiederverklebbare Verbindungen“ und von Rayher „Sprühkleber non-permanent“.

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Schon alleine vom Finger auf die Matte halten, habe ich einen deutlichen Unterschied in der Klebekraft der 3 Kleber bemerkt. Nach einigem Testen hat sich für mich herausgestellt, dass jeder der Kleber seinen Einsatzzweck hat. Der billigste Kleber von Welcon ist ideal für Vinyl und Heat Transfer (also Flex- und Flock-) Folien. Es ist der Kleber mit der mittleren Klebekraft und ich konnte bisher keine Unterschiede beim Schneiden zu den Orginalmatten feststellen. Auch bei den Schneideeinstellungen habe ich für die einzelnen Materialien nichts verändern müssen.

Der Sprühkleber von 3M klebt am stärksten und ich finde diese Matte toll zum Schneiden von z.B. Snappap. Für Snappap muss man eine wirklich gut klebende Matte nutzen, damit sich das Material auf der Matte nicht verschiebt. Generell ist die Matte sicherlich für alle Materialien geeignet, bei denen man einen hohen Druck zum Schneiden braucht und deren Oberfläche nicht so glatt ist wie bei Transferfolien. Da man zumindest mit dem Cameo 3 auch Filz schneiden kann, könnte ich mir gut vorstellen, dass dafür auch eine stärker klebende Matte von Vorteil ist!

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Der Sprühkleber von Rayher klebt nur sehr leicht. Nach dem „Fingertest“ dachte ich erst, dass es zu wenig ist, um überhaupt nützlich zu sein ;). Aber die Matte ist perfekt zum Schneiden von Papier und man muss sich hinterher keine Sorgen machen, dass man auch filigranere Teile nicht mehr von der Matte bekommt. Trotzdem klebt das Papier so gut auf der Matte, dass sich bei mir nichts verschoben hat!

Ich habe meine Matten übrigens noch mit einem Eckenabrunder, also einer Handstanze bearbeitet, um keine scharfkantigen Ecken sondern wie bei den Originalmatten schöne runde Ecken zu erhalten. Das funktioniert mit den dünnen Windradfolien sehr gut und sieht einfach schöner aus.

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht


Was ich allerdings festgestellt habe, ist dass die 0.4mm Windradfolien schon ein wenig dicker und stabiler wirken als die Originalmatten. Ich habe mir mittlerweile noch 0.3mm Windradfolie geholt und werde diese bei Gelegenheit mal testen. Ich glaube fast, dass sie noch etwas besser geeignet wäre – ich berichte hier aber dann nochmal, wenn ich es ausprobiert habe!

So und dann ist da noch das Thema mit der „Abdeckung“. Im Netz findet man meist den Tipp, die Matte mit Backpapier abzudecken, da dieses beschichtet ist und man es so gut wieder von der Matte lösen kann. Allerdings habe ich auch schon gelesen, dass man es besser nicht verwenden sollte, da die Beschichtung Wachse enthält und das die Klebekraft verringert. Mmmmh, die ideale Abdeckung habe ich nun also nicht als Tipp parat, habe für mich nur entschieden, dass ich ja bei verringerter Klebekraft ganz einfach wieder Nachsprühen kann ;). Langzeiterfahrungen kann ich hier aber noch nicht teilen…. ich bin selbst gespannt.

Wusstet ihr schon, dass ihr Euch die Matten selbst machen könnt und habt ihr es selbst schon mal getestet? Wenn ja, wie sind Eure Erfahrungen bisher und spricht für Euch eventuell sogar etwas gegen die selbstgemachte Variante? Ich freu mich über Eure Erfahrungen!
Möchtest Du Dir selbst eine Matte machen, hast aber doch noch offene Fragen, immer her damit, ich versuche sie gerne zu beantworten!

verlinkt bei naefrosch’s Plotter-Tipps und den Plotterliebe Tutorials

Tinis Plottertutorials - Folge 13 - Schneidematte selbstgemacht

Tinis Plotter Tutorials – Folge 12 – Webbandleiter

Heute möchte ich Euch zeigen, wie ich die Webbandleitern erstellt habe. Ich kann nicht sicher sagen, ob es der eleganteste Weg ist, aber für mich hat es funktioniert und es zeigt, wie man einfache geometrische Formen von einer anderen „abziehen“ kann. Also fangen wir einfach mal an:

Zuerst habe ich ein Rechteck mit abgerundeten Ecken gezeichnet. Die Größe ist dabei erst einmal egal.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Im Skalieren-Fester habe ich nun die Breite auf 85mm und die Höhe auf 250mm eingestellt.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


nebendran habe ich ein Quadrat gezeichnet (Rechteck auswählen und beim aufziehen die Shift Taste gedrückt halten).

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Auch hier habe ich im Skalieren-Fenster die exakte Größe von 15mm eingestellt

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Im Replizieren-Fenster gibt es u.a. die Möglichkeit eine Viererspalte zu bilden oder ein Objekt unten zu duplizieren. Diese beide Funktionen habe ich genutzt, um das Quadrat insgesamt 15 Mal untereinander abzubilden.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Nun habe ich alle Quadrate ausgewählt und habe sie im Ausrichten-Fenster in die Seitenmitte geschoben.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Anschließend habe ich nur das abgerundete Rechteck markiert und ebenfalls in die Seitenmitte verschoben. So kann man sicherstellen, dass man oben und unten den gleichen Abstand der „Sprossen“ erreicht.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Nun ist es wichtig, dass wieder nur die Quadrate ausgewählt sind und so markiert habe ich die Quadrate über die Pfeiltasten nach links geschoben und zwar so, dass sie etwas über den Rand des großen Rechtecks über stehen. Es sollte eine Lücke zu erkennen sein!

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Da jedes zweite Quadrat mir nur als Abstandshalter gedient hat, habe ich diese gelöscht und es bleiben nur noch die 8 Quadrate übrig, die hinterher die Ausbuchtungen für die Webbänder ergeben.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Um diese Ausbuchtungen auf exakt gleicher Höhe auch auf der rechten Seite zu erhalten, habe ich wieder nur die Quadrate markiert und im Replizieren-Fenster über „rechts duplizieren“ verdoppelt.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Auch diese Quadrate habe ich mit den Pfeiltasten so nach rechts verschoben, bis diese etwas über den Rand des Rechtecks hinausragen.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Nun muss alles markiert werden und mit einem klick auf „subtrahieren“ im Modifizieren-Fenster erhält man eine Webbandleiter für 15mm breite Webbänder.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Wenn man nun Abstände für Webbänder mit einer anderen Breite benötigt muss man das Quadrat (Schritt 3) anpassen. Die Breite von 15mm bleibt, aber die Höhe muss dann angepasst werden. Sagen wir zum Beispiel auf 20mm. Die Abstandshalter allerdings sollen immer noch 15mm sein. Ich zeichne also ein Rechteck mit 15mmx20mm, dupliziere es nach unten und passe die duplizierte Form auf 15mmx15mm an und schiebe sie direkt an die untere Kante des Rechtecks.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Jetzt markiere ich beide Formen und nutze wieder die Viererreihe und den Befehl nach unten duplizieren um meine „Leitersprossen“ zu erhalten. Wichtig ist, dass man darauf achtet, dass man einen Abstandshalter ganz unten wieder rauslöschen muss, damit das Ganze mit einem 15mmx20mm Rechteck anfängt und aufhört. Ich zeichne das Ganze neben mein abgerundetes Rechteck, damit ich abschätzen kann, wieviele Aussparungen ich bei der jeweiligen Breite machen kann.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Nun geht es weiter wie oben beschrieben, die ganze Spalte markieren und in die Mitte verschieben, danach auch das Rechteck in die Seitenmitte verschieben. Nur die kleinen Rechteck-Abstandshalter Spalte markieren und so weit nach links an den Rand des abgerundeten Rechtecks schieben, bis eine kleine Spalte zu sehen ist.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Die Abstandshalter löschen, die kleinen Rechtecke markieren, nach rechts duplizieren, mit den Pfeiltasten verschieben und dann am Ende alles markieren und „subtrahieren“. Schon hat man eine passende Leiter für 2cm breite Bänder.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter


Ich hoffe, ich konnte Euch verständlich erklären, wie man sich die Leitern anpassen kann. So kann man auch Leitern mit verschiedenen Abständen erstellen, nur die Abstandshalter haben immer das gleiche Maß.
Ist irgendetwas unklar oder missverständlich beschrieben? Einfach nachfragen, ich helfe gerne weiter.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 12 - Webbandleiter

Tinis Plotter Tutorials – Folge 11 – Strassvorlagen zweckentfremdet

Heute gibt es zwar mal wieder ein Plottertutorial, allerdings gibt es einen Haken ;). Die Funktion mit der ich heute arbeite, steht nicht in der normalen Silhouette Studio Version zur Verfügung, sondern man braucht dafür die Designer Edition. Ich bin aber ganz begeistert, dass man die Strassvorlagen nicht nur für Strass verwenden kann und will dieses Feature gerne mit Euch teilen.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Zuallererst öffne ich die Software und lade das gewünschte .studio(3) file. Ich habe mich für die Lilie entschieden, die ich hier erstellt habe.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Nun öffne ich das Strass-Fenster, wähle meine Lilie durch anklicken aus und wähle beim Edelsteineffekt „Kante“ aus.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Die Kante wird hier nun einfach umgewandelt in kleine Aussparungen für die Edelsteine in der entsprechenden Größe. Normalerweise würde man eine entsprechenden Schablone damit schneiden und in die ausgeschnittenen Löcher hinterher die Strasssteine setzen und festbügeln. So kann man sich selbst schöne Strassmotive erstellen.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Da ich mich aber erst auf der Creativa nach dem entsprechenden Material dafür umsehen mag, möchte ich Euch gleich zeigen, dass man das auch super zum schneiden von Folie nutzen kann.

Also machen wir mal weiter. Wenn mir die Kante nicht „exakt“ genug umrandet ist, kann ich zum Beispiel die Größe der Steine kleiner wählen und damit die Kontur etwas detailreicher darstellen

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Wenn ich das Motiv lieber etwas „gröber“ hatte, kann man zum einen größere Steine wählen oder z.B. auch den Abstand der Steine zueinander erhöhen. Je nachdem, was man damit machen mag, einfach mal testen, was für das Motiv besser wirkt

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Es gibt außer „Kante“ auch noch zwei weitere Einstellungen, die man wählen kann und zwar „lineare Füllung“

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


und „radiale Füllung“

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


auch die gefüllten Motive sind in der Grundeinstellung schon echt schön, evtl muss man hier und da die Einstellungen beim Abstand oder auch die Größe der Strasssteine ändern, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten.

So, ich habe mich bei der Lilie entschieden, nur die Kante im Strass-Stil zu verwenden und hätte nun noch gerne meinen SewingTini Schriftzug dazu. 

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Wenn ich diesen lade und im Strass-Fenster auf „Kante“ klicke kann man das nun nicht mehr wirklich gut lesen. Das ist evtl so ein bisschen der Nachteil. Die Motive sollten nicht zu klein sein, bzw nur sehr klare Linien haben.

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Ziehe ich den Schriftzug größer, dann kann man es sogar halbwegs anständig lesen

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Hier habe ich nun die Größe der Strasssteine noch verkleinert und dann wird es nochmal etwas deutlicher

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Da ich es gerne zusammen mit der Linie plotten möchte, finde ich es harmonischer wenn dann auch die Steine der Lilie entsprechend kleiner sind

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet


Ja, so gefällt mir das doch schon ganz gut. Jetzt habe ich ja schon verraten, dass ich gar keine Schablonen und Strasssteine besitze, bzw dass ich diese auch gar nicht verwenden mag. Man kann das Ganze natürlich auch einfach aus Folie schneiden und ganz besonders toll finde ich es wenn man Glitzerfolie verwendet. Hier muss mann dann eben ganz viele kleine Kreise entgittern, also die kleinen Kreise müssen auf der Transferfolie bleiben und man muss das drumherum entgittern – kein großer Spaß *lach*. Aber dafür kommt man auch ohne Strasssteine zu einem sehr ähnlichen Look.

Und was dann daraus wird, zeige ich Euch dann ein anderes Mal, ich hoffe, es wird auch so, wie ich mir das vorstelle *zwinker*. Habt einen schönen Sonntag!

verlinkt bei den Tutorials auf plotterliebe und bei nähfrosch’s Plotter-Tipps

p.s.: Schriften unbedingt spiegeln, nicht bei den Schablonen als Strassvorlagen ABER für das Schneiden aus Flex- oder Flockfolie!!

Tinis Plotter Tutorials - Folge 11 - Strassvorlagen zweckentfremdet

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 10 – Hintergründe/Muster in Form bringen

Heute möchte ich Euch eine Möglichkeit zeigen, wie man Muster mit anderen Formen verbinden kann bzw. einen Hintergrund in eine Form einpassen kann.

Ich habe hierzu 2 Motive aus meiner Bibliothek geladen. Geöffnet habe ich zuerst den Vogel und dann das Hintergrundmuster, warum dies wichtig ist, zeige ich gleich noch.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Damit der Vogel mittig im Hintergrund ausgerichtet ist, habe ich beide Motive in die Seitenmitte verschoben.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Gehe ich nun in das Modifizieren Menu, sind nicht alle Befehle verfügbar.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Hierzu muss ich erst beide Motive gleichzeitig markieren, in dem ich mit der Maus außerhalb der Motive z.B. link oben klicke und dann mit gehaltener Maustaste einmal über beide Motive drüber ziehe (nach rechts unten). Wenn ich in meiner Arbeitsfläche nur die beiden Motive habe, kann ich alternativ auch Strg A (Windows) bzw cmd A (Mac) drücken. 

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Nun wähle ich den Befehl verschweißen aus und erhalte folgendes:

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Das kann ganz schön sein, für die Vorderseite einer Karte z.B. und man kann dann sogar noch überlegen, ob man es so lässt (nach verknüpftem Pfad erstellen und einfärben sieht man besser wie es aussehen würde) 

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


oder ob man noch einen Rahmen drumherum setzt, für eine Karte dann ein Quadrat oder Rechteck. Hier muss man dann auch nochmal alles markieren und einen verknüpften Pfad erstellen und erhält dann dies als Ergebnis (nicht unbedingt für Papier geeignet, da man lauter Einzelteile erhält!)

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Nun gehen wir nochmal „zurück“ zur der Ausgangssituation, bei der Motiv und Hintergrunddesign übereinander ausgerichtet sind. Da ich zuerst den Vogel und dann das Muster geöffnet habe, ist das Muster eine Ebene vor dem Vogel! Für die nächste Variante ist dies nämlich wichtig! Dieses Mal wählen wir im Modifizieren Menu den Befehl „Subtrahieren“ aus

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Das Hintergrundmuster wurde nun überall da abgeschnitten, wo es über den Vogel hinausragt, die Aussenlinie vom Vogel ist allerdings auch unterbrochen. Zum Pfad verknüpft und eingefärbt sieht das Ganze so aus

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Da man so lauter einzelne Teile bekommt und man hier eher die „umgekehrte“ Variante bevorzugen würde, also mir geht es da zumindest so, müsste man hier zum Beispiel noch einen Offset um den Vogel legen (siehe Tutorial hier) und alles zum Pfad verknüpfen. So sieht das doch gleich besser aus oder?

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Nun fragt sich evtl der ein oder andere noch, warum ich extra darauf aufmerksam gemacht habe, dass das Muster im Vordergrund liegen sollte. Ich gehe nochmal zurück zu dem Punkt, an dem die beiden Motive übereinander liegen, markiere nun das Muster alleine und verschiebe es per Rechtsklick in den Hintergrund. Ich markiere beide Muster und klicke erneut auf subtrahieren.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen


Sieht etwas anders aus und man kann eigentlich nichts damit anfangen. Es ist ähnlich wie das Ergebnis beim „Verschweissen“ nur wurden hier auch die Aussenlinien vom Vogel z.T. abgezogen, zumindest da wo sie in den Zwischenräumen des Musters „lag“ (ich hoffe man versteht, wie ich das meine).

So kann man auf jeden Fall verschiedene Muster in eine Form einfügen oder eine Form aus einem Muster „herausstanzen“. Man muss ggf auf die Reihenfolge der Motive achten, um zum gewünschten Effekt zu kommen aber auch hier einfach mal selbst austesten. Wenn man sich so wie ich, besser vorstellen kann, welche Teile nach dem Schneiden noch übrig bleiben, wenn man das erhaltene Motiv einfärbt, muss man dazu vorher einen verknüpften Pfad erstellen, wie schon in anderen Tutorials bei mir gezeigt, z.B. hier.

edit (1.3.2015): das Tutorial geht natürlich auch noch zu nähfroschs Plotter-Tipps und den Tutorials bei tons & muzzis Plotterliebe *wiesovergesseichimmerdieverlinkungen* *lach*Tinis Plotter-Tutorials - Folge 10 - Hintergründe/Muster in Form bringen

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 9 – Zahlen auf der Matte einblenden

Heute gibt es nur ein ganz schnelles Tutorial. Doch gerade wenn man gleich mehrere Motive auf einmal schneiden mag, finde ich diesen Tipp äußerst hilfreich und gerade am Anfang hätte mir dieses Wissen auch den ein oder anderen Fehlschnitt erspart.

Auf der Schneidematte sind die Quadrate alle durchnummeriert. In der Software sieht man diese Zahlen je nach Einstellungen allerdings nicht. Zum Orientieren finde ich diese aber sehr praktisch, da es mir auch schon passiert ist, dass ich mich verzählt habe. Man kann die Zahlen aber in der Software auch einblenden.

Wenn ich Silhouette öffne, sehe ich die Matte (den Träger) in grau im Hintergrund, mein Schnittbereich ist eingeblendet als rote Linie außenrum und auch die Papiergröße (also das Papier oder die entsprechende Folie) in weiß. Und da das Papier auf dem Träger liegt, verdeckt dieses eben auch die kleinen Zahlen auf der Matte.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden


Ich muss nun eben die Einstellung bei Träger „Anzeigen“ von 0% mit dem Schieberegler auf 100% stellen und wenn man dann gaaaaaaanz genau schaut, sieht man oben und links auch die kleinen Zahlen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden


Über den Zoom Button kann man dann etwas ranzoomen und erkennt die Zahlen auch schon besser. (klick auf das Bild, um es in kompletter Größe zu sehen)

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden


Wenn ich nun mein Motiv lade kann ich gut vergleichen wie groß das Motiv ist und ob mein Papier oder meine Folie auf der Matte diesen Bereich auch komplett abdeckt

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden


Gerade bei mehreren Motiven, die eben weiter rechts anfangen sieht man so recht schnell, ob es passt und das Motiv auch wirklich auf dem Material geschnitten wird und man nicht die Matte erwischt. Je nach Projekt hilft diese Einstellung oder eben auch nicht. Einfach den Regler zurückstellen, wenn man es gerade nicht gebrauchen kann.

Ich hoffe, für den ein oder anderen war dies noch nicht bekannt und ist nicht nur für mich nützlich ;). Ich verlinke es zumindest auch mal bei Katjas Plotter-Tipps-Linkparty und den Tutorials bei plotterliebe.

Auch wenn ich momentan noch einige Tutorials auf meiner Liste habe, die ich Euch hier in der nächsten Zeit zeigen möchte, würde ich gerne wissen, ob ihr noch Fragen zu bestimmten Themen habt oder zu etwas ganz bestimmten gerne mal ein Tutorial haben wollt? Ich schaue dann gerne, wie und ob ich das umsetzen kann.

Ansonsten möchte ich mich mal ganz herzlich für die lieben Kommentare bedanken. Gerade auch durch die Tutorials sind einige neue Leser dazu gekommen und ich freue mich riesig über Euch und natürlich auch darüber, dass die Tutorials einige Fragen beantworten konnten bzw. einigen von Euch eine Hilfe war.

Und damit möchte ich auch Dir, liebe Katharina, danken *ganzfestknuddel* für die Idee und den Anstoß dazu hier Plotter-Tutorials zu veröffentlichen und natürlich all denen, die mich mit ihrem Kommentar dazu ermutigt haben. Ihr seid toll!

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 9 - Zahlen auf der Matte einblenden

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 8 – Schriften „in Form bringen“

Für manche Projekte, hier im Beispiel gleich für Glückwunsch- oder Genesungskarten, möchte man eine Schrift auch mal anders ausrichten, also z.B. in Kreisform schreiben und nicht einfach „geradeaus“. Auch dafür braucht man keine eigene Software, sondern Silhouette Studio bietet schon alles, was wir brauchen. Und wie man das anstellt, möchte ich Euch heute zeigen.

Fangen wir mal mit Schrift in Kreisform an. Dazu wähle ich links im Menu die Ellipse aus

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Da ich aber tatsächlich einen Kreis zeichnen möchte, halte ich die Shift Taste gedrückt und zeichne dann meinen Kreis in gewünschter Größe und erhalte so kein Ei sondern einen echten Kreis

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Nun wähle ich das Textwerkzeug und schreibe meinen gewünschten Text, rechts kann ich noch Größe und Schriftart wählen

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Im nächsten Schritt ist es wichtig, dass der Text noch grün umrandet ist und am Anfang des Textes ein Kreissymbol mit kleinen Pfeilen drin zu sehen ist. Dieses Kreissymbol klicke ich nun an und ziehe damit meinen Text in Richtung Kreis. Bin ich nah genug dran legt sich der Text um den Kreis herum (wenn der Text nicht mehr grün umrandet ist, weil ihr zwischendrin nochmal woanders hin geklickt habt, einfach mit doppelklick auf den Text und schon seid ihr wieder da, wo ihr hin wollt)

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


möchte ich den Text nicht „außenrum“ haben, sondern in den Kreis hinein, ziehe ich einfach über das kleine Kreissymbol den Text ins innere

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Durch ein bisschen rumspielen kann man so den Text genau positionieren, wie es einem am Besten gefällt

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Wenn ich den Kreis nun hinterher nicht mehr benötige, darf ich ihn nicht einfach löschen, denn dann springt auch der Text zurück in eine Zeile. Ich muss den Text in seiner gewünschten Position erst über „Objekt“ „zum verknüpften Pfad konvertieren“ in einen Pfad umwandeln und kann danach den Kreis löschen

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Ich habe hier nun noch ein Label aus meiner Bibliothek dahinter gelegt und zusammen mit der Schrift zu einem Pfad verbunden, anschließend noch ein abgerundetes Rechteck dahintergelegt und entsprechend farbig gefüllt, damit man sehen kann, wie die fertige Geburtstagskarte aussehen könnte.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Machen wir das Ganze noch einmal an einem weiteren Beispiel. Ich fange dieses Mal mit einem Rechteck an. Ich halte die Shift Taste wieder gedrückt, um ein Quadrat zu zeichnen. Dann wähle ich eine andere Schriftart aus und schreibe meinen Text

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Wieder ziehe ich bei grün umrandeter Schrift das Kreissymbol (mit Pfeilen drin) in Richtung Quadrat und lasse meinen Text oben anfangen. Dieses Mal musste ich einige Leerzeichen einfügen um den gewünschten „Zeilenumbruch“ zu erzielen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Hier habe ich nun das Quadrat nicht gelöscht, da die Schrift sonst etwas verloren aussehen würde. Wenn ich aber beides schneiden möchte muss ich trotzdem erst die Schrift alleine zum Pfad konvertieren und danach auch das Quadrat alleine markieren und zum Pfad konvertieren. Vorher dient das Quadrat nur als Orientierung für die Schrift. Will man es nicht schneiden, ist dieser Schritt nicht notwendig. Ich habe wieder eine Karte drumherum gebastelt und farbig gemacht, damit man sehen kann, wie es zum Bespiel aussehen könnte.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Und nun noch schnell Beispiel Nr. 3, um zu zeigen, dass es durchaus auch mit etwas komplexeren Formen funktioniert. Mit dem Polygon Werkzeug habe ich einen Stern gezeichnet und meinen Text geschrieben.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


wieder das Kreissymbol greifen und den Text in die Form ziehen, ggf mit Leerzeichen (oder Ändern der Größe bzw Schriftart) ausrichten. Hier können die Buchstaben durchaus über die stumpferen Winkel laufen und man kann die Wörter noch gut erkennen. In den Spitzen sollten keine Buchstaben stehen, da sie sich sonst mit anderen überlappen und man nichts mehr lesen kann, bzw Schnittlinien dann übereinander liegen. So könnte man z.B. auch ein Kindershirt beflocken o.ä.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"


Wie immer mein Tipp, einfach mal selbst austesten, mit welchen Formen und Textgrößen was wie aussieht. Und wenn etwas nicht klappt oder noch unklar ist, nur her mit den Fragen!

Und ab mit dem post zu den plotterliebe Tutorials und nähfroschs Plotter-Tipps Linkparty

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 8 - Schriften "in Form bringen"

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 7 – Print & cut

Heute wird das Tutorial etwas kürzer wie gewohnt und ich hoffe, dass es überhaupt verständlich genug ist. Ich habe heute selbst zum ersten Mal die print & cut Funktion benutzt und gleich ein, zwei Screenshots dabei gemacht. Mal sehen, ob es mit den wenigen Bildern nachvollziehbar wird.


Ich bin über Pinterest auf folgenden link für einen Würfelkalender gestoßen. Der Dodecaeder wird sowohl als pdf zur Verfügung gestellt, für alle, die keinen Plotter besitzen, als auch als Silhouette Studio file.

Ich habe die .studio Datei in der Silhouette Software geöffnet und habe zuerst in den Seiteneinstellungen die Papiergröße auf A4 gestellt (ohne Bild) und dann im Fenster „Regisitrierungsmarken“ den Stil auf „Typ 1 (Cameo, Portrait) geändert.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Man sieht nun dass links oben ein kleines Quadrat und rechts oben und links unten jeweils eine schwarze Ecke eingeblendet werden und zusätzlich grau markierte Flächen. Auch der Schnittbereich (rote Linie) hat sich nun deutlich verkleinert. Man muss sein Motiv nun so anordnen, dass es im Schnittbereich liegt und den grau markierten Bereich nicht überlappt.

Über die Drucken Funktion kann man nun das Ganze an seinen Drucker schicken. Dieser Ausdruck kann anschließend auf der Schneidematte platziert werden und die Matte eingezogen werden (ich habe auf Druckerpapier gedruckt und das Ganze erst auf ein Stück Karton geklebt, bevor ich es auf der Schneidematte platziert habe, man kann natürlich auch direkt auf Karton drucken).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Über die Schnitteinstellungen kann man wie gewohnt das Material auswählen und die Schnittdatei an den Plotter senden. Der Plotter fährt nun erst die Registrierungsmarkierungen ab und wenn er diese erkannt hat und damit weiß, wo sich das Motiv befindet, schneidet er entsprechend der Schnittlinien das Motiv aus. 

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Hat man wie in diesem Fall eine zweite Seite kann man nun diese auf dem Blatt ausrichten, mit den eh noch eingestellten Registrierungsmarkierungen ausdrucken und anschließend schneiden.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Für den Kalenderdodecaeder kam dann für mich noch der „unschöne“ Teil, das knicken und kleben *lach*. Da ich mir die Anleitung nicht richtig angeschaut habe, hat es auch nicht so gut geklappt und ich habe zwischendrin mal die Flinte ins Korn geworfen. Mein Schatz hat dann die letzten Teile zusammengeklebt und so ist der Tischkalender nun doch fertig geworden :).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 7 - Print & cut

Wenn man nun keine fertige print & cut Datei zur Verfügung hat, sondern nur eine Bilddatei, die man gerne genau ausscheiden möchte, muss man vorher selbst über die Nachzeichnen Funktion die passende schnittdatei (z.B. Außenrand nachzeichnen) erstellen. Man löscht hier dann die Original Bilddatei eben nicht raus, sondern lässt alles so wie es ist, stellt die Registrierungsmarkierungen ein, druckt und schneidet anschließend.

Wenn man dann wieder normal plotten möchte, muss man den Stil bei im Registrierungsmarkierungen Fenster wieder „aus“ stellen, da der Plotter sonst immer die Markierungen sucht und nicht anfängt zu schneiden.

Und wie immer verlinke ich bei den Tutorials auf plotterliebe und nähfrosch’s Plotter-Tutorial Linkparty.

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 6 – Offset

Es gibt so einige Funktionen in Silhouette Studio, mit denen man gekaufte oder auch selbst nachgezeichnete Motive noch ein bisschen verändern kann. Eine meiner liebsten Funktionen ist der Offset (Versatz) und ich möchte heute zeigen, was man damit z.B. machen kann.


Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset


Ich habe mir aus meiner Silhouette Bibliothek diesen Knopf ausgesucht

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

hier nochmal mit schwarzer Füllfarbe

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

wenn ich nun in das Offset-Menu gehe und auf Offset klicke werden die Aussenlinien mit einem bestimmten Versatz nochmal gezeichnet. Hier im Beispiel wird ein Kreis aussenrum gezeichnet und innen in den Knopflöchern auch jeweils ein kleiner Kreis.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

damit man das ganze auch besser sieht, habe ich zuerst den Knopf zur Seite geschoben und anschließend den Offset mal farbig unterlegt

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

und Knopf und Offset wieder auf der Seitenmitte ausgerichtet

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

wenn ich nur wieder nur den Knopf nehme und erneut den Offset auswähle, kann ich nun mal den Abstandsregler verstellen. Stelle ich den Regler z.B. auf 1 ist der Abstand bzw der Versatz nur 1mm. Bei den Knopflöchern sieht man z.B. dass die Lücke in den Offsetlöchern größer ist.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Stelle ich den Abstandsregler höher, verschwinden die Lücken in den Knopflöchern irgendwann (hier bei 3.4) vollständig und der Abstand außen um den Knopf wird auch etwas breiter.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Das habe ich nochmal farbig hinterlegt und da man das gelb doch etwas schlechter sieht, beide Varianten mit orange hinterlegt, ich denke man erkennt den Unterschied ganz gut

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Je nach Motiv sieht es schöner aus, wenn im Inneren der Offset auch Lücken hat oder eben nicht. Ich verwende sehr gerne einen Offset um ein Motiv auf einen bunten Stoff zu bügeln. Ohne Offset ist es oft zu unruhig oder man sieht vor lauter gemustertem Stoff das Bügelbild kaum. Mit einem einfarbigen Offset kann man das Motiv schön hervorheben.
Anmerkung:
Beim Schneiden ist es dann wichtig, dass man Motiv und Offset nebeneinander platziert und in unterschiedlichen Farben schneidet. Möchte man die Größe nach dem Erstellen des Offsets anpassen, muss man Motiv und Offset zusammen markieren und dann die Größe ändern, damit beide im gleichen Verhältnis größer oder kleiner werden.

Ganz besonders gerne verwende ich den Offset für Schriften. Also zeige ich noch ein weiteres Beispiel mit mehreren Farblagen, bzw. auch eine Möglichkeit ein einfarbiges Motiv zu erhalten mit mehreren Umrandungen.

Ich habe das Wort „Knöpfe“ geschrieben, das Wort markiert und im Offset-Fenster auf Offset geklickt,

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

das Wort zur Seite geschoben, den Offset farbig hinterlegt und beides in der Seitenmitte ausgerichtet, damit es wieder exakt übereinander liegt.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Hier sieht man nun, dass z.B. beim „e“ der innere Teil komplett hinterlegt ist, währen „ö“ und „p“ noch eine Lücke im Offset haben. Setzt man beim Offset den Abstandsregler auf 1.2, kommt auch beim „e“ eine Lücke dazu

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

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Stellt man den Abstandsregler auf 4.5 verschwinden die inneren Lücken komplett.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

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Nun kann man natürlich auch einen Offset vom Offset erstellen 😉

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

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und dann zum Beispiel auch noch mal einen von der Schrift und kann so mehrere Lagen erstellen

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

hier habe ich dann vom gelben Offset nochmal einen Offset erstellt und insgesamt 5 verschieden Farblagen erstellt

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Diese müsste man zum Schneiden nun auch wieder nebeneinander auf der Matte positionieren und aus unterschiedlich farbigen Folien schneiden.
Ich finde das gibt zusätzlich einen schönen Effekt und man kann eine einfache Schrift dadurch nochmal richtig aufpeppen.

Allerdings kann man diese vielen Lagen nun auch nutzen, um ein einfarbiges Motiv mit mehreren Umrandungen zu erstellen. Hierzu markiere ich alle Lagen, also sowohl die Schrift als auch alle Offsets und klicke auf Objekt –> verknüpften Pfad erstellen. Dadurch mache ich aus den 5 einzelnen Schnittdateien eine einzige und die Software nimmt die äußere Umrandung als Aussenrand des Motivs und füllt dann automatisch immer abwechselnd zwischen 2 Linien einmal mit Farbe und lässt dann wieder eine Lücke. So erhalten wir einen Schriftzug, der mit ein bisschen Abstand nochmal 2 Umrandungen hat, alles in einer Farbe.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 6 - Offset

Auch das gefällt mir sehr gut, man muss je nach Zweck eben ein bisschen mit den Einstellungen spielen und einfach mal ausprobieren was passiert.
Das Tutorial darf noch zu nähfrosch Katja’s Plotter-Tutorial Linkparty und auch zu den Tutorials bei plotterliebe von Tons&Muzzi.

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 5 – Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

So, heute wird es etwas anspruchsvoller. Wir haben beim letzten Mal einfarbige Motive nachgezeichnet und das ist mit geeigneter Vorlage wirklich gar nicht so schwer. Wenn man allerdings ein mehrfarbiges Bild plotten möchte, wird es je nach Bild schon etwas aufwändiger. Aber auch das ist machbar und ich hoffe, ich kann Euch das Ganze heute ein bisschen näher bringen. Es könnte sein, dass so manches einfacher zu verstehen ist, wenn man schon einmal mit der Software gearbeitet hat, also wenn Fragen auftauchen, gerne nachfragen :).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Meine Schwägerin hat sich im Oktober auch einen Plotter gekauft und ich habe ihr zum Einstieg ein paar Sachen gezeigt. Mein Bruder ist Fan der „Boston Bruins“ (Eishockey Team) und hat gleich mal angemerkt, dass ein Bruins Logo ’ne feine Sache wäre. Und nach kurzem „oh, nachzeichnen von zweifarbigen bzw dreifarbigen Motiven habe ich auch noch nicht gemacht, aber das müsste ja auch irgendwie gehen“, habe ich mal ein bisschen rumgespielt und war selbst überrascht, dass es eigentlich ganz gut geklappt hat.

Also, fangen wir mal an, hier das Logo der Bruins

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven
quelle: //upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/a/a6/Boston_Bruins_Old_Logo.svg/1024px-Boston_Bruins_Old_Logo.svg.png


das Bild wird in der Software geöffnet (entweder über das Menu „Datei“ „öffnen…“ und Datei auswählen oder direkt aus dem Explorer (Windows) oder Finder (Mac) in die Oberfläche ziehen).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Zum Bearbeiten ist es einfacher, das Bild größer zu ziehen, damit man auch alles gut erkennen kann. Apropos gut erkennen, mit einem klick aufs Bild wird es größer und man kann mehr erkennen 😉

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

wenn wir nun, wie beim letzten Mal gelernt, den Bereich zum Nachzeichnen auswählen, den Hochfilter rausnehmen und nachzeichnen, erhalten wir folgendes:

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Das ist sozusagen die einfarbige Variante, alles was schwarz ist wurde nachgezeichnet, die gelben und weißen Flächen wurden beide gleich „behandelt“ als Hintergrund.
Das lässt sich auch mit den Einstellungen beim Nachzeichnen nicht so einfach ändern und daher müssen wir jetzt die erstellte „einfarbige“ Schnittdatei zur Hilfe nehmen um auch für die gelben Flächen eine Schnittdatei zu erstellen.

Hierzu kopiere ich die Schnittdatei und nehme die Füllfarbe ersteinmal wieder weg, so sehen wir nur die roten Schnittlinien. Wenn ich diese anklicke, wird automatisch alles markiert, da der Schnittpfad verknüpft ist. Diese Verknüpfung löse ich nach dem markieren über Das Menu „Objekt“ „verknüpften Pfad lösen“ und nun ist jede Schnittlinie einzeln, ich kann sie z.B. verschieben, ändern oder löschen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Nun muss man sich genau überlegen, welche Linien nicht benötigt werden, bzw ob man zusätzliche Linien braucht. In meinem Beispiel hier kann ich die Außenlinie vom Buchstaben B, die beiden inneren Linien des Buchstabens und innen bei den dünnen schwarzen Linien auch die äußere Linie entfernen. (ich hoffe es ist verständlich bzw. wird verständlich durch die folgenden Bilder). Außerdem können die „weißen Flächen“ um das B herum weg.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Wenn ich nun alle Teile auswählen (mit gehaltenem Linksklick von link oben nach rechts unten über alle Teile ziehen) und den Menupunkt „Datei“ „verknüpften Pfad erstellen“ wähle und den erstellten Teil mit gelber Farbe fülle, sieht man, dass wir nun genau das Negativ von dem haben, was wir haben wollen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Schaut man sich das Logo genau an sieht man, dass ganz außen auch noch ein gelber Rand ist. Dieser wurde beim nachzeichnen im ersten Schritt nicht „beachtet“, da er gelb und nicht schwarz ist. Wir können nun aber nochmal das Originalbild nehmen. Wir gehen in den Modifizieren Modus, wählen den Bereich aus und klicken dieses Mal – mit dem Haken beim Hochfilter gesetzt – auf „Außenrand nachzeichnen“. Hier wird nun der Außenrand des Bildes erkannt und der äußeren gelben Rand ist nachgezeichnet – allerdings auch der vom „registered Trademark“ Symbol, also Pfad lösen und den kleinen Kreis löschen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Um die beiden unabhängig voneinander erstellten Teile nun genau zueinander zu positionieren gehe ich ins „Ausrichten-Fenster“, klicke den Außenrand an und klicke „Seitenmitte“. Nun wiederhole ich das mit dem noch „falsch verknüpften“ Pfad, markiere die beiden Teile und verknüpfe diese beiden Teile über „Datei“ „verknüpften Pfad erstellen“. Wenn man nun die Füllfarbe einblendet, sind genau die richtigen Teile gefärbt.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Legen wir nun den schwarzen und gelben Teil übereinander, liegt in diesem Fall der schwarze Teil im Hintergrund (da er zuerst erstellt wurde). Das würde für das Schneiden keinen Unterscheid machen, aber um zu überprüfen, dass wirklich alles zusammen passt, markiere ich den schwarzen Teil und wähle „Objekt“ „Anordnen“ „In den Vordergrund“ und richte es dann über das „Ausrichten Fenster“ in der „Seitenmitte“ aus.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Sieht gut aus. Zumindest wenn man das ganze auf einem weißen Untergrund aufbügeln mag. Möchte man auf farbigen Hintergrund arbeiten, muss man nur einen Kreis erstellen, der groß genug ist, um die weißen Flächen abzudecken und zuerst aufbügeln. Wir belassen es hier aber nun erstmal bei zwei Teilen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Wenn man nun die Größe verändern möchte, ist es wichtig, dass man alles auswählt (z.B. über „Strg A“ (Windows) bzw „cmd A“ (Mac)) und über „Objekt“ „Gruppieren“ alle Teile gruppiert. Nun wird beim anklicken auch ein Kasten um alle Teile gelegt und man kann die Größe passend einstellen. Alle Teile werden so im gleichen Verhältnis in ihrer Größe geändert. Nun die Gruppierung wieder aufheben und die beiden einzelnen Teile auf der Matte ausrichten.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 5 - Nachzeichnen von mehrfarbigen Motiven


Ich hoffe sehr, dass man nachvollziehen kann, was ich meine. Je nach Vorlage muss man einige Schritte öfter wiederholen. Man muss ziemlich darauf achten, wann man nun einen verknüpften Pfad benötigt und am besten probiert man einfach mal herum, was passiert, wenn man verknüpft und was, wenn nicht. Auch ist es am Anfang nicht immer einfach zu sehen, welche Linien man braucht und welche nicht. Hier einfach zwischendurch einen verknüpften Pfad erstellen und mit Füllfarbe überprüfen wie es aussieht. Stimmt es noch nicht, dann die Farbe wegnehmen und den verknüpften Pfad lösen. Nach den nächsten Änderungen wieder mit Füllfarbe überprüfen ob es passt.

Den post schicke ich noch zu nähfroschs Plotter-Tipps-Linkparty und zu den Tutorials bei plotterliebe.

p.s.: da ich die Designer Version von Silhouette Studio verwende, könnte es ggf mal sein, dass ich eine Funktion verwende, die in der freien Software Version nicht zur Verfügung steht. Wer sich also wundert, dass er eine Funktion bei sich nicht findet, muss nicht länger suchen. Es kann gut sein, dass es auch in der freien Version eine Möglichkeit gibt, trotzdem zum Ziel zu kommen. Denn das, was ich hier zeige, ist nur ein möglicher Weg, der für mich funktioniert.

Tinis Plotter-Tutorials – Folge 4 – das Nachzeichnen

Zuerst einmal wünsche ich Euch allen noch einen schönen 1. Advent! Genießt die Adventszeit mit Euren Lieben, nicht mehr all zu lange bis Weihnachten :).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen


Nun ist es erst wenige Wochen her, dass ich mit meinen Plottertutorials angefangen habe und trotzdem ist nun 4 Wochen nichts passiert. „Schuld“ war mein Urlaub Anfang November und danach bin ich bisher einfach noch nicht wieder dazu gekommen.

Heute mag ich zeigen, wie man mit einer geeigneten Vorlage „normale Bilder“ in eine Schnittdatei umwandeln kann. Gerade wenn man selbst noch keinen Plotter hat oder auch erst sehr kurz, hört sich das Selbsterstellen wahnsinnig kompliziert an. Als ich das erste Mal vom „Nachzeichnen“ gehört habe, wusste ich gleich, dass das bei mir nichts wird, denn zeichnen kann ich nun wirklich nicht *lach*. Aber man muss selbst gar nichts nachzeichnen, also nicht mit der Maus ein Bild entlang fahren oder was man sich auch immer am Anfang darunter vorstellen mag.

Trotz vieler freebies und immer mehr werdender Kaufdateien für Plotter hat man manchmal ein ganz bestimmtes Motiv vor Augen oder sieht ein Bild und hätte genau dies genau so als Plotterdatei. Ich habe mir zum Beispiel vieles auf Pinterest gespeichert und gerade hier laufen so mache links auch mal ins Leere. Ich habe zum Beispiel einen Pinguin gepinnt und der link ist so nicht mehr vorhanden. Ich möchte aber unbedingt genau diesen Pinguin und kann mir das Bild über Pinterest mit rechtem Mausklick und „Bild speichern unter…“ trotzdem abspeichern.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen


Nun öffne ich Silhouette Studio und meinen Explorer (Mac: Finder) und ziehe das gespeicherte Bild per „Drag und drop“ einfach in die Oberfläche der Software.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen


Die gängigsten Bildformate können alle gelesen werden und das Bild wird auf der Oberfläche angezeigt. Nun kommen wir zum Nachzeichnen. Dazu wechsele ich in das „Modifizieren Menu“ und rechts in der Menuleiste ist nur der Punkt „Bereich zum Nachzeichnen auswählen“ aktiv. Also klicke ich drauf und markiere den Bereich des Bildes, den ich gerne in eine Schnittdatei umwandeln möchte. In diesem Beispiel also alles. Einfach einen Kasten um das Bild ziehen.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen

Die Software zeigt nun automatisch einen gelben Bereich an. Dieser gelbe Bereich wäre nachher das, was nach dem Schneiden noch als Motiv aus Folie übrig bliebe, geschnitten würde sowohl links als auch rechts von der gelben „Linie“. Aber um das zu verdeutlichen klicke ich nun einfach auf „nachzeichnen“ und man hat nun das Vorlagenbild und darüber rote Schnittlinien. Zur besseren Übersicht ziehe ich die Vorlage ein Stück zur Seite. Da man auch jetzt noch etwas schwer erkennen kann, wie das geschnittene hinterher aussieht, wechsele ich in das Füllfarben-Fenster, markiere die Schnittdatei und wähle schwarz als Füllfarbe. Sieht nicht aus wie das Original ;).
Wir haben eher die Aussenlinien nachgezeichnet, aber das ist bei diesem Motiv auch nicht so ganz perfekt geworden, da gerade am Kopf zum Teil sehr kleine Bereiche ausgeschnitten werden würden.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen

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Ich lösche die Schnittdatei und gehe zurück zum „modifizieren“ Fenster. Ich markiere wieder meinen Schnittbereich und bevor ich dieses Mal auf Nachzeichnen drücke, nehme ich den Haken beim „Hochfilter“ raus.

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen


Man sieht schon jetzt am gelben Bereich, dass es viel Besser aussieht. Ich klicke auf „Nachzeichnen“, ziehe die Vorlage zur Seite und wechsele wieder zum Füllfarben-Fenster. Nun sieht man, dass wir genau das haben, was ich machen wollte, eine direkte Kopie der Vorlage.
Hierbei sollte jedem bitte klar sein, dass es auf das original Bild ein Copyright gibt und man die so erstellte Schnittdatei weder verkaufen darf, noch als freebie anbieten darf und nein, man darf auch keine Sachen verkaufen, auf die man dieses Motiv gebügelt oder geklebt hat. Aber zum eigenen privaten Gebrauch, dafür kann man sie eben verwenden :).

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen

Tinis Plotter-Tutorials - Folge 4 - das Nachzeichnen


Also schnell abspeichern und plotten oder gleich die nächsten Motive in eine Schnittdatei umwandeln. Hier kann man auch durchaus einfach mal ein bisschen mit den Reglern rumspielen. Man muss den Haken beim „Hochfilter“ auch nicht rausnehmen, sondern kann stattdessen mal den Regler höher ziehen und eben schauen wie sich die Fläche verändert.
Also Vorlagen eignen sich besonders gut Bilder mit scharfen Linien und hohem Kontrast. Wenn man ein bestimmtes Motiv sucht, findet man durch den Zusatz „Silhouette“ oder auch „Malvorlage“ viele Bilder, die sich super nachzeichnen lassen.
Außerdem wird bei zweifarbigen Vorlagen immer die dunklere Farbe in das Motiv umgewandelt. Wenn man ein Bild findet, bei dem man aber gerne die weißen Flächen hinterher als Motiv haben möchte, ist es am einfachsten vorher das Bild in ein Bildbearbeitungsprogramm zu laden und die Farben umzukehren.

huch, beinahe vergessen, ich verlinke meinen Beitrag auch noch bei den Tutorials auf plotterliebe und den Tutorials beim nähfrosch.