SewingTini
21. November 2018 carpe diem

die Overlock Bernina L460 – oder meine Maschinenparkerweiterung [Werbung]

Als ich im Januar zum Bloggerevent in die Nähwelt Flach* gefahren bin, hatte ich schon im Hinterkopf, mich nach einer neuen Overlock umzusehen bzw. mich zumindest ein bisschen beraten zu lassen. Bisher hatte ich eine Singer Coverlock, die ich mir in meinen Nähanfängen 2009 mal online bestellt hatte, da ich dachte, zum Kleidung nähen braucht man sowas. Und dann habe ich ein paar Jahre erst mal hauptsächlich Taschen und Accessoires genäht *lach*.

Hier und da habe ich zwar auch mal ein Kleidungsstück für mich genäht und war dann heilfroh, die Overlock zu haben, aber ich hatte schon länger das Gefühl, dass ich eine bessere Maschine haben mag, um auch wieder mehr Kleidung für mich zu nähen…. das war in letzter Zeit nämlich wirklich selten und ich hatte meist einfach keine Lust, mich an die Singer zu setzen.

In den Pausen der Workshops beim Bloggerevent hatte ich mich schon mit Nora über ihre neue Elna und mit Catharina über ihre Bernina unterhalten, auch wenn ich ja eigentlich in Richtung Babylock tendiert hatte ;). Nach den Workshops hatten wir dann Zeit zum Stöbern im Laden und ich habe die Chance genutzt und mich von Herrn Flach in Punkto Overlock beraten lassen.

Mit dem Hintergrund, dass ich mich von meiner Singer verbessern wollte, waren wir sehr schnell bei den Bernina und Babylock Maschinen. Jeweils zwei Maschinen – ein etwas niedriger ausgestattetes und ein entsprechend höher ausgestattetes Modell – haben wir uns angeschaut und ich bin ja schon recht einfach mit solchen Gimmicks wie dem Jet Air System von Babylock rumzukriegen…. aber was soll ich sagen: beim Probenähen an den Maschinen hat mich einfach vom Nähgefühl also vor allem in Sachen Lautstärke und Laufruhe die Bernina mehr als überzeugt.

Also war dann zu meiner eigenen Überraschung klar, es soll die Bernina L460* werden. Ein kurzer Schockmoment kam dann auf, als mir Herr Flach mitteilte, dass die Bernina Modelle allerdings momentan nicht da sind, die L460 aber Mitte Januar wieder reinkommen soll. Wer mich kennt, weiß dass ich das gute Stück viel lieber gleich mitgenommen hätte – und ich hatte auch einen kurzen Moment überlegt, vielleicht doch auf die Babylock umzusatteln *lach* – aber nein, ich blieb bei meiner Entscheidung und die zwei Wochen würden schon rumgehen…

….tja leider waren die Bernina Overlock Maschinen sehr gefragt und die Auslieferungen von Bernina an die Händler, die schon keine mehr hatten, verzögerten sich. Zwischenzeitlich von der Nähwelt Flach* auf dem Laufenden gehalten, wartete ich also geduldig – ok ok, eher ganz ungeduldig *kicher* – auf die neue Maschine. Vor 4 Wochen kam sie an – ausgerechnet an einem Mittwoch, an dem ich eigentlich gar keine Zeit habe – war ja klar ;). Ich habe die Maschine aber immerhin ausgepackt und mir die Anleitung angeschaut…. das erste Testen musste noch einen Tag warten. Aber ich stell Euch die Maschine nun erst einmal etwas genauer vor.

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Die Maschine und ihr Zubehör

Schon das Auspacken der L460 macht viel Spaß, da verhältnismäßig viel Zubehör dabei ist. Neben der Maschine selbst, dem Stromkabel, dem Anlasser, dem Auffangbehälter und einer Abdeckhaube, gibt es auch noch – für Overlockmaschinen eher unüblich – einen Anschiebetisch und einen Kniehebel.

Für meine Wartezeit hat mir die Nähwelt Flach* sogar noch 4 Konen Trojalock Garn und 3 Ausgaben der Bernina Inspiration beigelegt. Vielen Dank dafür, auch für das Schlüsselband!

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Wer nun das eher kleinteiligere Zubehör vermisst, keine Sorge: dies ist natürlich auch dabei, ist aber Bestens in der vorderen Klappe (im Greiferdeckel) verstaut und dort haben ein Päckchen Nadeln, ein Sechskant Schraubenzieher, ein kleiner Pinsel, eine gebogene Pinzette, der Obergreiferumwandler und der Nadelhalter/Nadeleinfädler alle ihren festen Platz. Finde ich echt super gelöst.

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Ach so und einen Zubehörkasten, in dem sich Öl, ein Ersatzmesser, ein Schraubenschlüssel, Garnnetze, Konenscheiben und ein Abstandshalter befinden, gibt es natürlich auch noch.

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Aufbau und Einfädeln

Beim Aufbau muss nicht wirklich etwas besonderes beachtet werden. Klar, der Kniehebel muss zur Seite genug Spiel haben und die Maschine darf nicht zu weit auf dem Tisch stehen, damit man diesen überhaupt erst anbringen kann. Zur linken Seite braucht es ausreichend Platz, gerade wenn man den Anschiebetisch nutzen möchte.
Beim Einstecken von Stromkabel und Anlasser fällt erfahrenen Overlockbesitzern eventuell noch auf, dass es tatsächlich zwei Anschlüsse sind und nicht Beides in einem Stecker mit der Maschine verbunden wird. Dies hängt damit zusammen, dass ein Gleichstrom Motor in den neuen Bernina Overlocks eingebaut ist, der z.B. sehr langsames Nähen (sogar in in Halbschritten) ermöglicht…. eben wie bei einer Nähmaschine. Ich sag später aber noch etwas dazu.

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Das Einfädeln ist auch kein Problem, gerade wenn man vorher schon eine Overlockmaschine hatte. Für Neulinge wird in der Bedienungsanleitung aber auch alles gut beschrieben und übersichtlich dargestellt! Für das Einfädeln des Untergreifers gibt es einen kleinen Hebel, um den sonst nicht (gut) zu erreichenden Teil nach vorne in den Greiferraum zu bringen und dann lässt sich auch dieser super einfach einfädeln.

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Beim Einfädeln der Nadeln muss man nur an der einen Kante ein bisschen aufpassen, hier hakt sich das Garn leicht unter, wenn man nicht aufpasst…. also zumindest ist mir das jetzt schon mehrfach passiert und dann stimmt die Fadenspannung einfach nicht mehr. Aber wenn ich es beachte, gibt es auch hier keine Probleme und es gäbe sogar einen Nadeleinfädler beim Zubehör (den ich ehrlich gesagt noch gar nicht getestet habe).

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die ersten Tests

Ganz zu Beginn habe ich erst einmal ein paar der 16 Stiche auf Nesselstoff getestet. Ich habe 4 verschiedenen Farben eingefädelt und den 4-Faden Overlockstich, die 3-Faden Super Stretchnaht, die 3-Faden Rollnaht, den 3-Faden Rollsaum und den 3-Faden Pikotstich getestet. Alles soweit total ok und sauber genäht, nur bei der Super Stretchnaht musste ich die Fadenspannung vom Untergreifer ein bisschen anpassen. Für alle Stiche gibt es übrigens noch eine Übersicht, die man neben der Maschine parat haben sollte. Hier sind die Grundeinstellungen aufgelistet und gerade beim Wechsel des Stichs ist es sehr praktisch, schnell nachschauen zu können.

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Bevor ich das erste Projekt aus Jersey gestartet habe, hatte ich noch den 3-Faden Flatlock Stich auf Jersey ausprobiert. Und ich bin tatsächlich sehr begeistert und werde diesen sicher demnächst mal für ein Shirt testen – eine super Alternative zu Zier-Covernähten. Bisher hatte ich mich nie an die Flatlock rangetraut, aber das funktioniert mit der L460 einwandfrei.

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Besonderheiten

Was ist denn nun alles anders als bei meiner vorherigen Overlock?

  • Durch den Gleichstrom Motor ist ein viel präziseres Nähen möglich. Man kann wie bei der normalen Nähmaschine ganz langsam nähen, aber bei bis zu 1500 Stichen die Minute auch rasend schnell. Dabei hat die L460 einen Nadelstopp, der dafür sorgt, dass die Nadel immer in der oberen Position ist, wenn man vom Pedal geht. Dies ist sogar im Greiferraum (also bei geöffnetem Greiferdeckel) an einer Anzeige zu erkennen, da dies ja zum Beispiel auch für das Einfädeln wichtig ist!
     
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  • Allerdings kann man während eines Nähprojektes auch ganz einfach durch Druck mit der Ferse die Nadel in die untere Position bringen und könnte so zum einen in Halbschritten nähen, bzw ist es auch praktisch, die Nadel im Stoff zu versenken, damit dort nichts verrutschen kann.
     
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  • Durch den Kniehebel kann man zusätzlich ganz einfach den Nähfuss anheben ohne die Hände vom Nähgut zu nehmen. Finde ich super nützlich wenn man ein Bündchen oder Gummi gedehnt annähen möchte. Am Anfang wenn man das Nähgut unter den Nähfuss bringen muss, kann man so per Kniehebel und Fersendruck den Nähfuss und die Nadelposition steuern und trotzdem mit beiden Händen das gedehnte Stoffsandwich festhalten. Man hat so gefühlt eine dritte Hand, die mir vorher schon das ein oder andere mal gefehlt hat :).
     
  • Der Anschiebetisch bietet eine größere Arbeitsfläche und das Nähgut zieht dadurch nicht so sehr „nach unten“ bzw. von der Nadel weg. Allerdings ist der Tisch auch nicht der aller stabilste und man sollte sich vor allem nicht mit dem Arm auflehnen. Dann kann es nämlich schon mal passieren, dass die linke Seite aufklappt. Auch das kannte ich so noch nicht. Mal davon abgesehen, dass sich hier das Rädchen zum Wegklappen des Messers befindet, ist es super praktisch, dass man so fast an den kompletten Innenraum kommt. Das Saubermachen wird dadurch erheblich vereinfacht!
     
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  • Sehr positiv erwähnenswert ist allerdings, wenn es dann doch mal passiert, dass man die linke Klappe aus Versehen öffnet, Weiternähen ist dann nicht – beim Druck auf das Pedal tut sich einfach nichts mehr! Hier gibt es eine Sicherheitseinrichtung, die zusätzlich durch ein rotes Licht vorne an der Maschine angezeigt wird. Diese wird auch durch das Öffnen des Grieferdeckels aktiviert und noch viel besser auch wenn der Nähfuss noch angehoben ist! So kann es nicht mehr passieren, dass man quasi ohne Fadenspannung losnäht, was mir *hust* in der Vergangenheit tatsächlich schon mehrfach passiert ist. Gerade wenn ich mit meinen zwei Händen und gedehntem Bündchen alles unter die Maschine geschafft hatte, wie ich es haben wollte, wurde schon mal fleissig darauf losgenäht, um sich dann hinterher zu wundern, dass die Naht echt mies aussieht…. allerdings auch kein Wunder wenn die Spannungsscheiben mit gehobenen Nähfuss nun mal offen sind. Diese Zeiten sind aber jetzt vorbei, die Neue näht dann erst gar nicht los und mit einer Kniebewegung nach rechts und zurück nach links, ist der Nähfuss gesenkt und es kann losgehen! Genial :D.
     
  • Das nächste Extra hatte ich zwar auch schon vorher, aber nicht alle Hersteller liefern einen Auffangbehälter für die abgeschnittenen Stoffstreifen mit. Bei Bernina gibt es ihn und wenn man die Maschine mal mit zu einem Nähtreff nehmen möchte oder in die Wartung bringt, lassen sich Anlasser und  perfekt darin verstauen – sehr durchdacht. Nicht ganz so durchdacht ist meiner Meinung nach die Anbringung des Behälters an der Maschine. Zu Beginn geht das zumindest echt nicht einfach und ab ist noch viel schlimmer. Da sind die Teil, an denen er befestigt ist auch einfach selbst zu beweglich und geschmeidig anbringen und abziehen ist einfach nicht drin. Allerdings merke ich nach 4 Wochen nun doch schon eine Besserung und hoffe, dass es auch weiterhin besser wird. Denn die sehr praktisch verstauten Zubehörteile, wie Pinzette, Schraubenzieher zum Nadelwechseln oder auch der Obergreiferumwandler befinden sich ja innen am Greiferdeckel und dort kommt man nur ran, wenn man den Auffangbehälter vorher abzieht. Und Nähen ohne den Behälter empfinde ich auch nicht als gute Alternative – vor allem nicht, wenn man ja eigentlich einen passenden hat – aber das ist auch nur ein sehr kleines Manko ;).
     
  • Worüber ich mich sehr gefreut habe, ist ein kleines metallenes Zubehörteil, das man oben vor dem Messer an der Maschine anbringen kann. Es ist ein Abstandshalter, der sowohl cm als auch inch Einteilungen hat. Da ich meistens mit 1cm Nahtzugabe nähe, muss ich ja auch die Stoffkanten in 1cm Entfernung der linken Nadel führen und das finde ich bei der Overlock nicht immer so einfach. Aber hey, die Neue hat nun diese Führungsschiene, die ich sofort installiert habe. Allerdings ist mir nach den ersten Probenähten aufgefallen, dass sich diese Schiene leider auch sehr leicht verstellen lässt und so der Abstand ziemlich schnell gar nicht mehr stimmt. Schlecht für Kleidungsstücke, die hinterher auch passen sollen *lach*. Ich muss hier allerdings nochmal schauen, ob sich das Lineal nicht durch einen Streifen Washi Tape in Position halten lässt. Da sich das Abstandslineal nämlich schnell an- und abbauen lässt, wäre es schon ein sehr nützliches Teil, worüber ich mich sehr freuen würde.
     
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  • Auch so ein kleines und eher verstecktes nützliches Teil, ist das Nadelkissen, das sich hinter dem Grieferdeckel unter der Handradpositionsanzeige (was ein Wort *lach*) befindet (siehe Bild oben). Hier kann man die Nadel/n, die man gerade nicht braucht sicher verwahren. Auch das zeigt, dass alles gut durchdacht ist.
     
  • Zu guter Letzt gibt es noch zwei Einstellungsmöglichkeiten, die ich nicht verschweigen möchte. Zum einen kann man die Schnittbreite verstellen und so an den entsprechenden Stich anpassen. Die Schnittbreite ist so zwischen 3mm (von der rechten Nadel) und 9mm (von der linken Nadel).
     
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  • Zum zweiten gibt es eine Fadenkontrolle – mtc (micro thread control), die die Fadenmenge der Greiferfäden einstellt. Wenn also die Verschlingung von Ober- und Untergreiferfaden zu weit über die Stoffkante ragt (die Spannungen aber alle korrekt sind), kann man mit Hilfe des mtc die Verschlingung anpassen und so exakt an den Stoffrand bringen, bzw. zu feste Verschlingung etwas weiter machen, so dass alles perfekt passt. Man hat also eine zusätzliche Möglichkeit zur Feinjustierung.
     
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mein Fazit

Bisher habe ich ausser den anfänglichen Tests mit den unterschiedlichsten Stichen auf unterschiedlichen Materialien, verschiedene Jerseys zu Oberteilen und stretchiges Kunstwildleder zu einer Leggings vernäht. Letzteres hat mich anfangs etwas frustriert, da ich doch immer wieder Fehlstiche hatte. Allerdings war alles super, sobald ich auf Webware gewechselt habe. So kam ich dann – und es hat auch gar nicht so lange gedauert – darauf, dass die Universalnadel wahrscheinlich nicht die richtige Nadel ist ;). Nach Wechsel auf Microtex und Top-Stitch Nadel wurde das Stichbild zwar etwas besser, aber ich hatte immer noch Fehlstiche. Die Super Stretch Nadel war des Rätsels Lösung und das Nahtbild war super sauber und genauso wie ich es haben wollte.

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stretchiges Wildlederimitat mit Universalnadel 
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stretchiges Wildlederimitat mit Super Stretch Nadel


Die Nähte sind einfach super und viel exakter als ich es bisher gewohnt war. Außerdem macht das Nähen einfach mehr Spaß. Und dafür sind neben der Lautstärke und der Laufruhe der Kniehebel, der Nadelstopp oben, der Fersendruck und der Anschiebetisch verantwortlich.

Verlinkt bei greenfietsens „Unsere Schätzchen“


*Werbung (Ich habe auf die Maschine einen Rabatt bekommen. Der post spiegelt dabei nur meine eigenen Erfahrungen wider)



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Ein Plotter zieht ein

Ach ja, was soll ich sagen, lange habe ich mich zurückgehalten und mir immer wieder gesagt, dass ich keinen Plotter brauche, ich habe ja eine Stickmaschine. Immer und immer wieder habe ich so schöne Plottergebnisse gesehen und war immer ein ganz klein bisschen neidisch.

Samstag vor einer Woche habe ich es dann doch getan. Ich habe mir den Silhouette Cameo bestellt und ganz geduldig gewartet. Gestern kam er dann bei mir an. Morgens in Empfang genommen musste ich dann erst einmal zur Arbeit. Danach ging es noch mit Freunden essen und spät Abends wurde dann endlich ausgepackt und zumindest schon mal ein kleines bisschen ausprobiert.

Im ersten Moment gar nicht so einfach. Aber dann doch auch gar nicht so schwer. Ich hatte die vergangene Woche mal Ausschau nach freebies gehalten, damit ich gleich mal etwas ausprobieren kann. Ich habe u.a. diese tollen Federn bei Einzelglück gefunden. Danke für das tolle Freebie. Die Breite war ca. 8,5cm und ich hatte einen Streifen Flexfolie, den ich zum Testen nehmen wollte. Anstatt auszumessen, wie breit dieser ist und ggf die Größe der Plottdatei anzupassen, dachte ich dass es passt und habe losgelegt. Tja, es war dann wohl doch schon ein bisschen zu spät und der Streifen nur 7,5cm und ein kleines bisschen wurde auf der Schneidematte eingeritzt *ups*.

Der wunderschönen Feder fehlt nun leider ein kleines Stück am Rand aber toll ist sie und ansonsten hat auch alles prima geklappt *freu*.

Heute wollte ich mal herausfinden, ob ich es schaffe ein Bild selbst in ein cut-file umzuwandeln und erfolgreich zu plotten. Die Motivwahl war erst einmal gar nicht so einfach und doch ist sie für manche vielleicht nicht sehr überraschend.
Ich habe mir die Lilie ausgesucht und genauer die von den Lilien (Fussballverein Darmstadt ’98 – vielleicht kennt die ja sogar jemand, die spielen jetzt 2. Liga).

Bei Antonia von das Milchmonster habe ich eine kleine Anleitung gefunden, die mir sehr geholfen hat. Ich habe mir ein Bild geladen, habe es in die Software geladen und anschliessend über den Menupunkt „nachzeichnen“ den Bereich ausgewählt den ich umwandeln möchte. Anschließend habe ich das Originalbild und den Schriftzug noch entfernt und alles so angepasst, wie ich es haben mag. Und dann aus türkisfarbener Flockfolie zugeschnitten und es hat prima geklappt *yay*.

Ein Plotter zieht ein

Das Plotten ermöglicht nun ganz neue Möglichkeiten und es ist wirklich sehr schade, dass ich selbst so gar nicht zeichnen kann. Es ist viel einfacher ein cut-file zu erstellen als eine Stickdatei. Und ich muss keine teure Software dazukaufen.
Meine geplottete Lilie schicke ich nun noch zum creadienstag und schau mich da mal noch ein bisschen um.

Die 3. im Bunde

So, jetzt war es hier schon mehr als einen Monat ziemlich ruhig. Es ist in dieser Zeit auch nicht allzu viel entstanden, aber ein bisschen kann ich doch zeigen und berichten.

Es kam mir ja schon immermal wieder der Gedanke, mir doch irgendwann eine Stickmaschine zuzulegen. Ganz neidisch habe ich immer so schöne Werke im Internet gesehen und das „Haben wollen“ Gefühl wurde immer ein bisschen größer. Am 3.12. hatte ich einen Tag frei. Ich hatte mich vorher auch schon ein bisschen im Internet schlau gemacht, aber eine richtige Vorstellung, welche es werden soll hatte ich nicht. Habe mich also an besagtem Montag ins Auto gesetzt und bin nach Aschaffenburg gefahren. Ca. 1 1/2 Stunden nach Ankunft im dortigen Nähzentrum bin ich sehr glücklich und bestens beraten mit der gerade neu angekommen brother Innov-is V3 wieder nach Hause gefahren :D. Oh ist die toll, ich freue mich sehr über meine Neue – na gut…. aber seht selbst:

Die 3. im Bunde



Ich habe auch schon etwas mehr gestickt, aber ich vergesse immer auch Fotos davon zu machen *schäm*. Bisher funktioniert alles super und ich bin sehr fasziniert, wie viele schöne Stickmuster es gibt, vieles sogar auch als freebies. Gesammelt habe ich auch schon fleissig und mir auch das ein oder andere schon gegönnt.
Auch in-the-hoop Stickdateien und Applikationen haben es mir sehr angetan. Es ist schon spannend, was man alles mit einer Sticki zaubern kann.

Die Neue

Nun habe ich ja im Post über „die Schuldigen“ schon erzählt, wie es überhaupt zu der neuen NäMa kam, aber viel verraten habe ich noch nicht über sie. Schon meine Singer NäMa hatte ja eine kleine Auswahl an Zierstichen, eine Nadeleinfädelfunktion und andere kleine Schnick Schnack Tools, die das Nähen ein bisschen einfacher machen, aber trotzdem war klar, wenn schon neu, dann auch besser.
Also habe ich jetzt noch mehr Zierstiche, kann diese auch noch nacheinander programmieren, sie kann Buchstaben schreiben, hat einen Kniehebel, verriegelt nach Wunsch von selbst und/oder schneidet am Ende den Faden. Man kann wählen ob die Nadel im Stoff bleiben soll oder nicht und und und …. es geht auch alles per Knopfdruck, was zum Beispiel beim Nähfuss anheben sehr angenehm ist.
Kurz ich liebe meine neue NäMa und bin froh, dass der Transport bei der alten nicht mehr wollte ;).
Hier noch eine kleine Auswahl an Bildern:

Die Neue
Pfaff quilt expression 4.0


Die Neue


Die Neue

Overlock

Tja, auch wenn ich noch ziemlich am Anfang stand – es war immernoch Mai 2009, gab es schon auch den Wunsch Kleidung nähen zu können. Nach einem Jersey Oberteil aus der Burda und einem kleinen Kampf mit meiner NäMa, den Jersey ordentlich zu verarbeiten, stand ziemlich schnell fest, eine Overlock muss her.
Es war evtl. etwas riskant, da ich noch nicht 100%ig wusste, ob ich auch wirklich beim Nähen bleibe, aber ich wusste ohne Overlock werde ich sicherlich keine Kleidung nähen. Never ever.

Da ich mit meiner Singer NäMa – abgesehen vom Jersey nähen (könnte aber auch an mir gelegen haben) – sehr zufrieden war, entschied ich mich auch hier für eine Singer – und es wurde eine Coverlock. Sie stand lange mehr als Deko herum. Mal eine Freizeithose und ein paar T-Shirts genäht und dann musste sie doch lange auf ihren (weiteren) Einsatz warten. Heute möchte ich sie aber nicht mehr missen!!

Overlock
Singer QuantumLock 967

Wie alles begann…

Februar 2009 – ein Spaziergang durch die Stadt, kurzes Stöbern am Buchladen und mir fällt die Burda Nähschule in die Hände. Habe ja schon öfter mal darüber nachgedacht, mit dem Nähen anzufangen. Dies sollte der Motivationsschub dafür sein.

Nach ersten Versuchen an einer sehr alten Singer NäMa, bei der allerdings die Spannungsscheiben nicht mehr in Ordnung waren und einiger Recherche im Internet, habe ich mir dann eine „neue“ Singer NäMa zugelegt…… und böses Internet 😉 auch ganz viel Zubehör. 🙂

Wie alles begann...
Singer Cosmo 7466