SewingTini
22. January 2019 carpe diem

Tinis Plotter-Tutorial – Folge 3 – Ein Motiv aus Flexfolie erstellen

Hallo ihr lieben und Herzlich Willkommen zu TPT Folge 3 „Ein einfarbiges Bügelbild aus Flexfolie plotten“. Folgende Punkte möchte ich euch heute zeigen:

  1. Wo finde ich schnell ein geeignetes Motiv zum Ausprobieren?
  2. Wie positioniere ich das Motiv am Bildschirm, damit es zu
  3. der Position der Bügeltransferfolie auf der Matte passt?
  4. Wie lese ich die Matte ein?
  5. Wie wird das Messer eingestellt und eingesetzt?
  6. Welche Schnitteinstellungen gibt es in der Software?
  7. Das eigentliche Plotten
  8. Das Entgittern


Na, dann legen wir mal los:

1. Wo finde ich ein geeignetes Motiv zum Ausprobieren?

Nach dem Auspacken des Plotters will man natürlich gleich etwas ausprobieren und dazu habe ich zuerst mal nach einem Freebie im Netz gesucht. Hierhier und hier habe ich schon einige Dateien für Euch zusammengetragen, aber man kann auch einfach eine der Dateien wählen, die schon vorinstalliert sind. Meiner Meinung nach ist es einfacher, zuerst mit Flex- und/oder Flockfolie zu arbeiten.

Freebies werden zum Teil auch im „.studio“ bzw „.studio3“ Format angeboten, also das passende Format für die Silhouette Studio Software. Manchmal ist aber zusätzlich zu einer Bilddatei („.jpg“, „.png“, …) nur eine „.dxf“ Datei enthalten, manchmal auch eine „.svg“. „.dxf“ ist eine Schnittdatei und kann einfach in der Software geöffnet werden. „.svg“ lässt sich nur mit der Designer Version von Silhouette Studio öffnen, aber auch dann ist dies eine Schnittdatei, man muss in den Schnitteinstellungen nur noch auf schneiden klicken.
Kaufdateien, die nicht aus dem Silhouette Store kommen, enthalten nie ein „.studio(3)“ file, da es urheberrechtlich von Silhouette nicht erlaubt ist. Also nicht wundern!

Also gewünschtes Motiv in Silhouette Studio öffnen (z.B. über „Datei“ „öffnen..“ und dann die Datei auswählen, die man öffnen möchte). Ich habe für das Tutorial den HoppelHasen von Fräulein Mutti gewählt.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Datei öffnen

2. Wie positioniere ich das Motiv am Bildschirm?

Ich positioniere meine Datei meistens links oben im Eck. Hilfreich ist es, zusätzlich zu der Mattengröße (grau) bzw Papiergröße (weißer Hintergrund) das Raster und den Schneidebereich (rote Linie) einzublenden. Das Motiv darf dann die rote Linie nicht berühren!

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Raster anzeigen
Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Schneiderand anzeigen

Die Software zeigt einem zudem die Größe des Motivs an, wenn man es anklickt. Das ist allerdings wirklich die Größe des fertigen Motivs und nicht das Motiv plus dem grauen Kasten, den die Software bei der Anzeige der Werte anzeigt. Die Folie sollte nun mind. ca. 1cm größer sein – in Breite und Länge. Hat man z.B. einen DIN A4 Bogen kann man auch die Papiergröße auf DIN A4 stellen, damit wird auch automatisch der Schnittbereich verkleinert. Darüber hinaus kann nicht geschnitten werden, auch wenn dort ein Motiv positioniert ist.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Papiergröße wählen
Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Motiv positionieren

Außerdem sollte man beachten, dass das gewünschte Motiv vor dem Schneiden auf Flock- und Flexfolien gespiegelt werden sollte (Motiv markieren und über das Menü „Objekt“ – „Spiegel“ – „senkrecht wenden“ auswählen). Bei Motiven mit Schriften, Schriftzeichen oder Zahlen ist das sogar ein MUSS. Das gilt natürlich auch, wenn das Motiv in eine bestimmte Richtung zeigen soll.

3. Position der Folie auf der Matte

Ich habe mein Motiv in der Software links oben ins Eck platziert, so dass das Motiv nur wenig Abstand zur roten Schnittbereichsmarkierung hat. Die Folie legt man nun mit der gummierten Seite nach oben auch oben links auf die Matte (die glänzende Transferfolie zeigt nach unten, diese lässt sich ablösen, wenn man sich nicht sicher ist welche Seite welche ist).
Um sicher zu sein, dass die Folie groß genug ist, kann man sich ganz gut an den Karos auf der Schneidematte orientieren (jedes Karo hat ca. 2,5cm also 1 inch um genau zu sein). Hat man das Gitter auch in der Software eingestellt, kann man so recht einfach sehen, ob alles passt.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Folie auf der Matte positionieren


4. Wie lese ich die Matte ein?

Am Plotter sind kleine Markierungslinien auf dem grauen Plastik. Ganz links der etwas kürzere Strich mit den Pfeilen daneben ist die Markierung, an der man seine Schneidematte ausrichtet. (beim Portrait gibt es 3 kurze Markierungen nebeneinander, der linke der 3 ist die Ansatzlinie für die Schneidematte). Die Matte wird auf Knopfdruck auf „load cutting mat“ in den Plotter eingezogen. Hier ist es wichtig, dass man nicht auf „load media“ eingestellt hat.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Matte laden

INFO:
Ich war mir am Anfang nicht sicher, ob der Plotter z.B. den Pfeil auf der Matte erkennt und genau weiß, wo die Mitte und damit auch der Rand der Matte ist, also quasi Millimeter genau immer an exakt der gleichen Stelle schneidet, egal ob ich die Matte mal ein bisschen weiter links oder rechts eingezogen habe. Nun weiß ich, dies ist leider NICHT der Fall.
Das ist auch ganz wichtig, wenn man mal „nicht so geeignete“ Schnitteinstellungen gewählt hat. Wenn man sich die Matte schon wieder ausgegeben lassen hat, sollte man sie nicht wieder einlesen und nochmal schneiden, der Schnitt wird nicht wieder an der selben Stelle sein. Ich teste mittlerweile vor dem Ausgeben der Matte, ob es komplett geschnitten ist. Ist es nicht der Fall, kann man einfach nochmal schneiden, denn dann wird alles exakt nachgeschnitten – ggf kann man vorher Einstellungen noch verändern. Solange man also die Datei auf dem Bildschirm nicht bewegt und die Matte noch im Plotter ist, funktioniert das gut.

5. Wie wird das Messer eingestellt und eingesetzt?

Muster und Folie sind gewählt und platziert und die Matte ist eingelesen. Nun muss man das Messer händisch einstellen. Die Software zeigt „geeignete Einstellungen“ an, wenn man unter den Schnitteinstellungen das entsprechende Material auswählt. Hier gibt es für Flexfolie den Eintrag „Silhouette Thermotransfer (glatt)“ und bisher hat das für die Flexfolien verschiedener Hersteller gut funktioniert. Die empfohlene Messereinstellung ist die „2“. Das Messer kann man entweder mit dem mitgelieferten grauen Adapter verstellen, es befindet sich aber auch direkt ein Adapter integriert am Plotter. Hierzu einfach das Messer mit der roten Markierung (der aktuellen Einstellung) zum Pfeil zeigend einsetzen und auf die gewünschte Zahl drehen.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Schnitteinstellungen 
Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
empfohlene Einstellungen
Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Das Messer einstellen


INFO:
Beim Einsetzten des Messerhalters kamen meine nächsten Fragezeichen auf. Wie herum muss das Messer in den Plotter und macht es überhaupt einen Unterschied? Ich habe eine ganze Weile gegooglet und nichts dazu gefunden. Es hat mich sehr gewundert, dazu nichts in der Bedienungsanleitung zu finden und letztendlich habe ich es einfach eingesetzt. Irgendwann etwas später habe ich eine Info im Internet gefunden, das Messer müsste mit der Nase nach vorne eingesetzt werden, allerdings konnte ich auch keinen Unterschied feststellen beim Schneiden. Der Grund dafür ist aber auch ganz einfach. Das Messer kann sich in seiner Plastikhülle frei drehen und durch den Winkel an der Klinge, dreht sich die Klinge ganz automatisch in die richtige Richtung. Denn selbst wenn man den Halter der Klinge immer genau in der gleichen Richtung einsetzte, die Klinge selbst schaut wahrscheinlich jedes Mal in eine andere Richtung. Also einfach das Messer einsetzen, Hebel umlegen und loslegen.

6. Welche Schnitteinstellungen gibt es in der Software?

Die beiden anderen Einstellungen, die man in der Software noch einstellen kann nennen sich „Dicke“ und „Geschwindigkeit“. Auch diese sind für verschiedene Materialien schon voreingestellt. Hierbei kann ich nur schonmal sagen, dass man bei sehr kleinen bzw. filigranen Motiven die Geschwindigkeit ruhig mal etwas runter stellen sollte. So kommt es nicht zu ganz kleinen Stellen, die doch nicht ganz durchgeschnitten sind.
Auch die „Dicke“ spielt eine wichtige Rolle! Wenn das Material nicht komplett geschnitten wird, neigt man dazu, zuerst einmal das Messer höher zu stellen. Evtl ist man damit auch nicht gut bedient, da man auf einmal durch die Transferfolie schneidet. Dann lieber das Messer zurückstellen und die Dicke (entspricht dem Anpressdruck) erhöhen – ich zeige das aber mal noch an einem Bespiel, das sprengt den Rahmen hier doch etwas.

7. Das eigentliche Plotten

So, nun kann man den Schneidbefehl an den Plotter senden und sollte sich nicht zu sehr über die merkwürdigen Geräusche wundern. Je nach Material „singt“ er ein anderes schräges Lied oder klingt wie R2D2, der zu viel getrunken hat. Generell macht er doch recht viel Lärm. Dafür gehen einfache Motive meist schneller, als man denkt. Noch schnell überprüfen, ob komplett geschnitten wurde, in dem man eine Ecke bis zur Schnittlinie abzieht. Ist alles in Ordnung, Matte entladen und die Flexfolie von der Matte ziehen.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Schnitt überprüfen 
Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Matte entladen

8. Entgittern

Nun sollte man sich einen Entgitterhaken und / oder Pinzette schnappen und sein Motiv entgittern. Hier muss man manchmal sehr darauf achten, die richtigen Teile rauszuholen. Ist das erledigt, ist das erste Teil aus Flexfolie geschafft.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 3 - Ein Motiv aus Flexfolie erstellen
Motiv entgittern

Hat man die Schritte einmal gemacht und weiß, worauf zu achten ist, geht das hier Erklärte in wenigen Handgriffen fast wie von selbst. Es ist viel leichter als es sich anhört ;).

Und auch dieser post wird wieder bei Katjas Plotter-Tipps Linkparty, bei Tons und Muzzis Plottertutorials und der Plotterliebe verlinkt.

Tinis Plottertutorial – Folge 2 – Folien

Im ersten Teil habe ich versucht, eine kleine Übersicht über verschiedene Plotter zu geben. Nun ist es ja aber mit einem Plotter alleine nicht getan. Dies ist und bleibt ja immernoch ein Nähblog und als Hobbynäherin legt man sich den Plotter hauptsächlich zu, damit man Stoff mit Bügelmotiven aufhübschen kann. Dazu braucht man dann aber u.a. auch noch Folien.


Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien


Hier stellen sich am Anfang dann auch einige Fragen, z.B.:

  • Welche Folien zum Aufbügeln gibt es überhaupt?
  • Wie sind die Folien aufgebaut?
  • Auf was muss ich beim Plotten u.a. achten?
  • Auf welchem Stoff/Untergrund halten die Folien?
  • Sind die Folien waschbar?
  • Kann man mehrere Lagen Folie übereinander verwenden?

Katharina hatte zu dem Thema ein paar Fragen, auf die ich gerne noch eingehen möchte:

  • Wie teuer ist das Zubehör (Folien, etc.)?  
  • Gibt es Folien, die besser sind als andere? 
  • Kannst du Bezugsquellen für Folien empfehlen?

Zuerst mag ich allerdings noch erwähnen, dass meine Erfahrungen und vor allem meine Langzeiterfahrungen noch nicht sehr weitreichend sind. Ich berichte hier nach bestem Wissen und Gewissen und greife zum Teil auch auf gelesenes zurück. Falls ihr andere Erfahrungen gemacht habt, lasst es mich wissen – ich lerne ja auch noch. Aber fangen wir einfach mal an:

  • Welche Folien zum Aufbügeln gibt es überhaupt?
    Die Folien lassen sich ganz allgemein als Bügeltransfer bzw. auch Heißtransfer (heat transfer) Folien bezeichnen. Dabei unterscheidet man hauptsächlich in Flock- und Flexfolien. Gerade Flockfolie kennt man von beflockten Trikots (z.B. der Spielername auf dem Rücken). Aber auch Flexfolie findet man oft auf gekauften T-Shirts, sie hat eine glatte bzw manchmal leicht gummiartige Oberfläche während Flockfolie samtig weich ist. Beide gibt es einfarbig in sehr vielen Farben, aber auch gemusterte Folien werden gerade immer beliebter. Bei Flexfolien ist die Auswahl an Mustern etwas größer und es gibt auch verschiedene Glitzerfolien.
Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Flexfolie
Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Flockfolie

Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Flexfolie neon
Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Felxfolie gemustert
Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
verschiedene Glitzerfolien

  • Wie sind die Folien aufgebaut?
    Bügeltransfer Folien kommen (fast immer) auf einer durchsichtigen Transferfolie. Diese glänzt und klebt etwas, so dass die Flex- bzw. Flockfolie leicht daran haftet. Auf der Rückseite der Folie ist eine Kleberschicht aufgebracht, die erst durch Hitze „aktiviert“ wird. Meistens ist die Kleberschicht in der selben Farbe wie die Folie, einfacher die beiden Seiten zu unterscheiden ist es wenn die farbige Folie eine weiße oder schwarze Schicht hinten hat.
    So, ich habe gesagt, dass die Folien fast immer auf einer Transferfolie kommen. Es gibt Flock- und Flexfolie zum selbst bedrucken und manchmal auch schon bedruckte Folie fertig zu kaufen, die nicht auf Transferfolie aufgebracht sind. Hier muss man dann die passende Transferfolie extra kaufen und hinterher aufbringen.
Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Flexfolien bedruckt, ohne Transferfolie

Tinis Plottertutorial - Folge 2 - Folien
Flockfolie bedruckt, ohne Transferfolie

  • Auf was muss ich beim plotten u.a. achten?
    Bügeltransfer Folien (mit Transferfolie) werden sozusagen von hinten geschnitten. Das heißt, die Kleberschicht schaut nach oben und die Transferfolie liegt auf der Schneidematte. Der Clou dabei ist, dass nur die eigentliche Folie geschnitten wird und die Transferfolie ganz bleibt. So lassen sich auch Motive aus mehreren einzelnen Teilen hinterher exakt auf den Stoff transferieren und alles bleibt am Platz. Allerdings muss man darauf achten, dass man das Motiv vor dem Schneiden Spiegel muss – zwingend notwendig wenn das Motiv Schriften oder zahlen enthält!
    Auch sollte man beim ersten Zuschneiden evtl wissen, dass man den feinen Schnitt auf der Folie oft fast nicht erkennen kann, das ist normal. (Hinweise zu den Schnitteinstellungen kommen dann beim nächsten Mal)
  • Auf welchem Stoff/Untergrund halten die Folien?
    Prinzipiell halten die Folien gut auf Baumwollgewebe und auch auf Baumwolle/Polyester oder Polyester/Acryl Mischungen. Um sicherzustellen, dass es dauerhaft hält, wird empfohlen, den Stoff vorzuwaschen, da die Ausrüstung oder Imprägnierung des Stoffs evtl dazu führen kann, dass die Folie sich wieder löst.
    Auf Jersey und anderen dehnbaren Textilien können die Folien auch aufgebügelt werden. Wenn an der Stelle der Stoff jedoch gedehnt wird, sollte lieber zu Flexfolie gegriffen werden, da sich diese zumindest leicht dehnt. Es gibt auch extra dehnbare Flexfolie, die dann auch an stark beanspruchten Stellen verwendet werden kann.
    Bei hochflorigen Stoffen wie Frottee hält die Folie nicht, obwohl ich es selbst nie ausprobiert habe. Dagegen findet man durchaus Beispiele auf Samt oder Nicky, wobei ich hier nicht sagen kann, ob sich das Motiv nach längerer Zeit evtl doch wieder löst. Habt ihr da Erfahrungen?
    Auf Jackenstoffen und anderen hitzeempfindlichen Stoffen muss man beachten, dass diese ggf die Hitze beim aufpressen nicht aushalten und angeschmolzen oder versengt werden könnten. 
  • Sind die Folien waschbar?
    Generell ja – wäre sonst ja auch blöd ;). Es ist aber in jedem Fall auf die Herstellerangaben zu achten. Diese werden oft im Shop beim Artikel direkt oder bei allgemeinen Infos angegeben. Oft ist waschen bis 60°C allerdings kein Problem.
  • Kann man mehrere Lagen Folie übereinander verwenden?
    Fangen wir mal mit „normaler“ Flexfolie an: JA, mehrere Lagen übereinander halten prima. Es ist auch kein Problem Flockfolie oder Glitzerfolie auf Flexfolie zu bügeln.
    Flock- auf Flockfolie ist beim aufpressen dann schon anspruchsvoller, es dauert schon einige Zeit, bis die obere Schicht hält. Ich habe nun schon öfter gelesen, dass es nicht lange hält, ich denke gerade auf Kleidung könnte es sein, dass sich die obere Schicht auch wieder leicht löst. Ich habe bisher nur eine Einkaufstasche mit Flock- auf Flockfolie und das hält auch nach einigen Monaten noch sehr gut. Gewaschen habe ich die Tasche bisher allerdings nicht.
    Bei Glitzerfolien kann ich mir nicht vorstellen, dass mehrere Schichten gut halten, habe es aber selbst nicht getestet.
  • Wie teuer ist das Zubehör (Folien, etc.)?
    Man bekommt Flexfolien im DIN A4 Zuschnitt für ca. 1,80€ und Flockfolien in DIN A4 ab 2,50€. Glitzer- und Effektfolien kosten oft zwischen 2€ und 3€ für einen DIN A4 Bogen. Billiger wird es, wen man gleich größere Mengen bestellt. Hier gibt es je nach Shop unterschiedliche Breiten (z.b. 20, 30 und 50cm) und Rollen von 0,5m, 5m bis hin zu 100m. Daher ist es hier auch schwieriger Preisangaben zu machen.
  • Gibt es Folien, die besser sind als andere?
    Dies kann ich nicht sicher beantworten. Ich habe schon gelesen, dass Flex- und Flockfolien bei unterschiedlichen Shops oft trotzdem von ein und demselben Hersteller sind. Oft ist das nicht offensichtlich angegeben, ich habe bisher auch nur Flexfolie von zwei unterschiedlichen Shops und konnte keinen Unterschied erkennen um zu sagen, dass die ein oder andere Folie besser oder schlechter sei.
  • Kannst Du Bezugsquellen für Folien empfehlen?
    Ich habe bisher hauptsächlich bei plottermarie bestellt und bin dort bisher wirklich sehr zufrieden. Auch wenn die ein oder andere Folie evtl ein bisschen teurer ist, gibt es viele Effektfolien (z.B. 3D-Folien, die nach dem pressen aufplustern), gemusterte Folien und auch Folien mit Designs von LilaLotta (diese sind ohne Transferfolie).
    Bei kreativplotter und hobbyplotter habe ich auch schon bestellt, allerdings bisher keine Flock- und Flexfolie, sondern anderes Zubehör wie Entgitterhaken, SketchPens, …
    Flexfolie und vorallem auch Vinyl habe ich schon bei airbrushcity bestellt. Hier bin ich auch sehr zufrieden und finde es einen schönen Shop, wenn man größere Mengen Folie bestellen mag.
    Ansonsten habe ich schon in folgenden Shops gestöbert, bisher aber selbst nicht dort gekauft: Plott-Liesl, Farben-Frikell und plotterinsel.

Puh, auch dieser post war nun etwas trocken und theoretisch. Nächstes Mal „fangen wir dann mit dem plotten“ an.
Dieser post wird noch bei tons und muzzis plotterliebe, dort auch bei den Tutorials und nähfrosch’s plottertipps verlinkt.

Tinis Plotter-Tutorial – Folge 1 – Der Plotter, eine Übersicht

Als ich meinen Plotter neu hatte, musste das ja auch lieben Freunden, Kollegen und in der Familie erzählt werden ;). Doch selbst von technisch Interessierten kam die Frage „Was ist denn ein Plotter und was kann man denn damit machen?“. Fast immer löste der Plotter Interesse aus und manchmal sogar leichte Faszination.

Als ich mich für einen Plotter entscheiden habe, habe ich gar nicht lange geschaut, welche verschiedenen Plotter es gibt und worin genau die Unterscheide liegen. Auf jedem Nähblog habe ich immer nur die Silhouette Plotter gesehen und für mich war klar, dass ich lieber den mit größerem Schnittbereich haben mag und da stand auch schnell das Modell fest ;).

Doch ein Freund und Kollege, der mittlerweile übrigens auch einen Cameo hat, fragte mich ob es da verschieden Firmen gibt und wo da Unterschiede liegen. Und auch als ich bei Euch nachgefragt habe, ob es denn Interesse an Plotter Tutorials gibt kamen von der lieben Katharina einige Fragen. Achtung, ich zitiere:
Was gibt es für Plotter und worin unterscheiden sich die Geräte? Gibt’s da verschiedene Marken und technische Fähigkeiten?

Na dann starten wir mal mit:

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 1 - Der Plotter, eine Übersicht

Also, viel weiß ich darüber gar nicht, da ich wie gesagt – ausnahmsweise – selbst gar nicht viel recherchiert habe vor dem Kauf. Gerade im Hobbybereich, also sagen wir mal unter 1000 Euro, gibt es allerdings (noch) gar nicht so viel Auswahl.

  • Es gibt zwei Modelle von der Firma Brother, die sich ScanNCut nennen. Diese liegen bei 500€ bzw 600€ also sind damit schon etwas „teurer“. Die brother Plotter haben einen eingebauten Scanner, der gedruckte Motive erkennt und diese dann exakt ausschneiden kann. Es soll so auch möglich sein, eigene Cutfiles zu erstellen. Die Plotter werden nicht mit einem Computer verbunden, sondern direkt am Gerät bedient. Das ist ein Punkt, den ich mir persönlich nicht so ganz vorstellen kann, ob das wirklich so komfortabel ist – aber ich habe bisher noch keinen life gesehen und kenne auch niemanden, der mir da nähere Infos zu geben kann. Also falls jemand mehr weiß, würde mich das auch interessieren. Es gibt zumindest auch Stifte für die Brother Plotter, also man kann damit auf jeden Fall schneiden und malen/zeichnen.
  • Recht neu, zumindest in Deutschland, ist der Puzzles Inspiration Vue, wobei es da auch schon ein Vorgängermodell gibt. Der Preis liegt auch hier bei 500€ und er kommt mit einer Software, die es nun dann auch für Mac Nutzer gibt. Soweit ich das herausfinden konnte, hat der Puzzles Inspiration Vue einen höheren Messerandruck im Vergleich zum Silhouette Portrait oder Cameo und man kann damit wohl sogar Kunstleder, Wildleder und andere stärkere Materialien schneiden. Es gibt das Gerät in 4 verschiedenen Farben und ist von der Größe vergleichbar mit dem Silhouette Cameo. Auch hier gibt es Zubehör zum Stanzen, Gravieren und soweit ich weiß, passen auch die Universalstiftehalter – ich bin mir hier nur nicht ganz sicher. Es gibt eine Print ’n cut Funktion, hier kann man ein Design in der Software erstellen, dieses wird mit Passmarkern auf einem Drucker gedruckt und anschließend in den Plotter eingelegt. Durch die Marker „erkennt“ der Plotter das Motiv und kann es exakt ausschneiden.
  • Der GCC expert 24 kostet 660€, bietet dafür eine Breite von 60cm. Es ist damit schon ein großes Exemplar, für das man auch entsprechend Platz haben muss. Das geht dann auch schon eher in die professionelle Richtung. Die mitgelieferte Software gibt es bisher nur für Microsoft Nutzer. Mir sind jetzt auch keine weiteren Funktionen als das Schneiden bekannt.
  • Naja, und dann gibt es noch die Silhouette Modelle. Der Portrait ist die kleine Variante mit einer Schnittbreite von 20,3cm (DIN A4) und einem Preis von 180€. Der Cameo hat eine Schnittbreite von 30,5cm (DIN A3) und einem Preis von 300€. Beide kommen mit der Software Silhouette Studio, die einige Funktionen zum erstellen bzw bearbeiten von Cutfiles bietet. Die Software ist für Microsoft und Mac Rechner verfügbar. Neben dem Messer, gibt es die SketchPens zum malen und ein Embossing (Präge) Tool. Generell gibt es einfach sehr viel Zubehör, wobei ich bisher (noch) nicht weiß, wie z.B. das Stempel- oder Strass-Set funktionieren und ob das nicht auch genau so mit anderen Schneidplottern umsetzbar ist. Auch die Silhouette bieten die Print ’n cut Funktion und es gibt eine neuen Matte, mit der man sogar ohne Passmarker auskommt, aber das wird mal ein extra Thema.

Die genannten Preise sind übrigens mehr als Richtwerte zu sehen. Gerade für die Silhouette Modelle gibt es immer mehr Aktionspreise und Sets, die zum Teil deutlich günstiger sind. Ich gebe auch keine Garantie für Vollständigkeit und korrekte Angaben, bin aber ggf sehr dankbar für Korrekturen oder weitere Infos :).

Ich bin also auch nach meiner kleinen Recherche für Euch hinterher immer noch sehr zufrieden mit meiner Wahl. Gerade zu dem Preis bekommt man doch eine Ganze Menge geboten und mein Plotter kann deutlich mehr, als ich beim Kauf wusste. Ich denke für den reinen Hobbybedarf, um hier und da mal etwas zu verschönern ist es allein durch den Preis schon einfach, sich für ein Silhouette Modell zu entscheiden.

Ach ja, auf eine weitere Frage, die Katharina u.a. noch gestellt hat, möchte ich noch eingehen:
Wie viel Platz nimmt so ein Plotter weg?

Also mal abgesehen von dem GCC Modell sind die Schneidplotter etwa so groß wie ein Drucker, je nach Modell etwas breiter. Mein Plotter, also der Silhouette Cameo misst ca. 53x17cm.

Da meine Schwägerin nun auch einen Plotter hat, sich aber für den Silhouette Portrait entschieden hat, kann ich Euch sogar ein Größenvergleich der Beiden zeigen.

Tinis Plotter-Tutorial - Folge 1 - Der Plotter, eine Übersicht


Man sollte nur darauf achten dass vorne wie hinten genug Platz ist, mindestens so viel, wie die Schneidematte lang ist. Diese wird ja von vorne nach hinten durch den Plotter gezogen beim Schneiden und wenn die irgendwo dagegen stößt, wird das nix mit dem sauberen Schnitt.


Und meinen post schicke ich nun noch zu nähfrosch’s Plotter-Tipps Linkparty und Tons und Muzzi’s Plotterliebe

Wenn ihr weitere Fragen habt, immer her damit. Ich freu mich auch immer über Rückmeldung zu den Tutorials – sowohl Kompliment als auch Kritik. 🙂

eigene Labels mit dem Plotter

So langsam mutiert das hier doch zu einem Plotter-Blog 😉 – also zumindest sieht es danach aus. Es ist und bleibt aber immer noch ein Nähblog und bald kommt auch wieder mehr zum Thema Nähen und Sticken!

Heute mag ich Euch aber zeigen, dass man mit dem Plotter zum Beispiel auch seine eigenen Labels machen kann. Wird jetzt keine so große Überraschung sein, aber ich denke – und hoffe – es ist doch noch eine neue Info für die meisten dabei. Also ruhig mal weiterlesen *zwinker*.

Ich mache beim Stoffkartentausch von und mit stichydoo mit und habe dies zum Anlass genommen, mir eigene Labels zu bestellen. Da dies aber nun etwas kurzfristig passierte, werden es meine gestickten Labels nicht mehr schaffen, bis zum Verschicken der September Karten bei mir zu sein. Trotzdem wollte ich meine Karten nicht ohne Label gestalten, also musste eben der Plotter ran.

In Silhouette Studio stehen einem einige Schriften zur Verfügung – was mich am Anfang schon sehr begeisterte. Verwundert war ich über die ein oder andere Schrift, die nicht unbedingt zum schneiden geeignet ist, dachte aber, dass diese dann eher für die Sketch Pens gedacht sein könnten.
Aber es ist eigentlich viel besser *lach*. Denn Silhouette Studio kommt gar nicht mit installierten Schriften daher, sondern bedient sich einfach an den schon auf dem Rechner vorhandenen Schriften. Wusstet ihr das? Versteht ihr, dass ich begeistert bin? *g*

Natürlich war die Schrift „Rock Salt“, mit der das „SewingTini“ in meinem Blog Header geschrieben ist noch nicht in Silhouette Studio „verfügbar“. Aber eine schnelle google Suche, die Installation der Schriftart und ein Neustart der Software später, konnte ich sie auswählen und so an meine neuen Labels zumindest annähernd rankommen *freu*.

Nun hätte ich zwei Möglichkeiten gehabt. Einmal einen einfaches Rechteck zeichnen und aus der zweiten Farbe den Schriftzug obendrüber setzten oder den Schriftzug auch noch umranden und die Schrift selbst entgittern und das auf einen Kasten der zweiten Farbe setzen. (ich hoffe, ich versteht was ich meine). Ich habe mich nun für zweiteres entschieden und mag es sehr.

eigene Labels mit dem Plotter


Nun hätte ich noch eine Frage an alle meine lieben Leser:
Die liebe Katharina hatte vorgeschlagen, hier auf meinem blog eine Plotter Tutorial Reihe einzuführen *liebenDank, dasfreutmichsehr* *knuddel*. Ich bin nun wirklich kein Experte und selbst noch viel am Testen, ich müsste auch mal schauen, wie genau ich es umsetzte. Aber – bestünde da denn Interesse? Oder gibt es dazu schon genug im Netz? Hättet ihr konkrete Fragen? Einige „Themen“ hätte ich schon noch parat, hoffe nur, dass ich die Nicht-Plotter damit nicht verschrecke :). Vielleicht mag ja auch der ein oder andere Nicht-Plotterbesitzer sagen, was er dazu denkt und darf gerne auch Gegenstimmen äußern.

Leider komme ich momentan nicht so viel zum Nähen, wie ich das gerne hätte. Plotten geht auch mal „schnell“ zwischendurch und so komme ich momentan wenigstens zu ein wenig kreativen Arbeiten. Aber auch Nähen und Sticken wird, wie oben schon erwähnt, wieder kommen. So, nun bin ich gesapnnt was ihr sagt und hoffe, dass ihr noch nicht alle wusstet, welche Schriften Euch in der Software zur Verfügung stehen.

Sketch pens – (m)ein Plotter kann auch schreiben und malen

Ich habe ja hier und hier schon gezeigt, dass man mit einem Plotter auch schreiben bzw. malen kann. Die liebe Sabine wollte nähere Informationen haben und so erzähle ich mal, was ich bisher schon rausgefunden habe.

Also es gibt zum einen die Sketch Pens von Silhouette. Die Stifte gibt es in verschiedenen Packs, von 4 bis zu 24 Stiften. Ich hatte zuerst nur einen 4er Pack mit 3 schwarzen und einem weißen Stift, habe mir mittlerweile aber auch einen 24er Pack mit unterschiedlichen Farben zugelegt. Es gibt auch Glitzerstifte. Die Sketch Pens passen genau in den Messerhalter und sind daher auch die einfachste Variante. Messer raus, Stift rein und bei der Materialauswahl (also da, wo man normal Flex- oder Flockfolie, bzw das Papier auswählt) gibt es auch einen Eintrag „Silhouette Skizzenstift“.

Sketch pens - (m)ein Plotter kann auch schreiben und malen


Mit dem Befehl „schneiden“ schickt man die Schrift oder das Motiv wie sonst auch an den Plotter und nun wird, jede Linie, die sonst geschnitten wird, einfach gemalt. Das ist schon alles. Bei Schriften bedeutet dies aber auch, dass die Buchstaben „nur“ umrandet werden, sie werden nicht ausgemalt. Hier bin ich noch ein bisschen am Testen, welche Möglichkeiten es auch für gefüllte Schriften gibt. Bzw gibt es auch die Möglichkeit, Muster hinter die Schrift zu legen. Wenn ihr da Interesse dran habt, sagt mal bescheid, dann kann ich Euch das auch gerne mal zeigen – also wenn ich es selbst rausgefunden habe *zwinker*.

Nun soll dies ja aber keine Werbeveranstaltung für Sketch Pens sein, und daher möchte ich auch erwähnen, dass es auch noch universelle Stiftehalter gibt. Dies sind Halterungen, die in den Messerhalter eingesetzt werden können und die dann verschidene Stifte, die man eh schon zu Hause hat, nutzbar machen. Es gibt verscheidene Modelle, die meisten haben oben kleine Schrauben mit denen man den Stift mittig fixieren kann und solange die Stiftspitze durch die Öffnung unten passt, kann man auch normale Kulis, Fineliner, Bleistifte etc benutzen.

Sketch pens - (m)ein Plotter kann auch schreiben und malen


Ich finde gerade für Geschenkkarten ist das eine feine Sache, da man auch mit einer schönen Schrift ganz schnell eine normale Karte aufhübschen kann. Also ein „Happy Birthday“ vorne drauf zum Beispiel, die Karte selbst, also den Gruß innen, schreibe ich dann doch lieber selbst. Aber auch das könnte man natürlich dem Plotter überlassen.

Damit ihr nun auch einen Eindruck bekommt, wie das aussieht, habe ich mal auf rosafarbenen Karton meine SketchPens ausprobiert. Natürlich habe ich so die Chance genutzt, sie selbst mal alle zu testen *lach*. Wie man hoffentlich sehen kann, sind einige Buchstaben nicht komplett oder ganz ausgelassen, das liegt aber daran, dass die Stifte zum ersten mal benutzt wurden. Die meisten farbigen haben sogar ganz leicht Glitzer mit drin, aber das war schlecht zu fotografieren. Die Bezeichnungen der Farben stammen übrigens von mir, einfach um sie selbst auseinander halten zu können.

Mit dem royalblauen habe ich dann noch verschiedene Optionen der Software getestet. Die ersten 4 sind alle einfach umrandet und mit verschiedenen Fülloptionen. Die unteren vier haben keine Füllung, dafür verschiedene Skizzenoptionen.

Sketch pens - (m)ein Plotter kann auch schreiben und malen


Gar nicht schlecht, oder?

Kleiner Tipp, wenn man sich eigene Dateien erstellt und sich nicht sicher ist, ob alles wirklich passt kann man das Ganze so dann auch super auf Papier testen. So sieht man ja, welche Schnitte gesetzt werden, ob alles verbunden ist, was verbunden sein soll oder ob noch irgendwo ein Einschnitt zu viel gesetzt ist. Man muss dann also nicht gleich die etwas „teurere“ Folie verschwenden. =)

Den Plotter aufhübschen

Wenn man sich einen Silhouette Plotter zugelegt hat, kommt dieser ja mit einer – wie ich finde – ziemlich guten Software. Auch einige Dateien sind schon in der Bibliothek vorhanden, damit man sofort starten kann. Eine dieser Dateien heißt „Control Panel“ und ist eigentlich eine der nettesten Dateien, die mit dem Gerät kommt und ich möchte Euch heute zeigen warum dies so ist.

Ihr kennt doch das Bedienfeld an eurem Plotter und mit dieser Schnittdatei könnt ihr den weißen Hintergrund ändern, zu was immer ihr auch wollt – also mit einer kleinen Einschränkung, aber dazu komme ich dann noch.

Ich habe mir zuerst grauen Fotokarton geschnappt und meine Sketch Pens und mir einen Hintergrund für das control Panel erstellt. Diesen habe ich zuerst einmal mit dem Sketch Pen aufgezeichnet, bevor ich zugeschnitten habe. Natürlich ist es einfacher, wenn man einfach schon gemustertes Papier nimmt!

Die Schnittdatei hat schon exakt die richtige Größe, man muss also nur Papier auflegen, mit den entsprechenden Schnitteinstellungen schneiden und die Abdeckung am Bedienfeld abnehmen. Dann den eben zugeschnittenen Hintergrund einlegen, das durchsichtige Plastikteil wieder aufstecken und sich über das neue Design freuen ;).

Nur die zwei Lichtlein haben keine eigene Aussparung bekommen, aber notfalls könnte man hier noch zwei kleine Löcher stanzen, wenn einen das stört. Ich sehe mein Licht allerdings auch so, es scheint durch das Papier.

Den Plotter aufhübschen


Ach ja, nun noch zu der oben erwähnten Einschränkung. Mein Fotokarton hat 270g/m2 und war für dieses Projekt definitiv zu dick! *lach* die Plastikabdeckung passt dann einfach nicht mehr. Also man sollte doch eher zu dünnerem Papier greifen. Ich habe nun einen weißen Bogen mit 120g/m2 gegriffen und das hat prima geklappt. Dünner geht auf jeden Fall auch, nur viel dicker eben nicht.

Das schöne ist, man kann sich nun auch gleich 10 verschiedene Hintergründe zuschneiden und nach Lust und Laune wechseln *zwinker*. Oder falls man sich mal auf ein Plottertreffen verirrt, weiß man am Ende noch genau, welches Gerät das eigene ist.

Und, kanntet ihr das schon und habt ihr Euren Plotter auch schon personalisiert?
Sorry, für alle nicht Plotter Besitzer, hier kommen auch wieder Nähthemen…. versprochen!